Blitzen beim Langhuber

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Thomas Held Verified
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Re: Blitzen beim Langhuber

Beitrag von Thomas Held Verified »

[quote=Langhuber]
[quote=Sensenmann]
Das Loch wo der 6mm Bolzen reinkommt sieht man nicht. Das kann man nur ertasten. Es liegt unter der Lichtmaschine. Es ist nicht OT, sondern 10° vor OT des 1. Zyl.
[/quote]
Nur zur Sicherheit: der Bolzen wird von vorne nach hinten reingeschoben?
[/quote]

Der 'Bolzen' vielleicht...
Wenn du vom Fuehlstift sprichst, der wird von der Seite reingeschoben. Es gibt keine andere Moeglichkeit...
Gruss,

Tom
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Tom
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Thomas Held Verified
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Re: Blitzen beim Langhuber

Beitrag von Thomas Held Verified »

[quote=anieder]
Ich weiß nicht, was dein Gerät da mit Phasenverschiebung macht und ob es mit KW auf NW Zündwinkel umrechnen würde.
[/quote]

Ein Gehirn wird da nicht eingebaut sein. Bei der Phasendifferenz ist also die halbe KW-Differenz vorher selbststaendig auszurechnen und am Geraet einzustellen...
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Thomas Held Verified
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Re: Blitzen beim Langhuber

Beitrag von Thomas Held Verified »

[quote=Langhuber]
Was den Schließwinkel betrifft, da habe ich bei den Käfer-Oldtimer-Leuten gelesen, daß der gar nicht so heikel sei.
[/quote]

Bei den Kaefer-Leuten vielleicht. ;-)
Klemens, jetzt hatten wir schon Ente, bitte nicht auch noch Kaefer.

[quote=Langhuber]
Es käme nur drauf an, dass lang genug geschlossen ist, dass der Primärstrom durch die Zündspule die volle Höhe erreicht, ("bei Induktivitäten die Ströme sich verspäten" und "Beim Kondensator, da eilt der Strom der Spannung vor"), andererseits aber nicht zu lang geschlossen ist, um die ohm'schen Verlust in der Spule gering zu halten.
Eine Aussage, die mir als Elektriker durchaus einleuchtet.
[/quote]

Genau diesem Umstand traegt die Angabe im Werkstatthandbuch Rechnung, z.B. 57 +/- 2 Grad fuer Ducellier-Kurzhubverteiler...
Mit Postkarte oder Gauloises-Pappe als Abstandslehre wird das nichts (oder hoechstens zufaellig)!
Man kann waehrend des Einstellens am eigenen Auto auch schoen verifizieren, wie schlecht der Motor bei zu kleinem Schliesswinkel laeuft. Die andere Richtung geht, wie du ja schreibst auf Kosten der Spule(ntemperatur), das merkt man am Motorlauf nicht.
Gruss,

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anieder Verified
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Re: Blitzen beim Langhuber

Beitrag von anieder Verified »

Hi Klemens,

ich dachte ja nur wenn du eh schon Kerzen wechselst und alles machst könntest du die 4-5 € für den neuen Unterbrecher auch investieren. Manche sagen dass, sie den gerne eh auch alle 5tkm beim Ölwechseln etc. mitrausschmeißen.

Die bekommen ja über den unvermeindlichen Abbrand so ein schönes Berg/Krater Paar und alle Einstellungen werden verfälscht da dadurch der effektive Schließwinkel immer kleiner wird.

Definiere "nicht so heikel"....Sicher ist der statische Schließwinkel von früher eh ein arger Kompromiss wen man schaut was bei Leerlauf und bei Höchstdrehzahl optimal wäre.
Zu kurz bedeutet nun mal zu wenig Energie, zu lang zu viel Temperatur. Und die mechanischen Effekte kommen noch dazu.
Der Einfluss auf den Zündzeitpunkt ist nun mal auch gegeben und wenn du schon blitzt (was es damals noch gar nicht gab, ist also eh verboten ;-)) dann auch mit korrekt eingestelltem Schließwinkel.

Das war mein Gedankengang dazu.

Andreas
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Re: Blitzen beim Langhuber

Beitrag von Langhuber Verified »

Tom hat geschrieben: Der 'Bolzen' vielleicht...
Wenn du vom Fuehlstift sprichst, der wird von der Seite reingeschoben. Es gibt keine andere Moeglichkeit...
Irgendwann schraube ich die Lichtmaschine noch ab. Aber dann kann ich natürlich lange tasten...


