Motorschaden mit unbekannter Ursache
Re: Motorschaden mit unbekannter Ursache
Hallo Sebastian,
an den alten Sprit als Ursache glaube ich auch.
Das gleiche Problem hatte ich auch mal mit meinem Benzinrasenmächer. Als mir da der Sprit ausging, habe ich uralten stinkenden Benzinbodensatz aus einem Schlachtauto eingefüllt, nach einiger Laufzeit blieb der Rasenmäher mit offen stehendem Einlassventil stehen.
an den alten Sprit als Ursache glaube ich auch.
Das gleiche Problem hatte ich auch mal mit meinem Benzinrasenmächer. Als mir da der Sprit ausging, habe ich uralten stinkenden Benzinbodensatz aus einem Schlachtauto eingefüllt, nach einiger Laufzeit blieb der Rasenmäher mit offen stehendem Einlassventil stehen.
Gruß Jürgen
- Thomas Held Verified
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DS20_break Verified
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Re: Motorschaden mit unbekannter Ursache
also dass bei so einem uralten Sprit die Octanzahl nicht mehr stimmt ist mir klar. Das verursacht klopfen/klingeln, je nach Drehzahl. Aber ich dachte immer, das zerstört den Kolben, nicht das Einlassventil?
"Mach Dir keine Gedanken, wenn sie nicht auf Realität beruhen!"
erdgebundene Grüße,
Hardy
erdgebundene Grüße,
Hardy
Re: Motorschaden mit unbekannter Ursache
wahrscheinlich haben sich irgendwelche Ablagerungen (Blei?) auf dem Ventilschaft gebildet, er ist dann nach einiger Zeit so dick, dass er in der Ventilführung steckenbleibt.
Gruß Jürgen
-
sebastianklaus
- Beiträge: 1288
- Registriert: Sa 28. Okt 2006, 09:41
Re: Motorschaden mit unbekannter Ursache
liebe Forumsteilnehmer,
herzlichen Dank für Eure Rückmeldungen-
Ich sehe, Ihr steht vor dem Phänomen genau so ratlos wie ich.
Stößeltassen haben sich sicher nicht verklemmt, der Motor war zerlegt und die Jungs haben mit absoluter Sicherheit keine vermackelte Stößeltasse eingebaut. Bleiablagerungen am Einlassventil nach 20 km kann ich mir nicht vorstellen.
Ich denke, wir müssen zusammen fassen: offenbar liegt das Fressen der Einlassventile wirklich am Uralt-Sprit, aber eine sinnvolle, nachvollziehbare Erklärung, warum nach wenigen Kilometern das Einlassventil sich schlagartig so fest frisst, dass sogar die Stößelstange kollabiert (und das Ereignis ist reproduzierbar !), habt Ihr auch nicht.
Vielleicht kommt ja noch jemand mit einer guten Erklärung.
Einstweilen erst mal ganz herzlichen Dank für Eure (wie immer) sehr konstruktiven Beiträge.
Viele Grüße
Sebastian
herzlichen Dank für Eure Rückmeldungen-
Ich sehe, Ihr steht vor dem Phänomen genau so ratlos wie ich.
Stößeltassen haben sich sicher nicht verklemmt, der Motor war zerlegt und die Jungs haben mit absoluter Sicherheit keine vermackelte Stößeltasse eingebaut. Bleiablagerungen am Einlassventil nach 20 km kann ich mir nicht vorstellen.
Ich denke, wir müssen zusammen fassen: offenbar liegt das Fressen der Einlassventile wirklich am Uralt-Sprit, aber eine sinnvolle, nachvollziehbare Erklärung, warum nach wenigen Kilometern das Einlassventil sich schlagartig so fest frisst, dass sogar die Stößelstange kollabiert (und das Ereignis ist reproduzierbar !), habt Ihr auch nicht.
Vielleicht kommt ja noch jemand mit einer guten Erklärung.
