Amperemeter

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Langhuber Verified
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Re: Amperemeter

Beitrag von Langhuber Verified »

Hallo Michael,

das sind ja ganz neue Ideen! Bei mir ist die Farbscheibe der Warnlampe sowieso recht ausgeblichen. Da könnte man ein Amperemeter natürlich durch eine zweifarbige LED-Balkenanzeige ersetzen: Grüner Balken von links nach rechts lädt, roter Balken von rechts nach links: Madame fährt auf Batterie. Wenn man sehr kleine LEDs nimmt, hätten die wahrscheinlich parallel zur originalen Warnlampe Platz, so dass man an der originalen Schaltung nichts ändern muss.
Ich komme grade schlecht an meine Gnädigste ran und konnte gestern nur das Foto in der Bedienungsanleitung anschauen. Dabei kamen mir folgende Gedanken: Eventuell ist das Citroën-Emblem an der Stelle des Amperemeters reingeklebt, so dass man es vorsichtig entfernen kann, und in der Öffnung etwas diskretes unterbringen kann, also z. B. die LED-Balkenanzeige.
Und dann zu Roberts Betrachtungen zu den Gedanken des Flaminio Bertoni:
Ich habe ja ein Brett der zweiten Generation. Bei dem fällt auf, dass es nichts kreisrundes gibt: Alles ist länglich, rechteckmässig, wenn auch mit abgerundeten Ecken und gebogenen Kanten. Auch die Zeituhr hat ein eckiges Gehäuse. Bei mir sitzt die ja in der Instrumententafel. Mein tolles Continental-Edison-Radio sitzt mit Bügelfalte in der Skala vor der Kniescheibe der Beifahrerin. Da will ich natürlich nichts dran ändern.
Fazit: Rundinstrumente kommen mir nicht ins Haus. Entweder die jetzt neu aufgekommene Idee mit der LED-Anzeige, oder meine LCD-Linearanzeige, die ich vielleicht in der Form einer Fledermausgaube oben auf dem Armaturenbrett plazieren werde.


Klemens
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uvlight
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Re: Amperemeter

Beitrag von uvlight »

Bisher war mir das zu elektrisch, aber nun habe ich den Eindruck, Hauptthema ist, möglichst nichts zu sehen. Und da kann ich meinen Senf dazu geben.
Ich habe bei diversen Motorradumbauten die Kontrolllämpchen irgenwo versteckt und dann Lichtleitfasern, D 1mm !!, in den Sichtbereich verlegt. So ein Löchlein kann man gut verstecken, das bündig angebrachte (von hinten verklebte) Faserende wird nur bei Funktion sichtbar.
So was gibt es doch auch bei der späten Zündschloßbeleuchtung.

Uli
Langhuber Verified
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Re: Amperemeter

Beitrag von Langhuber Verified »

Hallo Uli,
1mm kriegt man heute auch mit SMD-LEDs hin.
Ich habe gestern abend noch einen Besuch bei Madame in ihrem Winterquartier gemacht und mir im Licht dieser Diskussion das Brett angeschaut.
Jetzt habe ich die ultimative Lösung: Dort wo früher rechts das Amperemeter sass und jetzt das Citroën-Emblem, ist genug Platz für ein dreireihiges pseudoanaloges LED Display. Eine Reihe für die Wassertemperatur, eine für die Spannung, eine für den Strom. Das Ganze kommt ohne bohren und sägen hinter das Glas und vor das Citroën-Emblem, lässt sich also rückstandslos auch wieder entfernen. Die Zuführungen zu den LEDs sind unempfindlich genug, dass man die zugehörige Elektronik an zugänglicher Stelle, z. B. hinter dem Aschenbecher unterbringen kann.

Klemens


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(DS 19M, Ez 7/1963 in Stuttgart)
Medi
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Re: Amperemeter

Beitrag von Medi »

Hallo Klemens et al.

