Hoffnungslos
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Michael B.
Hoffnungslos
Hallo liebe Leute,
habe wegen einiger Reparaturarbeiten meine Heckscheibe ausbauen müssen; jetzt stellt sich mir -weil die Scheibe schon mal raus ist- die Frage, wie ich die total oxidierten Heizdräte der Heckscheibenheizung wieder gangbar machen kann. Oder ist das hoffnungslos?
Michael B.
habe wegen einiger Reparaturarbeiten meine Heckscheibe ausbauen müssen; jetzt stellt sich mir -weil die Scheibe schon mal raus ist- die Frage, wie ich die total oxidierten Heizdräte der Heckscheibenheizung wieder gangbar machen kann. Oder ist das hoffnungslos?
Michael B.
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Marin
Re: Hoffnungslos
Hallo Michael,
soweit ich weiß, gibt es dazu so eine Silberleitpaste, mit der man die Drähte an den unterbrochenen Stellen wieder nachziehen kann.
Musst sie halt suchen.
Wie das Mittel heißt, weiß ich leider nicht mehr.
Viele Grüße
Marin
Ob meine funktionirt, weiß ich gar nicht so genau, da die Heizleistung sehr schwach ist.
soweit ich weiß, gibt es dazu so eine Silberleitpaste, mit der man die Drähte an den unterbrochenen Stellen wieder nachziehen kann.
Musst sie halt suchen.
Wie das Mittel heißt, weiß ich leider nicht mehr.
Viele Grüße
Marin
Ob meine funktionirt, weiß ich gar nicht so genau, da die Heizleistung sehr schwach ist.
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Michael B.
Re: Hoffnungslos
Hallo Marin,
das Zeug kenn ich. Ich schätze aber, dass die Drähte in der Mitte der Scheibe auf einer beachtlichen Länge (20 bis 40 cm) in einen "anderen Aggregatszustand" übergegangen sind (hellbrauner Streifen). Fest-Flüssig-Gasförmig.
Michael
das Zeug kenn ich. Ich schätze aber, dass die Drähte in der Mitte der Scheibe auf einer beachtlichen Länge (20 bis 40 cm) in einen "anderen Aggregatszustand" übergegangen sind (hellbrauner Streifen). Fest-Flüssig-Gasförmig.
Michael
Re: Hoffnungslos
Hallo Michael,
nimm ein Meßgerät und messe den Widerstand zwischen den Anschlußfahnen. Bei ca. Zimmertemperatur muss dieser bei ca. 4-6 Ohm liegen (egal ob mit oder ohne Oxid). Hast Du mehr ca. 15-30Ohm sind nur noch 3-5 Heizdrähte aktiv.
Dann hilft auch das Entfernen des Oxids nichts mehr. Das mit dem Leitsilber geht nur wenn Du eine kleine Stelle hast, die unterbrochen wurde. Nicht aber bei sich aufgelösten Leitungen.
Wenn Deine Werte noch gut sind kann man das Oxid sehr gut mit einem Hartholzstab durch längsseitiges darüber kratzen entfernen. Ist eine Sauarbeit. Habe damit schon mal gute 3-4 Stunden zugebracht. Das Ergebnis ist aber Top! Lohnt aber wirklich selten. Ansonsten: neu kaufen!
elektrisiert grüßend
Götz
nimm ein Meßgerät und messe den Widerstand zwischen den Anschlußfahnen. Bei ca. Zimmertemperatur muss dieser bei ca. 4-6 Ohm liegen (egal ob mit oder ohne Oxid). Hast Du mehr ca. 15-30Ohm sind nur noch 3-5 Heizdrähte aktiv.
Dann hilft auch das Entfernen des Oxids nichts mehr. Das mit dem Leitsilber geht nur wenn Du eine kleine Stelle hast, die unterbrochen wurde. Nicht aber bei sich aufgelösten Leitungen.
Wenn Deine Werte noch gut sind kann man das Oxid sehr gut mit einem Hartholzstab durch längsseitiges darüber kratzen entfernen. Ist eine Sauarbeit. Habe damit schon mal gute 3-4 Stunden zugebracht. Das Ergebnis ist aber Top! Lohnt aber wirklich selten. Ansonsten: neu kaufen!
elektrisiert grüßend
Götz
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Michael B.
Re: Hoffnungslos
Hallo Götz,
was den "neu kaufen"? Die Scheibe oder die Heizdräte?
Ich schätze mal die Scheibe:-))
Trotzdem besten Dank für die schnellen Antworten. Ich werde mal den Widerstand messen.
Grüße
Michael
was den "neu kaufen"? Die Scheibe oder die Heizdräte?
Trotzdem besten Dank für die schnellen Antworten. Ich werde mal den Widerstand messen.
Grüße
Michael
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wolfgang
Re: Hoffnungslos
alle,
-die silberleitpaste habe ich im elektronikladen in mannheim vor 2 jahren gekauft und bis heute nicht benutzt,scheint mir zu flüssig und trennt sich ziemlich schnell in 2 phasen,müsste dauernd geschüttelt werden.
-beim testen der leitfähigkeit ist mir die linke kontaktfahne abgebrochen,ich traue mich einfach nicht auf glas zu löten?
