Zweitaktöl ins Benzin beimischen

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uvlight
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Re: Zweitaktöl ins Benzin beimischen

Beitrag von uvlight »

Ich möchte jetzt nicht alles widerholen, was hier über 2T-Öl geschrieben wurde. Aber wenn dieser Minimalanteil Öl im Sprit beim 2Taktmotor alles so nebenbei schmiert, (hat mich schon als Moppedfahrer gewundert !) was beim 4Takter eine Ölpumpe, Kanäle, passendes Lagerspiel, Filter usw. erfordert, kann es doch nur gut für die beteiligten Komponenten eines 4Taktmotors, einschließlich der Düsen (!), sein, wenn über den "2. Ölungsweg" etwas Gutes zugeführt wird. Und wenn ein Gasmotor hin und wieder zu "Entgiftungszwecken" mit geöltem Sprit betrieben wird, stelle ich mir das aus o. gen. Gründen auch positiv vor. Zumal Gas an sich ja auch nicht immer unproblematisch sein soll. (Verunreinigungen ?) Oder ist das mittlerweile überholt ?

Auch ich freue mich auf Herten mit vieleicht diesem Thema.
Uli
Charles Duchemin
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Re: Zweitaktöl ins Benzin beimischen

Beitrag von Charles Duchemin »

[quote=uvlight]
(Verunreinigungen ?) Oder ist das mittlerweile überholt ?
[/quote]

nein, das war auch nie so, gas verbrennt viel rückstandsfreier.

saubere grüße,
Ingo
uvlight
Beiträge: 1474
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Re: Zweitaktöl ins Benzin beimischen

Beitrag von uvlight »

...wenn das Gas sauber ist, ist das richtig. Aber es gab schon Qualitätsunterschiede beim Gas.

blitzsaubere Grüße
Uli
Charles Duchemin
Beiträge: 1092
Registriert: So 21. Jun 2009, 17:35

Re: Zweitaktöl ins Benzin beimischen

Beitrag von Charles Duchemin »

ja, das verursacht aber trotzdem keine Rückstände, weil es immer Proban-/Butangemisch ist.
der Qualitätsunterschied liegt am Butananteil, der manchmal angeblich zu hoch sein soll.
Dann hast Du aber nur schlechten Motorlauf und höheren Leistungsverlust, keine Dreckerei.

PS: da fangen in der lpg-Szene dann auch immer die wüstesten Spekulationen über die und jene Tankstelle an..
tomsail
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Registriert: Di 4. Sep 2007, 13:45

Re: Zweitaktöl ins Benzin beimischen

Beitrag von tomsail »

[quote=aquablader]
Letztendlich gibt es keine wissenschaftlichen Untersuchungen darüber, ob und was solche Zusätze bringen, aber Schäden sind auch keine bekannt geworden.
[/quote]
sicher gibt es solche untersuchungen! jeder motorenhersteller muss da ganze abteilungen aufstellen um sowas ständig zu untersuchen.

die ersten "zwangsbemühungen" in diese richtung kamen ende der 70er als die kats in USA plicht wurden. in den 90ern waren es die dieselkats und jetzt sinds die partikelfilter und NOx - kats bzw. die harnstoffeindüsung die wieder völlig andere einflüsse hervorbringt.

dass gas "sauber" verbrennt muss auch nicht sein.
das kommt ganz auf gas an :-)
wenn man einen gasmotor direkt an der quelle mit "quellgas" betreibt und damit die pumpe antreibt die das gas zur nächsten(ersten) verarbeitungsstation pumpt, dann machen verunreinigungen sehr große probleme!
http://catoilandgas.cat.com/cda/files/7 ... ochure.pdf


zur "schmierung" nochmal:
mit was für bewegten teilen, denen schmierung "gut" tun könnte, kommt denn bei einer alten vergaser DS der kraftstoff in berührung?
nur mal so als "denkansatz"

mit fallen spontan nur die drosselklappenlager und die einlassventilführungen ein.
diese sind von der werkstoffreibungspaarung auf "ölfrei" ausgelegt.

was also bitte sollte mit dem öl geschmiert werden?

dass die verbrennung MIT öl besser sein soll als mit reinem kraftstoff ist bei den beim brennverfahren unserer alten motoren schlichtweg falsch! da muss ich keinen verbrennungsentwickler fragen (ja, sowas gibts, leute die sich hauptberuflich mit dem verbrennungsablauf im motor beschäftigen. die sitzen hier im raum nebenan), das ist schlichtweg falsch!

diese diskussion hier ordne ich in die kategorie "spritsparmagnet" und "reifengas" ein.
und das gefällt den überzeugten "gläubigen" halt nicht und ich bekomm dresche.