< @medi: Da besteht schon ein Unterschied …

(In Österreich zurzeit DER running gag:) Noucheinmol ;-)

Wird der Akku geladen, also fließt Strom in den Akku, liegt die Spannung über 6 Komma irgendwas (temperaturabhängig), fließt Strom AUS dem Akku liegt die Spannung darunter. Dies kann man mit einem kostengünstigen Voltmeter ohne shunts und Verluste einfach messen und darstellen. Deshalb sind die allermeisten sog. ‚KFZ-Amperemeter‘ in realita einfache Voltmeter.
(Im Augenblick fällt mir gar kein A.Mobil mit serienmäßigem Amperemeter (!) ein…)

Einen Vorteil der realen Strommessung kann ich nicht erkennen, ich finde sogar beide Verfahren prinzipiell etwas fragwürdig. Geht man vom Pedal wird es draußen finsterer, und wer dieses Schauspiel versäumt hat kann den Effekt ‚noucheinmol‘ leicht zeitversetzt am Zeigerausschlag ‚genießen‘.
Um den Zustand des Akkus zu ‚überwachen‘ brauche ich die Fläche, also das Integral über den zeitlichen Verlauf, und dürfte das Fahrzeug erst abstellen wenn der Wert inklusive des letzten Startvorganges größer gleich Null ist. Solch mathematische Überlegungen des Fahrers sollten IMHO aber noch vor dem Telefonieren am Steuer verboten werden :-)
Eine recht gute Kontrolle hat man IMHO mit dem Gaspedal. Steht man drauf wird geladen, geht man runter wird entladen ;-)

Im A-Modell (z.B. der Acadiane) nervt mich das Instrument mehr als es nutzt und wird irgendwann mal einem Ölthermometer Platz machen.

Alternative für Bastler: Ein LM3914 im Dot-Betrieb, ein paar rechteckige LEDs oder ein Bar-Graph-Block in 3R4G3R kosten rund 5 Euro. Alternativ ein Bausatz mit runden Standard-LEDs z.B. von Conrad (die 12V-Version lässt sich durch Wahl der Widerstände einfach auf 6V umrüsten). Die Auflösung lässt sich durch Kaskadierung erhöhen, beim Downsizing landet man nach rot-gelb-grün irgendwann bei der Ladekontroll-Leuchte ;-)

L.G.
Dietmar

PS.: Hat schon mal jemand untersucht ob es Reserven gäbe um die Riemenscheibe etwas zu modifizieren (verkleinern). In Gesprächen wird immer wieder beteuert den Motor ohnehin nicht mehr voll auszudrehen. Ev. belastet das dann den elegant niedertourigen Leerlauf zu stark?
Langhuber Verified
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Re: Amperemeter

Beitrag von Langhuber Verified »

Hallo Dietmar,

sorry, ich bin "Elektriker" und für solche Leute besteht ein Riesenunterschied zwischen Volt- und Amperemeter. ;-) Das ist so wie früher, als die "Normalautofahrer" uns Entenfahrer mit den Dyane- oder noch viel schlimmer, mit den R4-Fahrern in einen Topf geschmissen hatten!

Serienmässig mit Ampermeter ausgestattete Autos waren die alten Enten. Die mittelneue Ente eines Studienfreundes (ca 1973) hatte auch das Voltmeter. Es war so viel ich weiss, ein Hitzdrahtinstrument, dass äusserst träge anzeigte.

Ampermeter wurden wohl mit Einführung der Drehstromlichtmaschinen überflüssig, weil die wegen nicht vorhandenem Kollektor höher übersetzt werden können und somit schon im Leerlauf oder kurz darüber den gesamten Stromverbrauch der elektrischen Serienausstattung liefern können.

Bei meinen 16-PS-Enten (Bj. 1966 und 1970), die das Voltmeter noch nicht hatten, habe ich ein Amperemeter nachgerüstet. Da konnte man bei Fahrten im Winter oder in der Dunkelheit erkennen, dass eine ganze Weile nach dem Anlassen ein erhöhter Ladestrom floss, wenn man (vorschriftswidrig) mit Standlicht fuhr. War die Batterie wieder voll geladen, bin ich mit Abblendlicht gefahren.
Die ersten DSse haben zwar 12V-Anlagen, aber noch Gleichstrom-Lichtmaschinen. Was ich auch nicht zu ändern gedenke.

