[sub]oder hast du noch nie "FAQ" geschrieen beim schrauben?
Leitungen gefertigt
Re: Leitungen gefertigt
...in jeder werkstatt!
[sub]oder hast du noch nie "FAQ" geschrieen beim schrauben?
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[sub]oder hast du noch nie "FAQ" geschrieen beim schrauben?
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Re: Leitungen gefertigt
Gratuliere, wirklich sehr sauber gelötet! Bei KuNiFer in Stahl (speziell den größeren Anschlussplatten) braucht man ordentlich Geschick, mir ist dabei schon öfters eine Leitung weggeschmolzen.
Das Bördelgerät mit den Keilen finde ich nicht so elegant. Wenn man 6,35er in Stahl oder Edelstahl bördelt kann die Leitung nachrutschen. Ich habe mir daher vor gut 10 Jahren das Bördelgerät von Plaiades gekauft. Gibt’s leider nicht mehr, basierte auf einem 270er Sykes-Pickavant. Ich bördle damit von 3,5 bis 6,35, SAE, etc. in KuNiFer, Stahl und seit einem Jahr leidenschaftlich auch in Edelstahl.
Vorsicht mit den Bördelgeräten und speziell beim Auflöten von Verdickungen. Der Abstand des ersten Ansatzes bis zur Schraube ist sehr wichtig und bei verschiedenen Geräten unterschiedlich! In diesem Fall muss (!) die Länge der Leitungsdichtung angepasst werden, besonders bei Stahl- und Edelstahlleitungen in Verbindung mit Alu-Komponenten. Ist der Abstand zu groß presst sich der Ansatz unschön ins Alu…
Ich verwende daher je nach Bedarf Original- oder selten Nachbaudichtungen, meist schneide ich mir die Dichtungen von der Meterware in Viton zurecht.
Off-Topic: Ich möchte nun aufrüsten um die Hydractivleitung am XM zu bördeln, kann das hier jemand und hat Erfahrung?
L.G.
Dietmar
Das Bördelgerät mit den Keilen finde ich nicht so elegant. Wenn man 6,35er in Stahl oder Edelstahl bördelt kann die Leitung nachrutschen. Ich habe mir daher vor gut 10 Jahren das Bördelgerät von Plaiades gekauft. Gibt’s leider nicht mehr, basierte auf einem 270er Sykes-Pickavant. Ich bördle damit von 3,5 bis 6,35, SAE, etc. in KuNiFer, Stahl und seit einem Jahr leidenschaftlich auch in Edelstahl.
Vorsicht mit den Bördelgeräten und speziell beim Auflöten von Verdickungen. Der Abstand des ersten Ansatzes bis zur Schraube ist sehr wichtig und bei verschiedenen Geräten unterschiedlich! In diesem Fall muss (!) die Länge der Leitungsdichtung angepasst werden, besonders bei Stahl- und Edelstahlleitungen in Verbindung mit Alu-Komponenten. Ist der Abstand zu groß presst sich der Ansatz unschön ins Alu…
Ich verwende daher je nach Bedarf Original- oder selten Nachbaudichtungen, meist schneide ich mir die Dichtungen von der Meterware in Viton zurecht.
Off-Topic: Ich möchte nun aufrüsten um die Hydractivleitung am XM zu bördeln, kann das hier jemand und hat Erfahrung?
L.G.
Dietmar
- Thomas Held Verified
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- Registriert: Do 22. Jul 2004, 12:11
Re: Leitungen gefertigt
Hallo,
ich habe meine Kuni-Leitungen einfach weich in die Stahlstuecke geloetet, siehe z.B. dieses Anschlussstueck zur Messung der Druckueberschneidung der Lenkung (gefertigt aus einem alten Anschlusstueck eines Fliehkraftreglers):

Mir war nicht bewusst, dass das ein so schwieriges Unterfangen sein kann.
Allerdings bin ich beim Bau von Messleitungen auch deutlich sorgloser, als bei Teilen, die spaeter im Auto Dauereinsatz haben...
Gruss,
Tom
ich habe meine Kuni-Leitungen einfach weich in die Stahlstuecke geloetet, siehe z.B. dieses Anschlussstueck zur Messung der Druckueberschneidung der Lenkung (gefertigt aus einem alten Anschlusstueck eines Fliehkraftreglers):

Mir war nicht bewusst, dass das ein so schwieriges Unterfangen sein kann.
Allerdings bin ich beim Bau von Messleitungen auch deutlich sorgloser, als bei Teilen, die spaeter im Auto Dauereinsatz haben...
