H-Kennzeichen ab 40 Jahre ?

Hier kann nach Herzenslust abgeschweift werden.
Langhuber Verified
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Re: H-Kennzeichen ab 40 Jahre ?

Beitrag von Langhuber Verified »

Die andere Frage ist natürlich, was haben solche Neu-Oldtimer-H-Kennzeichenfahrer überhaupt von dem H?
Allein wegen des H-Kennzeichens schaut die doch sowieso keiner an. Es ist ja sogar so, dass sich die Leute noch nicht mal nach einem Porsche 911, oder einem VW Käfer mit H-Kennzeichen umschauen. Sehr wohl aber nach einer DS, ob mit oder ohne H-Kennzeichen.

Klemens
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(DS 19M, Ez 7/1963 in Stuttgart)
DS20_break Verified
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Re: H-Kennzeichen ab 40 Jahre ?

Beitrag von DS20_break Verified »

Langhuber hat geschrieben: Die andere Frage ist natürlich, was haben solche Neu-Oldtimer-H-Kennzeichenfahrer überhaupt von dem H?
z.B. die grüne Umweltplakette, billigere Versicherung?
"Mach Dir keine Gedanken, wenn sie nicht auf Realität beruhen!"
erdgebundene Grüße,
Hardy
priusb78 Verified
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Re: H-Kennzeichen ab 40 Jahre ?

Beitrag von priusb78 Verified »

40 Jahre fürs H-Kennzeichen?
Warum nicht - die wenigen "U40-D-Modelle" schaffen es auch nächstes Jahr...

Spaß beiseite: Schon beim W123 denke ich nicht unbedingt ans H-Kennzeichen, beim W124 gleich gar nicht. Aber wahrscheinlich ist das eine Altersfrage: Ein "Oldtimer" ist ein Auto, das man aus der Kindheit kennt. Das zeigt sich auch recht gut im inzwischen nachlassenden Interesse an Vorkriegsautos. Die meisten Oldtimer-Fahrer sind Männer um die 50, sprich mit großen Interesse an Autos aus den späten 60er- und frühen 70er-Jahren. Unsere Kinder mögen vielleicht in 40 Jahren ... - ob da noch was von den heutigen Autos fährt? Ein BMW i3? Ein Toyota Prius?

Gruß Thorsten
D Super 5, Bj. '74, brun-scarabée aus Italien
KW
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Re: H-Kennzeichen ab 40 Jahre ?

Beitrag von KW »

15.03.2014 KW
Hallo an Alle,
Vorkriegsautos müssen selten sein, denn die stehen in Sammlungen, bei Liebhabern, auch eher wie im Museum.
Ich denke, auch die DS wird dann später auf der Straße seltener werden.
Die Fahrzeuge, z.B. Golf 1 ist ein gutes Beispiel, haben sich drastisch verändert. Nach den runden, fast barocken Formen der
Käferzeit und vorher, kam der Minimalismus. Gerade, kantige Linien, im Windkanal getestet, ist bis heute das gültige Design.
Wir würden doch sagen, dass runde, barocke Formen von uns Männern als weiblich, sinnlich wahrgenommen werden?
Mit was bringen wir aber die Geraden und harten Kanten in Verbindung? Dieses Design ist nur technisch, rational zu verstehen.
Was lieben wir Männer über alles? Unsere Frauen und Göttinnen!
Viele Grüße
KW
DerPaster
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Re: H-Kennzeichen ab 40 Jahre ?

Beitrag von DerPaster »

Naja - die kantigen Linien sind aber auch selten geworden - ich persönlich find' 'nen Audi 100 aus den 70ern auch schon wieder spannend - aber ich bin ja auch "Generation Golf" ;-)

Hat irgendwer belastbare Zahlen, ob und wie der Anteil der H-Kennzeichen an der Gesamtzahl zugelassener Autos sich in den letzten Jahren verändert hat? Nur wenn der wirklich rapide gewachsen wäre, sähe ich die Notwendigkeit einer Gesetzesänderung! Schließlich soll das ja wohl dafür sorgen, daß schützenswertes Kulturgut nicht verloren geht, und da isses völlig Wurscht, ob das nun 'ne TA oder ein Ascona A ist: De Gustibus non est disputandum!

...allerdings wäre dann vielleicht eher zu schauen, ob ein Auto dieses Schutzes bedarf, schlicht was die Menge betrifft: /8er, Käfer und 2CV gibt's in rauhen Mengen, die bräuchten eben so wenig Privillegien um der Allgemeinheit erhalten zu bleiben, wie 911er. Unsere Damen haben schlicht das "Glück", daß die Bleche so grottig waren, daß von den anderthalb Millionen gebauten kaum welche überlebt haben! Der C6 dagegen bräuchte, als Designikone, von der es gerade mal 50.000 gab, eigentlich sofortigen Schutz!
papasitt
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Re: H-Kennzeichen ab 40 Jahre ?