Einstweilen erst mal ganz herzlichen Dank für Eure (wie immer) sehr konstruktiven Beiträge.
Viele Grüße
Sebastian
Re: Motorschaden mit unbekannter Ursache
sebastianklaus schrieb:
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> was ich mir aber nicht erklären könnte ?
Wie solltest du auch.
Uraltes benzin hat die fähigkeit zum verkleben der ventilschäfte während des
betriebes. Mir ist ein motor bekannt bei dem es wegen überaltertem benzin eine ventilführung herausgerissen hat. Diese, respektiv der rest davon sass dann
happig fest auf dem ventilschaft.
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> was ich mir aber nicht erklären könnte ?
Wie solltest du auch.
Uraltes benzin hat die fähigkeit zum verkleben der ventilschäfte während des
betriebes. Mir ist ein motor bekannt bei dem es wegen überaltertem benzin eine ventilführung herausgerissen hat. Diese, respektiv der rest davon sass dann
happig fest auf dem ventilschaft.
Re: Motorschaden mit unbekannter Ursache
Und was ist das in dem alten Benzin, was zu den Verklebungen führt?
Hilft mischen mit frischem Sprit?
Was heißt uralt???
Kann es nicht auch altes verbranntes Öl sein, was in den Schäften ja auch vorhanden ist?
Fragen über Fragen...
Hab bisher immer den Wintersprit aus den Mopeds Madame verabreicht.
Den werd ich wohl zukünftig nur noch in der Emme fahren.
Mit sonnigen Grüßen
Hilft mischen mit frischem Sprit?
Was heißt uralt???
Kann es nicht auch altes verbranntes Öl sein, was in den Schäften ja auch vorhanden ist?
Fragen über Fragen...
Hab bisher immer den Wintersprit aus den Mopeds Madame verabreicht.
Den werd ich wohl zukünftig nur noch in der Emme fahren.
Mit sonnigen Grüßen
MsG
Hans

Hans
Re: Motorschaden mit unbekannter Ursache
der von mir erwähnte Problemsprit war über 20 Jahre alt.
In einem anderen Fall hatte ich in einer DS mit ~3 Jahre altem Sprit eine schlechte Gasannahme, da gabes aber kein Ventilstecken. Mit 15l frischem Sprit dazu lief sie wieder gut.
Deinen 0,5-jährigen Sprit kannst sicher problemlos nutzen.
In einem anderen Fall hatte ich in einer DS mit ~3 Jahre altem Sprit eine schlechte Gasannahme, da gabes aber kein Ventilstecken. Mit 15l frischem Sprit dazu lief sie wieder gut.
Deinen 0,5-jährigen Sprit kannst sicher problemlos nutzen.
Gruß Jürgen
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M. Ferchaud
- Beiträge: 2152
- Registriert: Mi 13. Jan 2010, 21:45
Re: Motorschaden mit unbekannter Ursache
Hallo,
ich springe mal auf das Thema auf: mir ist bei meiner 1958er DS, die 25 Jahre lang stand, das gleiche Phänomen untergekommen, und zwar an drei Einlassventilen.
Vorgeschichte: Kopf heruntergenommen und komplett zerlegt, alles gereinigt, Ventile eingeschliffen, neue "Schaftdichtungen" (die Gummiringe) eingesetzt, alles geölt und wieder zusammengebaut.
Im Tank waren noch 5 Liter 25 Jahre alter Sprit gewesen, die ich komplett abgelassen habe. Dabei kamen auch Rostbrösel zutage. Habe dann durch den Einfüllstutzen 5 Liter Sprit eingefüllt und unten direkt rauslaufen lassen, den Tankboden sozusagen "gespült". Danach habe ich 20 Liter frisches Super eingefüllt.