"...bitte nicht auch noch Kaefer." Wenn hier schon Bosch-Zündkerzen und Zündspulen propagiert werden? Die E-Technik ist ja wohl die Gleiche.
Genau diesem Umstand traegt die Angabe im Werkstatthandbuch Rechnung, z.B. 57 +/- 2 Grad fuer Ducellier-Kurzhubverteiler...
Ich hatte ja nicht vor, die Schliesszeit aus Spaß an der Freude auf 30Grad zu reduzieren. Ich habe in meinem Handbuch für diverse Unterbrechertypen Schließzeiten von 55, 59 und 60 Grad gefunden, und habe mich gefragt, was für üble Dinge da wohl passieren, wenn man jeweils um +/- 3 Grad daneben liegt.

Ich glaube sogar, Du hast am Anfang der Diskussion mal geschrieben, dass Schliesswinkel einstellen genauer als Kontaktabstand einstellen ist. Und da ich nicht rauche, musste ich mir vor vielen Jahren schon einen Satz von Abstandsleeren kaufen. (Ich schreibe jetzt nicht für was für ein Fahrzeug.)

Klemens
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Thomas Held Verified
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Re: Blitzen beim Langhuber

Beitrag von Thomas Held Verified »

[quote=anieder]
ich dachte ja nur wenn du eh schon Kerzen wechselst und alles machst könntest du die 4-5 € für den neuen Unterbrecher auch investieren.
[/quote]

Die Dinger kosten das dreifache der 4-5 EUR.

[quote=anieder]
Manche sagen dass, sie den gerne eh auch alle 5tkm beim Ölwechseln etc. mitrausschmeißen.
[/quote]

Frueher habe ich das bei 10000 km gemacht. Nach Rat aus berufenem Munde bin ich mittlerweile bei 15000 km Wechselintervall ohne vorzeitige Ausfaelle. Schliesswinkelkontrolle natuerlich alle 5000 km...
Gruss,

Tom
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Re: Blitzen beim Langhuber

Beitrag von Langhuber Verified »

andreas hat geschrieben: ich dachte ja nur wenn du eh schon Kerzen wechselst und alles machst könntest du die 4-5 € für den neuen Unterbrecher auch investieren.
Ich habe ja schon geschrieben, dass ich einen Satz neuer Unterbrecher an Bord habe.
Die bekommen ja über den unvermeindlichen Abbrand so ein schönes Berg/Krater Paar ...

Definiere "nicht so heikel"....Sicher ist der statische Schließwinkel von früher eh ein arger Kompromiss
Man muss wohl diese Angaben im historischen Kontext sehen: Der berühmte französische Land-Kfz-Techniker hatte doch gar keine Möglichkeit, Schliesswinkel und dynamische Zündverstellung zu messen. Dem hat man gesagt: Stell die 0,4 mm ein, dann ergibt sich der Schliesswinkel hoffentlich.
Und dass man beim ver-Berg/Kratern-Unterbrecher diese 0,4 mm nicht vernünftig einstellen kann, ist auch klar. Wenn ich aber den Schliesswinkel einstelle, ist mir letztlich der Unterbrecherabstand egal.
Wobei ich natürlich weiss: Wenn schon die Edelmetalloberfläche des Unterbrechers weggebrutzelt ist, wird der Kontakt relativ rasch weiter erodieren, und natürlich damit sich der Zündzeitpunkt ebenfalls verschieben.
Die elektrische Qualität des Kontaktes würde ich heute natürlich mit einem Speicheroszilloskop beurteilen.

Definiere "nicht so heikel"..
wen man schaut was bei Leerlauf und bei Höchstdrehzahl optimal wäre.
Als ich studiert habe, sagte einst ein Dozent: Eine Schaltung muß so dimensioniert sein, dass sie noch mit Bauteiletoleranzen von 10% funktioniert.

Der Einfluss auf den Zündzeitpunkt ist nun mal auch gegeben und wenn du schon blitzt (was es damals noch gar nicht gab, ist also eh verboten ;-)) dann auch mit korrekt eingestelltem Schließwinkel.
Ich habe ja nicht vor, Madame auf 2-Takt-Betrieb umzustellen.

