Lenkungskopf TeileNr. D444.10

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aquablader
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Re: Lenkungskopf TeileNr. D444.10

Beitrag von aquablader »

Aber waren die alten originalen Teile denn auch immer staubtrocken?

Ich frage mich das gerade, weil ich ja meine NOS-Lenkung in Betrieb genommen habe
und davon dermaßen enttäuscht bin...
Am Lenkkopf, dem hier beschriebenen Drehteil, hängen nun schon wieder Tropfen und
auch am Arbeitszylinder leckt es.
Waren die Lenkungen damals in den 60ern und 70ern im Neuzustand wirklich staubtrocken?
Wer kann das beantworten?

LG

Ingo
VJ
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Re: Lenkungskopf TeileNr. D444.10

Beitrag von VJ »

Hallo Ingo,
Ich kann sagen , das die manchmal als Neuwagen schon bei Überführung am Lenkkopf " feucht" waren.
Am Arbeitszylinder dagegen dürfte es nicht sein,das wäre damals ein Garantiefall.gewesen.
Ich habe in meinem frühen arbeitsleben in der Werkstatt, einige Lenkungen auf " Garantie " wechseln müssen. Meistens wurde der Arbeitszylinder komplett erneuert.

Gruß
Vlado
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rsa404
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Re: Lenkungskopf TeileNr. D444.10

Beitrag von rsa404 »

Hallo Ingo,

ich kann Deine Enttäuschung gut verstehen, mir ist es auch einmal so ergangenen. Ich hatte in einer D-Super mit originalen 67.000 Km noch die erste Lenkung verbaut, furztrocken!

Da ich NOS-Lenkungen im Keller liegen hatte, musste ich natürlich aus purer Langeweile mal eine verbauen. Resultat: Lenkung war zunächst schwergängiger und was viel schlimmer gewesen ist, sie schwitzte an den von Dir beschriebenen Stellen.

Wie ich übrigens grundsätzlich sagen muss, diese ganzen Hydraulikundichtigkeiten kenne ich nur von LHM Autos, bei LHS ist das überhaupt kein Thema, zumindest wenn mit Originalteilen gearbeitet wird.

Seit hier mit den Nachfertigungsdichtungen gearbeitet wird, ist das natürlich auch vorbei. Bei diesen Weingummi- Lakritzmischungen, sind Undichtigkeiten nach spätestens 6 Monaten garantiert!

Gleiches gilt übrigens für die meisten Hydraulikorgane die ja zwischenzeitlich in aller Regel in der sogenannten "Topqualität" feilgeboten werden. Wie mir aus zuverlässigen Quellen bekannt ist, werden die Organteile mit Nachfertigungsdichtungen revidiert, die angeblich LHM und LHS beständig sind. Geprüft werden diese Teile übrigens ausschließlich mit LHM. Anschließend werden sie dann gespült und für LHS-Verwendung einfach schwarz lackiert.

Ich kenne zahlreiche dieser revidierten LHS Organteile, die nach meist 3 bis 4 Jahren undicht werden und ihren Dienst quittieren. Hier heißt es dann immer, die Garantie sei abgelaufen und es läge an der zu geringen Jahresfahrleistung.

Es gibt aber auch Leute die bestätigen, länger als max. 4 Jahre halten diese Dichtungen bei LHS nicht. Egal ob man viel, wenig, oder überhaupt nicht fährt. Gleichzeitig wird dort aber auch die Meinung vertreten, 4 Jahre seien doch durchaus in Ordnung, da könne man ja wirklich nicht "Meckern".

In diesem Sinne,
Ralf
DS 19, 29. Jan. 1958 - http://rsa-rgs.blogspot.de / AMI 8 Break Okt. 1976 / Renault Megane Grandtour TCe 140 EDC, 06.25, Titanium-Grau /BMW 2er Active Tourer 218i, 03.2025, Alpinweiß, adaptives Fahrwerk / Mini Cooper Cabrio, 03.2022 Chili Red, 7-Gang DKG
VJ
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Re: Lenkungskopf TeileNr. D444.10

Beitrag von VJ »

Hallo Ralf , mir fällt gerade ein, " furztrocken" sind die mechanische Lenkungen, ha, ha, war nur Spass.
Viele Grüße
Vlado
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rsa404
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Re: Lenkungskopf TeileNr. D444.10

Beitrag von rsa404 »

[quote=VJ]
Hallo Ralf , mir fällt gerade ein, " furztrocken" sind die mechanische Lenkungen, ha, ha, war nur Spass.
Viele Grüße
Vlado[/quote]

Hallo Vlado, ein bisschen Spaß muss sein :0) Vielleicht liegt es bei meiner LHS-Lenkung ja an der inneren Korrosion, dass sie so schön dicht und trocken ist ;-)

Viele Grüße,
Ralf
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1956-1969
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Re: Lenkungskopf TeileNr. D444.10