Der Motor ist nach Kopfüberholung und Ölwechsel in Summe da. 60 min. gelaufen, weitgehend im Stand. Vor zwei Tagen habe ich den Wagen das letzte Mal laufen lassen und wollte ihn heute nochmal starten. Dabei habe ich währen des Anlassens metallisches Klackern im Motortakt vernommen. Habe den Motor gar nicht erst anlaufen lassen, sondern gleich das Ventilspiel kontrolliert: drei Einlassventile (1, 2, und 4) bleiben nach Betätigung durch den Kipphebel unten und kommen danach im Zeitlupentempo wieder hoch. Danach stimmt eingestellte Spiel.
Die Zündkerzen sind übrigens Verrußt, was auf den Standbetrieb zurückzuführen ist, und die Vergasereinstellung stimmt sicher auch nicht. Das Kerzenbild ist auf allen Kerzen gleich, es finden sich keine groben Ablagerungen oder ähnliches: Öl- und Wasserstand sind normal.
Werde jetzt den Kopf runternehmen und mir das Ausmaß des Schadens mal besehen. Vermutlich waren hier ebenfalls Ablagerungen die Ursache, aber wo kommen die her?
Grüße
M.
ich springe mal auf das Thema auf: mir ist bei meiner 1958er DS, die 25 Jahre lang stand, das gleiche Phänomen untergekommen, und zwar an drei Einlassventilen.
Vorgeschichte: Kopf heruntergenommen und komplett zerlegt, alles gereinigt, Ventile eingeschliffen, neue "Schaftdichtungen" (die Gummiringe) eingesetzt, alles geölt und wieder zusammengebaut.
Im Tank waren noch 5 Liter 25 Jahre alter Sprit gewesen, die ich komplett abgelassen habe. Dabei kamen auch Rostbrösel zutage. Habe dann durch den Einfüllstutzen 5 Liter Sprit eingefüllt und unten direkt rauslaufen lassen, den Tankboden sozusagen "gespült". Danach habe ich 20 Liter frisches Super eingefüllt.
Der Motor ist nach Kopfüberholung und Ölwechsel in Summe da. 60 min. gelaufen, weitgehend im Stand. Vor zwei Tagen habe ich den Wagen das letzte Mal laufen lassen und wollte ihn heute nochmal starten. Dabei habe ich währen des Anlassens metallisches Klackern im Motortakt vernommen. Habe den Motor gar nicht erst anlaufen lassen, sondern gleich das Ventilspiel kontrolliert: drei Einlassventile (1, 2, und 4) bleiben nach Betätigung durch den Kipphebel unten und kommen danach im Zeitlupentempo wieder hoch. Danach stimmt eingestellte Spiel.
Die Zündkerzen sind übrigens Verrußt, was auf den Standbetrieb zurückzuführen ist, und die Vergasereinstellung stimmt sicher auch nicht. Das Kerzenbild ist auf allen Kerzen gleich, es finden sich keine groben Ablagerungen oder ähnliches: Öl- und Wasserstand sind normal.
Werde jetzt den Kopf runternehmen und mir das Ausmaß des Schadens mal besehen. Vermutlich waren hier ebenfalls Ablagerungen die Ursache, aber wo kommen die her?
Grüße
M.
Re: Motorschaden mit unbekannter Ursache
Hi,
aber du weißt ja noch gar nicht was dein Motor hat, außer Geräuschen.
Und da jetzt über Ablagerungen zu räsonieren, ist doch Hornberger Schießen, oder?
So leid es mir ja tut, wenn du da jetzt einen Schaden hättest.
Schon mal den "Fall tomsail" in Betracht gezogen?
Andreas
aber du weißt ja noch gar nicht was dein Motor hat, außer Geräuschen.
Und da jetzt über Ablagerungen zu räsonieren, ist doch Hornberger Schießen, oder?
So leid es mir ja tut, wenn du da jetzt einen Schaden hättest.
Schon mal den "Fall tomsail" in Betracht gezogen?
Andreas