Motorschaden mit unbekannter Ursache

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Thomas Held Verified
Beiträge: 5068
Registriert: Do 22. Jul 2004, 12:11

Re: Motorschaden mit unbekannter Ursache

Beitrag von Thomas Held Verified »

Drei Ventile klemmen offenbar (noch nicht ganz fest) in ihren Schaeften, sie kommen verzoegert zurueck.
Steht doch da...
Gruss,

Tom
Gruß

Tom
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rsa404
Beiträge: 964
Registriert: So 30. Jan 2005, 02:22

Re: Motorschaden mit unbekannter Ursache

Beitrag von rsa404 »

Hallo zusammen,

Also, verbogene Stößelstangen kenne ich aus früheren Zeiten reichlich. Ursache vermutlich zu hohe Drehzahlen jugendlicher Heißsporne oder Metallquäler. Die Zylinderköpfe waren ebenfalls stets ohne Schäden.

M.

Das ist ja wirklich sehr bedauerlich. Von festsitzenden Ventilen habe ich bisher noch nichts gehört. Grund für die Ursache fällt mir auch gerade keiner ein.

Ich drücke mal die Daumen und hoffe es geht einigermaßen glimpflich ab, so weit davon überhaupt noch die Rede sein kann.

Gruß,
Ralf
DS 19, 29. Jan. 1958 - http://rsa-rgs.blogspot.de / AMI 8 Break Okt. 1976 / Renault Megane Grandtour TCe 140 EDC, 06.25, Titanium-Grau /BMW 2er Active Tourer 218i, 03.2025, Alpinweiß, adaptives Fahrwerk / Mini Cooper Cabrio, 03.2022 Chili Red, 7-Gang DKG
M. Ferchaud
Beiträge: 2152
Registriert: Mi 13. Jan 2010, 21:45

Re: Motorschaden mit unbekannter Ursache

Beitrag von M. Ferchaud »

Richtig.

Habe jetzt die betreffenden Ventile über die Kerzenschächte in den Brennraum hinein sowie direkt auf die Schäfte mit dem Heißluftfön erhitzt, und siehe da: sie kommen wieder schneller zurück. Habe noch zusätzlich WD 40 an die Schäfte gesprüht, was die Rückfahrgeschwindigkeit nochmals erhöhte. Nach mehrfachem Durchdrehen mit der Kurbel habe ich es gewagt, ohne Kerzen mit dem Anlasser zu starten: Kein Klacken mehr, alle vier Zylinder saugen kräftig an, soweit ich das mit aufgelegter Hand feststellen konnte.

Was immer die Ventile verklemmt, es wird unter der Einwirkung von Hitze weich.

Ich werde nachher mal eine Kompressionsmessung vornehmen, aber der Kopf muss vermutlich trotzdem runter.

We'll see...

Grüße
M.
M. Ferchaud
Beiträge: 2152
Registriert: Mi 13. Jan 2010, 21:45

Re: Motorschaden mit unbekannter Ursache

Beitrag von M. Ferchaud »

Hallo Ralf,

da haben wir offenbar zeitgleich geschrieben - das "richtig" war auf Thomas' Kommentar gemünzt.

Vielen Dank für das Mitgefühl. Die Diagnose der klemmenden Ventile hat mich schon sehr runtergezogen, zumal die DS vorgestern nach Einbau einer neuen Kupplung erstmals nach 25 Jahren aus eigener Kraft wieder fahren konnte.

Drehzahlorgien hat's natürlich nicht gegeben. Ein paar Gasstöße natürlich schon, um den Ruß aus den Brennräumen zu pusten - das Abgas wurde dabei immer "klarer".

Grüße
M.
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hgk Verified
Beiträge: 2522
Registriert: Mo 25. Mai 2009, 20:03

Re: Motorschaden mit unbekannter Ursache

Beitrag von hgk Verified »

[quote="M. Ferchaud"]
Hallo,
..., alles geölt und wieder zusammengebaut.
... sondern gleich das Ventilspiel kontrolliert: drei Einlassventile (1, 2, und 4) bleiben nach Betätigung durch den Kipphebel unten und kommen danach im Zeitlupentempo wieder hoch. Danach stimmt eingestellte Spiel.
Grüße
M.[/quote]
Hast Du die Führungen auch geölt? Wenns das falsche Öl war, kann das auch zu Verklebungen führen.
Es soll auch schon Fälle gegeben haben, wo noch Ventilschleifpaste in den Führungen war.
MsG
Hans
MsG
Hans

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anieder Verified
Beiträge: 3287
Registriert: Fr 22. Mär 2013, 12:39

Re: Motorschaden mit unbekannter Ursache

Beitrag von anieder Verified »

Hallo,

sind denn Ventile und Führungen neu?

