Bremsen-Abnutzung

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patric
Beiträge: 2112
Registriert: Fr 1. Mär 2002, 21:47

Bremsen-Abnutzung

Beitrag von patric »

Hallo,
woran erkennt man (bevor man es merkt!) eigentlich wann die Bremsen ihre Verschleißgrenze erreicht haben, und zwar sowohl hinten, als auch vorn?
Gruß
patric
Hans-Uwe Fischer

Re: Bremsen-Abnutzung

Beitrag von Hans-Uwe Fischer »

Hallo Patric,

auch hier hatten die DS-Konstrukteure wieder einmal eine geniale Idee. Sie bauten einfach einen elektrischen Draht in die vorderen Bremsklötze. Und zwar so, das bei Abnutzung des Bremsklotzes ab einer bestimmten Klotzdicke der Draht an der Bremsscheibe schleift. Damit wird der Stromkreis für die "Bremsklotzwarnleuchte" geschlossen und selbige leuchtet auf.
Schalte Zündung ein, ziehe den ( grauen ?) Stecker vom Bremsklotz ab und halte das Buchsenteil irgendwie gegen Masse. Eine zweite Person im Auto sieht dann die entsprechende Warnlampe aufleuchten. Am besten gleich beide Seiten prüfen.
Wenn diese Warnleuchte irgendwann mal aufleuchtet, kann man getrost noch seinen Urlaub zu Ende fahren.
Die hinteren Bremsbacken halten fast ewig. Zum wirklichen Prüfen sollten die Bremstrommeln abgenommen werden. Ich selber würde dann erst Handlungsbedarf sehen, wenn die dünnste Stelle des Bremsbelages < 1 mm ist.

Auf kurze Bremswege

Hans-Uwe Fischer
Hans-Uwe Fischer

Re: Bremsen-Abnutzung

Beitrag von Hans-Uwe Fischer »

Nachtrag:

Selbstverstänlich leuchtet die Warnleuchte bei abgenutzten Bremsklötzen nur während des Bremsens auf.

Hans-Uwe Fischer
patric
Beiträge: 2112
Registriert: Fr 1. Mär 2002, 21:47

Re: Bremsen-Abnutzung

Beitrag von patric »

Hallo Hans-Uwe,
erstmal danke für die kompetenten Antworten, nicht nur diese Frage betreffend. Das mit der Warnleuchte für die vorderen Bremsbeläge war mir bekannt, aber wenn ich dich richtig verstehe, gibt es sowas für hinten nicht, da muß man also abbauen und nachsehen, richtig?

Wie sieht es denn mit der Bremsscheiben aus, ab wann sind die hin? Spielt die "Krämpe", die am äußeren Rand stehen bleibt eine ausschlaggebende Rolle? Gibt es eine Minimal-Stärke der Scheibe?
Gruß
patric
Hans-Uwe Fischer

Re: Bremsen-Abnutzung

Beitrag von Hans-Uwe Fischer »

Hallo Patric,

für die hinteren Bremsen gibt es kein "Frühwarnsystem". Ist bei der Lebensdauer wohl auch nicht nötig. Wie schon richtig erkannt: Zum Prüfen Bremstrommeln ´runter.
Die Frage nach der Minimum-Stärke der Bremsscheiben ist nicht so einfach zu beantworten. Ich habe Bremsscheibenkrempen von bis zu ca. 3 mm gesehen. Das bedeutet bei einer Scheibendicke von neu = 12,0 mm eine Abnutzung von ca. 50%. Vermutlich ist zuerst eine stark "verrillte" Oberfläche der Grund einer Erneuerung. Ist die scheibe noch dick genug (ca. 8 mm?), kann man evtl. auch nachschleifen (evtl. im eingebautem Zustand. Habe davon gehört). Da die DS-Scheiben aus Vollmaterial bestehen und einen Extra-Kühlkanal/Luftzuführung besitzen, ist hier wohl auch bei dünneren Scheiben nicht so schnell mit glühenden Scheiben zu rechnen. (Folge: Risse, Fading, Schlag usw.)
Weil die DS-Bremsen seinerzeit überdimensioniert waren, war es überhaupt möglich, die berühmten "Zeitungs-Schnellaster" zu bauen. DS mit 3 Achsen bzw. 6 Rädern.
Nach dem Wechseln oder Schleifen der Scheiben unbedingt auch die Fussfeststellbremse überprüfen und ggf. Plaketten erneuern. Sonst ist nix mit Notbremsung.

Kurze Bremswege wünscht

Hans-Uwe Fischer
Christoph Muthers

Re: Bremsen-Abnutzung

Beitrag von Christoph Muthers »

Hi Patric,



ich weiß auch mal was: Es gibt zwar kein echtes Warnsystem für den Austausch der hinteren Bremsklötze, aber man kann hören wann sie nachgestellt werden müssen: Wenn Du im Stand bei offener Tür die Bremse trittst hörst Du beim Lösen ein Knackendes Geräusch, falls die Beläge zu weit von der Bremstrommel entfernt stehen.
Das kommt daher, daß am Bremsbelagträger ein Stift befestigt ist, auf dem eine Feder sitzt, die seitlich gegen den Belag drückt. Wenn der Belag nur wenig bewegt wird (weil er nur wenig verschliessen ist) kompensiert die Feder diese Bewegung. Wenn der Belag sich weit bewegt (nachstellen!) dann rutscht die Feder auf der Oberfläche des Belagrückens, was ein knackendes Geräusch verursacht.
Ich habe keinen vernünftigen Grund für diese Konstruktion finden können, als der daß es ein akustischer Verschleißindikator sei.


Aber ich lasse mich gerne eines besseren belehren.

Christoph
patric
Beiträge: 2112
Registriert: Fr 1. Mär 2002, 21:47

Re: Bremsen-Abnutzung

Beitrag von patric »

Hallo,
d.h. es gibt keine offiziellen Grenzwert? Waren die Dinger für das komplette Autoleben konzipiert?
Gruß
patric
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