Aber: wenn ich schon verbotene Meßmethoden einsetze, genauso wie Du modernes Öl, dann kann ich doch folgendes machen: Alle 1000km blitze ich kurz auf meine bis dahin hoffentlich angebrachte Marke auf der Riemenscheibe. Wenn sich der Zündzeitpunkt wegen Kontaktabbrand merklich verstellt hat, stelle ich den auf die Kürze nach. Das geht, wenn ich es richtig verstanden habe, durch Verdrehen des Verteilergehäuses, ohne dass ich den Verteiler dazu öffnen muss. Und wenn, was ich auch von aussen messen kann, der Schliesswinkel sich durch Abbrand über ein bestimmtes Mass, z. B. 5° hinaus verändert hat, dann kann ich den zunächst auch noch justieren.
Und wenn ich dann noch ein portables Oszi hätte, könnte ich auch noch die elektrische Qualität des Unterbrecher messtechnisch erfassen.

Aber wenn ich es wirklich klassisch will, dann stelle ich halt die 0,4mm Abstand ein, und mit Fühlstift und Testlampe den Zündzeitpunkt.

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Re: Blitzen beim Langhuber

Beitrag von Langhuber Verified »

Tom hat geschrieben: Die Dinger kosten das dreifache der 4-5 EUR.
Ich habe beim Franzosen 7,50 gezahlt. Habe aber noch nicht probiert, ob es die richtigen sind. Ich brauche natürlich ganz spezielle.
Frueher habe ich das bei 10000 km gemacht. Nach Rat aus berufenem Munde bin ich mittlerweile bei 15000 km Wechselintervall ohne vorzeitige Ausfaelle.
Das ist ja recht ähnlich, wie das, was ich grade geschrieben habe. Wenn der Zündzeitpunkt mal markiert ist, ist die Kontrolle mit Stroboskop mit minimalen Zeitaufwand zu machen.
Und Verschleiss kann man in gewissen Grenzen durch Nachjustieren kompensieren.

Klemens
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Thomas Held Verified
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Re: Blitzen beim Langhuber

Beitrag von Thomas Held Verified »

[quote=Langhuber]
Alle 1000km blitze ich kurz auf meine bis dahin hoffentlich angebrachte Marke auf der Riemenscheibe. Wenn sich der Zündzeitpunkt wegen Kontaktabbrand merklich verstellt hat, stelle ich den auf die Kürze nach.
Das geht, wenn ich es richtig verstanden habe, durch Verdrehen des Verteilergehäuses, ohne dass ich den Verteiler dazu öffnen muss.
[/quote]

Der Einfluss des Schliesswinkels auf den Zuendzeitpunkt ist so gering, dass du den mit der Pistole erst siehst, wenn er voellig daneben liegt.

[quote=Langhuber]
Und wenn, was ich auch von aussen messen kann, der Schliesswinkel sich durch Abbrand über ein bestimmtes Mass, z. B. 5° hinaus verändert hat, dann kann ich den zunächst auch noch justieren.
[/quote]

Das solltest du auf jeden Fall vorher machen und nicht mit dem Stroboskop! Ein Schliesswinkelmessgeraet ist noch weit weniger aufwaendig anzuschliessen.
Nicht umsonst ist die Schliesswinkelkontrolle alle 5000, die Zuendzeitpunktkontrolle nur alle 10000 km vorgesehen.

[quote=Langhuber]
Aber wenn ich es wirklich klassisch will, dann stelle ich halt die 0,4mm Abstand ein, und mit Fühlstift und Testlampe den Zündzeitpunkt.
[/quote]

Das ist richtig.
Gruss,

Tom
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Tom
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Re: Blitzen beim Langhuber

Beitrag von anieder Verified »

Hey,

das wird mir jetzt zu kompliziert.

Eigentlich wollte ich nur kurz den Tipp geben auch an den Unterbrecher und den Schließwinkel zu denken.

Da das ein typisches Verschleißteil ist kann man den vorsichthalber etwas zu früh wechseln und hat dann ein paar euro Mehrkosten oder man wartet, hat Ersatz an Bord und bleibt halt liegen bevor man ihn wechselt......

Die Regel heißt wohl eher: Wenn Abbrand drauf dann wechseln und nix mehr einstellen.

In einigen Foren ist zu lesen, dass die Unterbrecher, die man heute noch bekommt nicht mehr die Standzeit von früher haben. Daher die ca. 5000 km.

Gruß

Andreas
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