Wenn ja und Nachbauten, ggf. nicht maßhaltig?

Ich kann mir nämlich nicht vorstellen, was da in so kurzer Zeit eine "Verkrustung" erzeugen sollte. Außer natürlich Einschleifpaste o.ä.

Andreas
M. Ferchaud
Beiträge: 2152
Registriert: Mi 13. Jan 2010, 21:45

Re: Motorschaden mit unbekannter Ursache

Beitrag von M. Ferchaud »

Hallo Hans,

habe beim Einbau 10W40 verwendet - das kann normalerweise nicht verkleben.

Schleifpaste schließe ich auch aus, ich habe den Kopf nach dem Einschleifen mehrfach gründlich gereinigt. Zudem habe ich beim Einschleifen sorgsam darauf geachtet, dass keine Paste an die Schäfte oder Schaftführungen gelangt.

Habe jetzt nach dem Abkühlen der Ventile noch mal einen Probelauf mit Anlasser gemacht: Jetzt kommen alle Ventile wieder gleich schnell hoch. Sofern die Kompressionsmessung ohne Auffälligkeiten ausfällt, werde ich dann nach Betrachtung der Brennräume mittels Endoskop einen Motorstart wagen.

Die einzige Erklärung, die ich derzeit habe, ist, dass tatsächlich noch irgendwo im Tank ein Rest alten Benzins oder dessen Bestanteile verblieben sind, die für das Verkleben sorgen. Dafür würde auch sprechen, dass der aus dem Tank kommende Sprit trotz Frischfüllung noch einen unspezifisch scharfen Geruch aufweist. Werde beim nächsten Start den Motor direkt aus dem Kanister mit frischem Sprit versorgen.

Berichte weiter...

Grüße
M.
M. Ferchaud
Beiträge: 2152
Registriert: Mi 13. Jan 2010, 21:45

Re: Motorschaden mit unbekannter Ursache

Beitrag von M. Ferchaud »

Glück gehabt!!!

Kompression auf allen Zylindern OK, nichts abgeplatzt oder verbogen, Maschine läuft ohne Klappern! Habe den Ventildeckel noch nicht montiert, um Kipphebel und Ventile bei der Arbeit beobachten zu können.

Der Motor schien mit dem frischen Sprit auch runder zu laufen. Werde das Ganze jetzt abkühlen lassen und später noch mal mittels Kurbel kontrollieren, ob die Ventile wieder verklemmen.

In letzter Konsequenz werde ich den Tank ausbauen und grundreinigen oder ersetzen.

Grüße
M.
M. Ferchaud
Beiträge: 2152
Registriert: Mi 13. Jan 2010, 21:45

Re: Motorschaden mit unbekannter Ursache

Beitrag von M. Ferchaud »

[quote=anieder]
Hallo,

sind denn Ventile und Führungen neu?

Wenn ja und Nachbauten, ggf. nicht maßhaltig?

Ich kann mir nämlich nicht vorstellen, was da in so kurzer Zeit eine "Verkrustung" erzeugen sollte. Außer natürlich Einschleifpaste o.ä.

Andreas[/quote]

Hallo Andreas,

Ventile und Führungen sind die originalen, die ich nach Begutachtung für OK befunden und wieder verwendet habe, nach dem Motto: alles, was Original und in Ordnung ist, ist besser, als jede Nachfertigung - siehe tomsail (Stößelbecher)...

Grüße
M.
uvlight
Beiträge: 1474
Registriert: Fr 2. Jan 2009, 16:49

Re: Motorschaden mit unbekannter Ursache

Beitrag von uvlight »

[quote="M. Ferchaud"]


In letzter Konsequenz werde ich den Tank ausbauen und grundreinigen oder ersetzen.

Grüße
M.[/quote]

..guggst Du hier...


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Rostige Grüße
Uli
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