Gruss,
Tom
Gruß
Tom
Tom
Re: Leitungen gefertigt
Hallo,
Flussmittel habe ich weiter oben ja bereits genannt, beim Lot habe ich ein Silberlot verwendet dass einen nicht allzu hohen Schmelzpunkt hat. Man muss beim Löten aufpassen dass die Hitze hauptsächlich in die Muffe gegeben wird, dabei immer mit der Flamme wedeln. Das o.g. Flussmittel wird bei erreichen der notwendigen Hitze wie Wasser, kurz danach kann das Lot beigegeben werden. Das Lot niemals direkt in die Flamme, die Hitze wäre zu groß, es würde sich sofort eine Kugel bilden aufgrund der Oberflächenspannung. Flussmittel kann bevor die Teile gesteckt werden bereits aufgetragen werden, danach nochmals schön um die Lötstelle. Nach dem Löten 30 Min. in heisses Wasser, dann kann man die Flussmittelreste abbürsten (beim vorsichtigen Abschrecken nach Lötvorgang sprengen meist auch schon Flussmittelrückstände ab). Ich verwende einen Autogenbrenner mit Sauerstoff und Propan, ein Baumarktkartuschenbrenner wird die Hitze schwerlich bringen. Und die Muffe beim Löten nicht in den Schraubstock, es wird sonst viel zu viel Hitze abfliessen.
@Robert, ich habe das "Auslöten" versucht, ging nicht! Es war aber eindeutig der dünne Ring vom Hartlöten sichtbar (nach absägen und ebenfeilen). Vermutlich sind die Teile recht passgenau und sitzen einfach zu stramm um Sie zu demontieren (aufbohren ist ja aber kein Problem).
Gruß
Stefan
Flussmittel habe ich weiter oben ja bereits genannt, beim Lot habe ich ein Silberlot verwendet dass einen nicht allzu hohen Schmelzpunkt hat. Man muss beim Löten aufpassen dass die Hitze hauptsächlich in die Muffe gegeben wird, dabei immer mit der Flamme wedeln. Das o.g. Flussmittel wird bei erreichen der notwendigen Hitze wie Wasser, kurz danach kann das Lot beigegeben werden. Das Lot niemals direkt in die Flamme, die Hitze wäre zu groß, es würde sich sofort eine Kugel bilden aufgrund der Oberflächenspannung. Flussmittel kann bevor die Teile gesteckt werden bereits aufgetragen werden, danach nochmals schön um die Lötstelle. Nach dem Löten 30 Min. in heisses Wasser, dann kann man die Flussmittelreste abbürsten (beim vorsichtigen Abschrecken nach Lötvorgang sprengen meist auch schon Flussmittelrückstände ab). Ich verwende einen Autogenbrenner mit Sauerstoff und Propan, ein Baumarktkartuschenbrenner wird die Hitze schwerlich bringen. Und die Muffe beim Löten nicht in den Schraubstock, es wird sonst viel zu viel Hitze abfliessen.
@Robert, ich habe das "Auslöten" versucht, ging nicht! Es war aber eindeutig der dünne Ring vom Hartlöten sichtbar (nach absägen und ebenfeilen). Vermutlich sind die Teile recht passgenau und sitzen einfach zu stramm um Sie zu demontieren (aufbohren ist ja aber kein Problem).
Gruß
Stefan
Re: Leitungen gefertigt
Kennt jemand Bildmaterial bezüglich Löten von Leitungen bei Citroën?
Im Film „Humain, Trop Humain“ sieht man zumindest wie Leitungen gebogen wurden, das Bördeln war beinahe „Kinderarbeit“ (zu sehen ca. ab Minute 30).
Im Film „Humain, Trop Humain“ sieht man zumindest wie Leitungen gebogen wurden, das Bördeln war beinahe „Kinderarbeit“ (zu sehen ca. ab Minute 30).
Re: Leitungen gefertigt
Hallo Thomas,
habe meine Messleitungen (bei den Messinganschlüssen des Manometers) auch weichgelötet, bei einer Leitung mit ca. 3mm Innendurchmesser kommt mit 175 mal 10hoch5 durch 10hoch6 mal 7 keine nennenswerte Kraft zusammen. Bei einer geringen Überlappung von 2-3mm kann eine Öl-dichte Lötstelle IMHO gar nicht so schlecht sein sodass die Verbindung nicht ausreichend hält.
L.G.
Dietmar
habe meine Messleitungen (bei den Messinganschlüssen des Manometers) auch weichgelötet, bei einer Leitung mit ca. 3mm Innendurchmesser kommt mit 175 mal 10hoch5 durch 10hoch6 mal 7 keine nennenswerte Kraft zusammen. Bei einer geringen Überlappung von 2-3mm kann eine Öl-dichte Lötstelle IMHO gar nicht so schlecht sein sodass die Verbindung nicht ausreichend hält.
L.G.
Dietmar