Beitrag von 1956-1969 »

Was Ralf hier schreibt, nämlich dass LHS-Hydraulikanlagen generell weniger zu Undichtigkeiten neigen als LHM-Anlagen, kann ich voll bestätigen, obwohl ich ja bekennender LHM-Anhänger bin.
Die LHS-Dichtungen sind wohl noch formstabiler und damit langlebiger als LHM-Dichtungen. Wie gesagt, ich spreche jeweils von den originalen Citroëndichtungen.
Umgekehrt nervt es bei LHM auch was weniger, wenn Undichtigkeiten auftreten....
Das hat Citroën sich wohl auch gedacht und in zunehmendem Maß zum Schluss hin weiße Dichtungen verbaut, die ja weder LHM noch LHS wirklich vertragen. Was manche so interpretieren, dass sie beides vertragen.....eine Zeitlang.
Die berühmten Plakettendichtungen 4922 S in ROT -nicht weiß- kann man oft, das Auto nach 50 Jahren zerlegt, erneut wieder einbauen und hat weiter Dichtigkeit.
Uli
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rsa404
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Re: Lenkungskopf TeileNr. D444.10

Beitrag von rsa404 »

>Die berühmten Plakettendichtungen 4922 S in ROT -nicht weiß- kann man oft, das Auto nach 50 Jahren zerlegt, erneut wieder einbauen und hat weiter Dichtigkeit.
Uli<

Super, Uli! Danke für den Tipp, davon habe ich nämlich noch reichlich Gebrauchte liegen. Gut, das ich ja fast alles aufhebe ;-)

Viele Grüße,
Ralf
DS 19, 29. Jan. 1958 - http://rsa-rgs.blogspot.de / AMI 8 Break Okt. 1976 / Renault Megane Grandtour TCe 140 EDC, 06.25, Titanium-Grau /BMW 2er Active Tourer 218i, 03.2025, Alpinweiß, adaptives Fahrwerk / Mini Cooper Cabrio, 03.2022 Chili Red, 7-Gang DKG
VJ
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Re: Lenkungskopf TeileNr. D444.10

Beitrag von VJ »

OK, aber trotzdem sind mir die weiße Dichtungen lieber, als die aus China !
Gruß
Vlado
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rsa404
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Re: Lenkungskopf TeileNr. D444.10

Beitrag von rsa404 »

[quote=VJ]
OK, aber trotzdem sind mir die weiße Dichtungen lieber, als die aus China !
Gruß
Vlado[/quote]

Hallo Vlado,

bei meiner 58er sind auch überall die weißen Plakettendichtungen verbaut, übrigens seit knapp 30 Jahren. Obwohl alle mittlerweile mindestens einmal demontiert worden sind, ist bis zum heutigen Tage keine davon undicht geworden.

Schöne Grüße,
Ralf
DS 19, 29. Jan. 1958 - http://rsa-rgs.blogspot.de / AMI 8 Break Okt. 1976 / Renault Megane Grandtour TCe 140 EDC, 06.25, Titanium-Grau /BMW 2er Active Tourer 218i, 03.2025, Alpinweiß, adaptives Fahrwerk / Mini Cooper Cabrio, 03.2022 Chili Red, 7-Gang DKG
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Robert Verified
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Re: Lenkungskopf TeileNr. D444.10

Beitrag von Robert Verified »

Liebe Gemeinde,

ich würde gerne noch einen anderen Aspekt in die Diskussion einbringen: Ich dachte bisher, die Lenkköpfe für Montage mit Teflon-Dichtungen würden sich von der früheren Ausführung unterscheiden. Aber Uli schreibt ja, kein Unterschied, d.h., man kann also auch neuere Lenkköpfe alleine mit O-Ringen abdichten. Da ich schon gesehen habe, dass sich die Teflonringe ins Material des feststehenden Teils einarbeiten und ich mir vorstelle, dass die Dichtwirkung von O-Ringen aufgrund deren Elastizität bei nicht mehr 100% perfekten Oberflächen besser sein könnte: Wäre es evtl. sinnvoll, die Lenkköpfe nur mit O-Ringen zu überholen und in Kauf zu nehmen, dass das vielleicht nur 100 tkm hält, dadurch aber eine bessere Dichtwirkung und Schonung des Materials zu bewirken? Zudem ist die O-Ring-Montage ja einigermassen idiotensicher…
Was Schäden durch vorangegangene Überholungen angeht: Ich hatte schon eine Lenkung, bei der die Steuerventile aufgebohrt und mit selbstgedrehten "Übermasskolben" versehen waren.

Grüsse
Robert
'59 DS 19/'66 ID 19/'68 DS 21 Pallas/'71 SM /'71 SM in Arbeit/'84 Renault R4F6 in Arbeit/'96 Saab 900 CV/'98 BMW 1100 GS
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