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Re: 2-phasige Lichtmaschine?
Verfasst: Sa 30. Apr 2016, 00:06
von Robert
Hallo Hans,
muss es eine Halbleiterschaltung sein? Ich würde einfach ein Relais mit der Steuerwicklung parallel zur Ladekontrolle schalten und damit dann den Starterkontakt schalten. Sooo wichtig ist dieses feature ja auch nicht, das kam, glaube ich, erst mit Mj. '69 und unsereiner ist doch vorsichtig genug, den Anlasser nicht in die laufende Maschine zu hacken. Ist mir jedenfalls bisher noch nicht passiert. Nach meiner Erfahrung sind die mechanischen Regler hinreichend zuverlässig, ich würde einen defekten gegen einen anderen gebrauchten austauschen. Was die Kabel angeht, habe ich irgendwo mal gelesen, dass das baujahrsabhängig ist. In den späten 60ern soll es besonders schlimm gewesen sein. Meine 68er brauchte einen komplett neuen Kabelbaum, wobei die Mehrzahl der Kabel hier schwarz ist.
Viele Grüsse
Robert
Re: 2-phasige Lichtmaschine?
Verfasst: Sa 30. Apr 2016, 11:35
von Hans-Uwe Fischer
[quote=Robert]
Hallo Hans,
muss es eine Halbleiterschaltung sein? Ich würde einfach ein Relais mit der Steuerwicklung parallel zur Ladekontrolle schalten und damit dann den Starterkontakt schalten. Sooo wichtig ist dieses feature ja auch nicht, das kam, glaube ich, erst mit Mj. '69 und unsereiner ist doch vorsichtig genug, den Anlasser nicht in die laufende Maschine zu hacken. Ist mir jedenfalls bisher noch nicht passiert. Nach meiner Erfahrung sind die mechanischen Regler hinreichend zuverlässig, ich würde einen defekten gegen einen anderen gebrauchten austauschen. Was die Kabel angeht, habe ich irgendwo mal gelesen, dass das baujahrsabhängig ist. In den späten 60ern soll es besonders schlimm gewesen sein. Meine 68er brauchte einen komplett neuen Kabelbaum, wobei die Mehrzahl der Kabel hier schwarz ist.
Viele Grüsse
Robert[/quote]
...das ist gelinde gesagt, ein Gemurkse. Wenn es eine elektronische Reglung sein soll, dann die, wie oben angeführt (
www.zinkweb.de). Da ist zumindest die Optik erhalten und das wichtige Relais für die Kontrollleuchte und dem Startrelais für HA weiterhin vorhanden.
Die Spannung am Anschluss "R" des Generators liegt zwischen den beiden Dioden einer Phase (damit wird die Spannung "R" vom Akku entkoppelt). D.h., hier wird die Spannung "R" quasi nur von einer Phase generiert. Diese Spannung ist deutlich geringer als die ca. 14V Generatorspannung und sehr wellig (eine Halbwelle).
Das Relais "R" arbeitet mit dieser geringen Spannung ( etwa 6Volt ??) und lässt sich mechanisch am Relais bestens! einstellen.
Grundsätzlich soll ja die Lade-Kontrolllampe leuchten, wenn nicht geladen wird. Und so langsam erlöschen, wenn die Ladespannung ihren unteren Grenzwert erhält (xx Volt). Lässt man den Motor so langsam im Leerlauf bis auf diesen Wert drehen und misst dabei die Spannung am Akku. Das ist so etwa der Punkt, an dem die Kontrollleuchte aufleuchten soll. Wie gesagt, einfach mechanisch justieren/einstellen.
Der Wert der Spannung am Anschluss "R" spielt dabei keine Rolle.
HUF
(xx) bin mir bei dem Wert nicht sicher, bzw. vergessen.
Re: 2-phasige Lichtmaschine?
Verfasst: Sa 30. Apr 2016, 13:54
von hgk
Moin,
Hallo HUF: Die Schaltung von Zinkweb hat nichts mit dem Schaltkontakt für den Starthebel zu tun, die hat er nämlich extra so gelassen.
Das mir das Hineinstarten eher nicht passiert ist von Robert richtig vermutet, aber hier fahren noch zig andere liebe Personen mit dem Auto ...
Also daher nochmal meine Frage:
Hat jemand schon mal den Schaltkontakt, der durch R gesteuert wird, durch eine Halbleiterschaltung ersetzt?
Ich möchte von dem mechanischen Kontakt weg, der schon leicht angebranndt ist und wahrscheinlich irgendwann wieder schlechten Masseschluß hat. Und wenn ich schon einen Regler nach dem Modell Zinkweb umrüste, dann für alle mechanischen Kontakte.
Und die Schaltschwelle für die Ladekontrollleuchte ist dann auch egal, weil die schon über den elektronischen Regler abgedeckt ist.
Es geht nur noch darum die Verbindung gegen Masse über irgendein Signal zu öffnen, das der laufende Motor liefert. R ist eine Möglichkeit, besser, wenn über 3 Phasen geliefert, wie von Claude-Michel beschrieben, es könnte ebensogut auch ein Induktives am Zündkabel sein.