-damit ich trotzdem bei beschlagener scheibe was hinten raus sehe habe ich
einen 100 w keramiklüfter von auto unger angeschlossen, den ich bei bedarf über den heckscheibentaster einschalte. ist nicht berauschend aber hilft wenn man etwas länger unterwegs ist.
meilleurs voeux è tous pour l'année 2004
wolfgang
-die silberleitpaste habe ich im elektronikladen in mannheim vor 2 jahren gekauft und bis heute nicht benutzt,scheint mir zu flüssig und trennt sich ziemlich schnell in 2 phasen,müsste dauernd geschüttelt werden.
-beim testen der leitfähigkeit ist mir die linke kontaktfahne abgebrochen,ich traue mich einfach nicht auf glas zu löten?
-damit ich trotzdem bei beschlagener scheibe was hinten raus sehe habe ich
einen 100 w keramiklüfter von auto unger angeschlossen, den ich bei bedarf über den heckscheibentaster einschalte. ist nicht berauschend aber hilft wenn man etwas länger unterwegs ist.
meilleurs voeux è tous pour l'année 2004
wolfgang
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Carsten
Re: Hoffnungslos
...Leitsilber heisst "Auromal" hier ....
Kann man nicht mit Klebeband die Bahnen vorgeben, dann mit etwas Leitlack ausgiessen, und dann mit Klarlack überziehen, dann die Klebestreifen abmachen, fertig ? So sollte man doch bei ausgebauter Scheibe (hab ich an der Limou nie gemacht, Breakfahrer gewesen, der SM hat die Scheibe in der Klappe) das heilemachen können ?
Carsten
Kann man nicht mit Klebeband die Bahnen vorgeben, dann mit etwas Leitlack ausgiessen, und dann mit Klarlack überziehen, dann die Klebestreifen abmachen, fertig ? So sollte man doch bei ausgebauter Scheibe (hab ich an der Limou nie gemacht, Breakfahrer gewesen, der SM hat die Scheibe in der Klappe) das heilemachen können ?
Carsten
Re: Hoffnungslos
Hallo Leute,
bei den üblichen alten Scheiben sind die Heizfäden völlig marode und haben auf der ganzen Länge ihre Leitfähigkeit verloren.
Das Reparieren mit Leitsilber ist nur praktikabel wenn der Heizdraht ein einer Stelle mechanisch beschädigt wurde. Auch mit Abkleben bleibt die Reparatur sichtbar. Wirklich gut ist nur eine neue Scheibe, oder ein rechter Außenspiegel, dann stört die beschlagene Heckscheibe nicht mehr.
bei den üblichen alten Scheiben sind die Heizfäden völlig marode und haben auf der ganzen Länge ihre Leitfähigkeit verloren.
Das Reparieren mit Leitsilber ist nur praktikabel wenn der Heizdraht ein einer Stelle mechanisch beschädigt wurde. Auch mit Abkleben bleibt die Reparatur sichtbar. Wirklich gut ist nur eine neue Scheibe, oder ein rechter Außenspiegel, dann stört die beschlagene Heckscheibe nicht mehr.
Gruß Jürgen
Re: Hoffnungslos
Hallo Carsten,
das Aufbringen der Heizdrähte geschieht meines Wissens ähnlich wie die Herstellung einer Platine: Auf die fertige Scheibe wird in einem Spezialverfahren (ich glaube "aufgebacken"?) eine Kupferschicht aufgebracht. Danach wird die Kupferschicht mit UV-Licht empfindlichen Lack beschichtet. Dann wird die Heizdrahtvorlage aufgelegt (dies ist ein Film wie man ihn bei den Druckereien verwendet) und mit UV Licht belichtet.Der belichtete Lack wird in einem Entwicklungsbad entfernt. Jetzt kommt die komplette Scheibe in ein Ätzbad und alle blanken Kupferflächen werden weggeätzt. Danach wird die Scheibe gereinigt, damit der Ätzvorgang auch wirklich zum Stillstand kommt und die Lackreste entfernt werden. Fertig.
Ach so, die Anschlußfahnen werden noch aufgelötet. Jetzt fertig.
Das was im Ätzbad in wenigen Minuten geschieht, geschieht an der Luft innerhalb von 20-30 Jahren genauso. Die feinen Kupferbahnen lösen sich in Luft (Kupferoxid) auf. Da hilft auch kein Leitsilber oder sonstiger Kram!!! Siehe mein Beitrag weiter oben.
Grüße Götz
das Aufbringen der Heizdrähte geschieht meines Wissens ähnlich wie die Herstellung einer Platine: Auf die fertige Scheibe wird in einem Spezialverfahren (ich glaube "aufgebacken"?) eine Kupferschicht aufgebracht. Danach wird die Kupferschicht mit UV-Licht empfindlichen Lack beschichtet. Dann wird die Heizdrahtvorlage aufgelegt (dies ist ein Film wie man ihn bei den Druckereien verwendet) und mit UV Licht belichtet.Der belichtete Lack wird in einem Entwicklungsbad entfernt. Jetzt kommt die komplette Scheibe in ein Ätzbad und alle blanken Kupferflächen werden weggeätzt. Danach wird die Scheibe gereinigt, damit der Ätzvorgang auch wirklich zum Stillstand kommt und die Lackreste entfernt werden. Fertig.
Ach so, die Anschlußfahnen werden noch aufgelötet. Jetzt fertig.
Das was im Ätzbad in wenigen Minuten geschieht, geschieht an der Luft innerhalb von 20-30 Jahren genauso. Die feinen Kupferbahnen lösen sich in Luft (Kupferoxid) auf. Da hilft auch kein Leitsilber oder sonstiger Kram!!! Siehe mein Beitrag weiter oben.
Grüße Götz