Auf die Idee mit den LED-Balken bin ich auch schon gekommen. Es sollte allerdings nicht gerade nach einem Conrad-Bausatz aussehen. Neben der Funktionalität kommt es bei DSsens auch auf die Optik an.


Grüsse aus dem verschneiten Schwaben
Klemens


(Meine steht auch warm und trocken (naja 2°, aber plus!)
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hy1600
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Re: Amperemeter

Beitrag von hy1600 »

Für meine 11CV würde ich mir ein OS/Android-App wünschen, welches relevante Motordaten sammelt und als zeitlichen Verlauf abbildet mit Warnfunktion bei Abweichungen. Mein 11CV hat serienmäßig weder Öldruck- noch Temperaturanzeige. Datengerät im Motorraum, bei DS auch Drücke, Übertragung per Bluetooth und Anzeige auf z.B. Iphone. Alles im Blick mit Aufzeichnung und kein Umbau im Armaturenbrett.
Datensammlung z.B. CC-Basic von Conrad würde ich wohl hinkriegen, aber X-Code keine Erfahrungen. Wenn sich da jemand auskennt?

Gruss Andreas
Langhuber Verified
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Re: Amperemeter

Beitrag von Langhuber Verified »

Andreas,

Du wirst lachen, ich habe mir auch schon überlegt, ein Amperemeter im Motorraum zu installieren und das mit einer Videokammera in den Salon zu übertragen. Das könnte man mit einer zweiten Kamera kombinieren, die die Umgebung der hinteren Stoßstange im Blick hat.
Na war nur so eine Idee.
Ich habe hier ein Prototypenboard von Texas Instruments (Stellaris) rumliegen, mit einem riesigen Farbdisplay, SMD-Karte, Sound-, Video, Ethernet-Anschluss und sonstigem Geraffel. Das hätte genügend analoge Eingänge um auch noch den letzten Schmiernippel an Deinem 11CV oder meiner DS19 zu überwachen, und das ganze auf einer Galerie fotorealistisch dargestellter Jaeger-Rundinstrumente auf dem Schirm darzustellen.
Aber bis man bei so etwas die Software soweit hat, dass man sich wirklich darauf verlassen kann...
Und was Deine iPod-Lösung angeht: Den musst Du auch bei Fahrtantritt irgendwo in Sicht- bzw Hörweite plazieren. Ich höre meine Handys oft nicht, wenn ich vergesse, sie aus Hosen- oder Manteltasche rauszuziehen, obwohl ich die Klingeltöne auf maximale Lautstärke eingestellt habe und ich mich noch nicht als schwerhörig bezeichnen würde. Ich vermute auch nicht, dass ein 11CV signifikant leiser als eine DS ist.
Und was Touchscreen und sonstige Winzknöpfchen bei moderner Elektronik angeht: Die sind nicht unbedingt sehr bedienerfreundlich. Ich habe zur "Entlastung" meines antiken Originalradios (nur LW und MW und Madame ist nicht sehr gut entstört), ein kleines DAB+-Radio gekauft, das hochkant in den Aschenbecher passt und über ein Kabel an den Verstärker des Radios angeschlossen wird. Die technische Funktionalität ist o. k., aber es ist praktisch ausgeschlossen als Fahrer während der Fahrt auch nur einen anderen Sender einzustellen. Man muss auf das Display schauen und sich mit Hilfe kleinster Knöpfe durch mehrstufige Menus hangeln.
Aus dem Grund bin ich mit meiner Anzeigerei fast bei dem Vorschlag gelandet, den Medi hier vor ein paar Tagen gemacht hat: 3 LED-Zeilen, die ich farbig gestalten kann, z .B. blau-gelb-rot für die Wassertemperatur, rot-gelb-grün symmetrisch für den Ladestrom sowie rot-gelb-grün unsymmetrisch für die Spannung. Die Lösung hat den Vorteil, dass alles mit Einschalten der Zündung betriebsbereit ist, und wie ich hoffe, in das Fensterchen rechts unten am Armaturenbrett passt.
Das andere Problem ist ja noch der Einbau der diversen Messwertgeber im Motorraum. Da sind Löcher zu bohren und Anzapfungen zu machen, ganz unabhängig davon, wie das nachher angezeigt wird. Ich jedenfalls hätte allergrösste Bedenken, irgendwo meinen Ölkreislauf anzubohren, um da einen Messwertgeber zu installieren.
Zu meinen Entenzeiten gab es glaube ich, mal irgendwelche Geber, die man anstelle der Ölablass-Schraube unten in die Ölwanne geschraubt hat. Können das Öldruckgeber gewesen sein oder waren das Temperaturgeber?
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(DS 19M, Ez 7/1963 in Stuttgart)
klaus_id19 Verified
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Re: Amperemeter