Beitrag von papasitt »

Warum soll man nur ein Auto als erhaltungswürdig einstufen, das sich
die Mehrheit der Bevölkerung nie leisten konnte und als Oldtimer
schon gar nicht.

Ich bin ein Verfechter der Massen-Autos, die es zur seiner Zeit gab.
Und freue mich wenn ich mit einer Simca Aronde 1954 (bereits 12 Volt) über 5 Alpenpässe
in der Schweiz fahre ohne Probleme.

z.B. Traction Avant, 6 Volt, in Serie gebaut, Technik vom Feinsten.
(für die damalige Zeit natürlich) aber nicht gerade billig als Neufahrzeug
in Deutschland.

Muss gerade daran Denken, den ersten Traction in Deutschland den ich sah,
fuhr der Katholische Kirchenmann im Dorf.

In den 70 Jahren wollte Ihn keiner mehr haben. (Gebraucht schon ab 500 Mark)
Nur solchen bekloppten wie mir, die nach Frankreich fuhren und
die Ersatzteile, von den einfach auf ner Wiese abgestellten Autos schraubten,
andere die für uns einen Handel aufzogen, da ja nicht jeder nach Frankreich
fahren wollte und konnte, haben wir es heute zu verdanken,
dass es dieses Auto noch heute gibt.

Ja, ich habe auch einen Trabant 601, der hätte das gleiche Schicksal erfahren.
Nach der wende bekam man den für 50 Mark.

Die DS , als Neuwagen über 10.000 DM,
da konnte man 2 VW Käfer kaufen.

Nur der Umstand, das dieses Auto , als Gebrauchts-Auto bezalbar wurde,
ermöglichte es manchen, dieses Auto zu erwerben.
(fahren bis zum nächsten TÜV)

.Diese Autos z.B. erzählen den Werdegang der Geschichte.
(Natürlich auch VW,DKW usw.)


Warum soll ich einen VW Golf neu kaufen, wenn ich z.B. einen MB 190, Ascona usw.
mit H-Kennzeichen bekomme und noch Steuervorteile, Versicherung und in die
Umweltzonen fahren kann.

Deshalb wollen der Gesetzgeber und die Auto-Lobby die 40 Jahre.

Gruß
Siggi
DerPaster
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Re: H-Kennzeichen ab 40 Jahre ?

Beitrag von DerPaster »

papasitt hat geschrieben: Warum soll man nur ein Auto als erhaltungswürdig einstufen, das sich
die Mehrheit der Bevölkerung nie leisten konnte und als Oldtimer
schon gar nicht.
Du stellst fast schon die richtige Frage! Genauer müßte sie heißen: "Warum sollte man ÜBERHAUPT ein Auto als erhaltungswürdig einstufen?"

...oder besser: noch eine Ebene höher die Frage, die man zu jedem Gesetz stellen muß: "Was hat die Allgemeinheit von diesem Gesetz?" - das uns alle als Steuerzahler ja durchaus den ein- oder anderen € kostet und nicht unbedingt zur Verringerung der Belastung unserer aller Umwelt beiträgt!

Der Sinn - so, wie ich ihn verstehe - ist ähnlich dem des Denkmalschutzes: Da soll ein Stück Kulturgeschichte bewahrt werden. Sicher sinnvoll. Nur: Wenn dieses Stück Kulturgeschichte gar nicht gefährdet ist, wie e.g. 2CV, Käfer oder Trabant, sollte die Allgemeinheit eigentlich auch weder Geld noch Umwelt dafür opfern müssen! Wie beim Artenschutz sollte das erst erfolgen, wenn davon wirklich nicht mehr viele unterwegs sind, sie dadurch eben schutzbedürftig (vielleicht passender als "schützenswert") werden. Das soll natürlich nicht bedeuten, daß wer auch immer solche Dinger noch besitzt, sie nicht trotzdem erhalten und pflegen und im öffentlichen Straßenverkehr noch bewegen darf - das ist dann halt sein Privatvergnügen. Aber wenn die Gesellschaft nix davon hat, weil die eh' noch an jeder zweiten Straßenecke stehen, sollte derjenige dieses Privatvergnügen eben auch selber zahlen!
papasitt
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Re: H-Kennzeichen ab 40 Jahre ?

Beitrag von papasitt »

Wie beim Artenschutz sollte das erst erfolgen, wenn davon wirklich nicht mehr viele unterwegs sind,




Nachdem wir die Umwelt vernichten, den Lebensraum der Arten zerstören,
werden diese Arten nach deiner Meinung erst Schützenswert.

Erhalte die Umwelt und Du brauchst niemanden zu schützen.
DerPaster
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Re: H-Kennzeichen ab 40 Jahre ?

Beitrag von DerPaster »

...also gar keine H-Kennzeichen, um so die Umwelt zu schützen? ;-)
papasitt
Beiträge: 1130
Registriert: Do 21. Aug 2008, 16:50

Re: H-Kennzeichen ab 40 Jahre ?

Beitrag von papasitt »

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