das ist wie bei den medikamenten: auch mit mehltabletten werden leute gesund, genauso sparen die magnete an der kraftstoffleitung deutlich sprit und mit teurem N2 aus der flasche im reifen ist das auto auch merklich leiser.
--> lass den leuten ihren glauben wenn sie glücklich damit sind

dass ich den motrolauf meines motors nicht beurteilen kann ist korrekt, denn der liegt zerlegt in der garage.

p.s.: ich diskutiere nicht "überall" mit. bei haubengriffen, blinkernachfertigungen stofftexturen, lederaufbereitung und ausfahrten lerne auch ich immer gerne dazu
---
Charles Duchemin
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Re: Zweitaktöl ins Benzin beimischen

Beitrag von Charles Duchemin »

[quote=tomsail]

das ist wie bei den medikamenten: auch mit mehltabletten werden leute gesund.[/quote]

das kann man nur unterschreiben! da gibt es neben mehl noch andere wundermittel!
gebisse passen auch immer schlagartig besser, wenn sie mal beim techniker übernachtet haben.
tomsail
Beiträge: 2236
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Re: Zweitaktöl ins Benzin beimischen

Beitrag von tomsail »

[quote="Charles Duchemin"]
ja, das verursacht aber trotzdem keine Rückstände, weil es immer Proban-/Butangemisch ist.
der Qualitätsunterschied liegt am Butananteil, der manchmal angeblich zu hoch sein soll.
Dann hast Du aber nur schlechten Motorlauf und höheren Leistungsverlust, keine Dreckerei.

PS: da fangen in der lpg-Szene dann auch immer die wüstesten Spekulationen über die und jene Tankstelle an..[/quote]

ja, das ist durchaus berechtigt!
welche schwankungen in gasqualität und zusammensetzung es gibt ist unglaublich.
mobile gasmotoren sauber abzustimmen ist daher nicht einfach!
---
Charles Duchemin
Beiträge: 1092
Registriert: So 21. Jun 2009, 17:35

Re: Zweitaktöl ins Benzin beimischen

Beitrag von Charles Duchemin »

[quote=tomsail]
[quote="Charles Duchemin"]
ja, das verursacht aber trotzdem keine Rückstände, weil es immer Proban-/Butangemisch ist.
der Qualitätsunterschied liegt am Butananteil, der manchmal angeblich zu hoch sein soll.
Dann hast Du aber nur schlechten Motorlauf und höheren Leistungsverlust, keine Dreckerei.

PS: da fangen in der lpg-Szene dann auch immer die wüstesten Spekulationen über die und jene Tankstelle an..[/quote]

ja, das ist durchaus berechtigt!
welche schwankungen in gasqualität und zusammensetzung es gibt ist unglaublich.
mobile gasmotoren sauber abzustimmen ist daher nicht einfach![/quote]

das könnte man sich bei benzin gar nicht vorstellen.
ich habe mal eine Ladung getankt, da hab ich gedacht, es wär vorbei mit dem Motor, gefühlter Leistungsverlust 50% (ist bei venturi ja eh schon 20% a priori). leergefahren, einmal drübergetankt, alles wieder vorbei.
tomsail
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Re: Zweitaktöl ins Benzin beimischen

Beitrag von tomsail »

doch, das ist bei benzin ganz ähnlich!

nur sind unsere alten vergasermotoren hier seeehr tolerant und ein moderner motor regelt das meist sauber aus!

da merkt manns einfach nicht...
---
Charles Duchemin
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Re: Zweitaktöl ins Benzin beimischen

Beitrag von Charles Duchemin »

aus Wikipedia:

Bei der Zugabe von Obenöl zum Kraftstoff werden neben den Ventilen auch die Kolben, Zylinderlaufbahnen und Einspritzdüsen aller Viertakt-Motoren geschmiert, egal ob unten-, oben- oder wechselgesteuert. Das ist aber für korrekt eingestellte und mechanisch intakte Motoren in der Regel unnötig. Zwei weitere Anwendungsformen von Obenöl haben heute keine Bedeutung mehr:
So wurde Obenöl lange Zeit als angebliches "Wundermittel" eingesetzt, um verkokte Ventilteller frei zu brennen. Moderne Additive erfüllen diesen Zweck wesentlich effizienter. Sogar für Oldtimer gibt es spezialisierte Additive zur Reinigung der Ventile.
Selbst große Hersteller wie Opel verwendeten früher hochoffiziell eine Mischung aus 1/3 Obenöl + 1/3 Petroleum + 1/3 Diesel, um Motoren zu spülen. Damals galt Obenöl als unerreicht in seiner Schmierfähigkeit und wurde deshalb in diesen Mischungen anstelle normalen Motoröls verwendet. Die heute angebotenen, speziellen Motor-Innenreiniger machen solche angeblichen Zaubermischungen überflüssig.
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