Beitrag von klaus_id19 Verified »

Klemens,

genau das Ding hatte ich an meinem 2CV anstelle der Ölablass-Schraube auch dran ( sehe es noch förmlich vor mir, messingfarben, unten dran war eine Lasche für einen Kabelschuh...) , gab es damals gemeinsam mit einem Thermometer und war definitiv ein Temperaturgeber.....

Gruesse

Klaus
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Thomas Held Verified
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Re: Amperemeter

Beitrag von Thomas Held Verified »

Langhuber schrieb:
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> Ich jedenfalls hätte allergrösste Bedenken,
> irgendwo meinen Ölkreislauf anzubohren, um da
> einen Messwertgeber zu installieren.

Immerhin! ;-)
Leute, das ist jetzt nicht boese gemeint, aber lasst doch die Autos in Ruhe und bastelt und programmiert an was anderem rum. Die Dinger haben jetzt 40 oder 50 Jahre ueberlebt ohne diese ganzen Kontollen und sind sicher frueher haerter rangenommen worden, als von den meisten Nutzern heute. Ich fahre eine DS im Alltag, bei der ein originales Thermometer nachgeruestet wurde, das wars. Mittlerweile halte ich auch das fuer verzichtbar. Ich habe zwar eine Drehstromlima, weiss aber durch testweises Messen der Bordspannung am Zigarettenanzuender, dass ich im Winter an der Ampel neben dem Abblendlicht lieber nicht auch noch Heckscheibenheizung, Scheibenwischer und Lueftung laufen lasse.

> Zu meinen Entenzeiten gab es glaube ich, mal
> irgendwelche Geber, die man anstelle der
> Ölablass-Schraube unten in die Ölwanne geschraubt
> hat. Können das Öldruckgeber gewesen sein oder
> waren das Temperaturgeber?

In der Oelwanne herrscht kein Oeldruck, das muessen also Temperaturgeber gewesen sein. Fuer beides gibt es wahrscheinlich auch beim Langhuber Stopfen der Oelkanaele, die man dafuer benutzen koennte...??
Gruss,

Tom



Gruß

Tom
hy1600
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Re: Amperemeter

Beitrag von hy1600 »

Der 11CV wird nicht sehr oft mit rotem Wechselkennzeichen bewegt und hatte kein Kühlwasserverbrauch und alles soweit in Ordnung, Dann leiht sich ein Bekannter den Wagen für eine Hochzeit aus und fährt 100 km, 40 km und 100 km zurück und ich sehe am nächsten Tag in den Kühler und es fehlte knapp ein Liter, also plötzlicher Schwund. Bei Überhitzung ist eine Kopfdichtung das wenigste. Thomas: daher die Überlegung, denn Landstrecke ist was anderes. Wann merkt den jemand eine Überhitzung früh genug, wenn er nicht ständig auf Alarmzeichen achtet, und angehalten wird dann doch später.

Wenn ich fahre, bin ich mit einem Ohr immer beim Auto, aber nicht jeder.
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