Also, was habt Ihr schon realisiert.
MsG
Hans
Re: 2-phasige Lichtmaschine?
Verfasst: Sa 30. Apr 2016, 16:01
von Hans-Uwe Fischer
[quote=hgk]
Moin,
Hallo HUF: Die Schaltung von Zinkweb hat nichts mit dem Schaltkontakt für den Starthebel zu tun, die hat er nämlich extra so gelassen.
MsG
Hans[/quote]
... bist Du dir da absolut sicher?
HUF
Re: 2-phasige Lichtmaschine?
Verfasst: Sa 30. Apr 2016, 23:42
von hgk
ja
Re: 2-phasige Lichtmaschine?
Verfasst: So 1. Mai 2016, 14:47
von Claude-Michel
Hallo Hans,
habe mir die DS-Schaltpläne angeschaut. Es gibt zwei Varianten:
1.) wenn ein Relais Gelbon vorhanden ist, hängt dieses an + und am L des Reglers. Man kann also nur starten wenn der Motor aus ist und daher die Lima nicht lädt und das Ladekontrollrelais abgefallen ist.
2.) hat man kein Relais Gelbon wie bei meiner DSuper5, fehlt diese Verbindung nach L.
Es ist der Fall 1.) der dich interessiert. In den Übersichtspläne des Reglers ist die Leitung zum Relais Gelbon nicht explizit aufgeführt. Behält man das Relais zur Ladekontrolleuchte wie es ist, zieht das Relais Gelbon an obwohl man nicht daran gedacht hat.
Du möchtest, zu Recht meiner Meinung nach, das Ansteuern des Relais Gelbon elektronisch machen.
@ Alexander: es ist wegen dem Relais Gelbon, dass man dir gesagt hat: "der 2CV-Regler kann nicht bei der DS angewandt werden". Lässt man das Ladekontrollrelais, geht es schon.
Re: 2-phasige Lichtmaschine?
Verfasst: So 1. Mai 2016, 17:18
von MenrathU
hgk hat geschrieben:Ich meine irgendwo gelesen zu haben, daß R nur auf einer Phase liegt.
Was passiert eigentlich, wenn eine Phase der Lima ausfällt?
Fehlt dann nur 1/3 der Leistung?
Hallo,
zweimal ja!
hgk hat geschrieben:
Und dann würde mich interessieren,
ob jemand den Schaltkontakt im Regler auch schon
durch eine Halbleiterschaltung ersetzt hat, die in den Regler paßt?
Ja, ich. Ende der 1990er Jahre habe ich einen voll elektronischen Ersatz für den originalen elektromechanischen LiMa-Regler entwickelt und auch einige fix und fertig bestückte und zum Einbau ins Originalgehäuse vorbereitete Platinen an Club- und Forumskollegen verkauft. Es sind zwar noch welche da, doch wegen der inzwischen (für mich) völlig unübersichtlich gewordenen Gewährleistungs- und Haftungsfrage scheue ich mich davor, sie zu verkaufen. Ich gehe das Risiko nicht ein, Schadensersatz bei einem wegen eines Reglerausfalls liegen gebliebenen Fahrzeug leisten zu müssen, auch wenn mir derlei bislang bei noch keiner verkauften Platine bekannt geworden ist.
Die Beschreibung findet sich unter dem Titel
Regulateur extraordinaire électronique in einer HP aus dieser Zeit.
Re: 2-phasige Lichtmaschine?
Verfasst: Mo 23. Mai 2016, 12:41
von hgk
Moin,
Nachtrag:
den Beitrag von Uwe habe ich gefunden, danke, sowas schwebt mir vor, schade, das Du keine von den Platinen mehr verkaufst, würde ich unter Ausschluß jeglicher Gewährleistung nehmen.
Die Lima ist jetzt getauscht,
Bilanz: 3 Dioden defekt, gibt es die Dioden oder die komplette Platte noch?
[attachment 10481 1DSC_7308.jpg] [attachment 10480 2DSC_7309.jpg]
Es ist eine Paris Phone A13 119, 50 A, siehe Bild.
Bedeutet die 03, daß es sich um eine Drehstrommaschine handelt?
Lief also sogar nur noch auf einer Phase.
Lager sowie Kohlen und Läufer sind noch gut, wahrscheinlich irgendwann mal durch fehlende Batterie oder abgefallenden Plusanschluß getilt, immerhin haben die 200 W in den letzten 4 Jahre auch nachts, bis auf die Lichtschwebung immer noch gereicht.
MsG
Hans
Re: 2-phasige Lichtmaschine?
Verfasst: Mo 23. Mai 2016, 13:51
von Thomas Held
Hallo Hans,
"die" Dioden gibt es vielleicht nicht genau, aber passende (mechanisch und elektrisch) auf jeden Fall. Habe damit auch schon Limas repariert.
Gruss,
Tom
Re: 2-phasige Lichtmaschine?
Verfasst: Mo 23. Mai 2016, 23:56
von oliverf
hgk hat geschrieben:
Ich hätte gerne noch was gewußt zu den brösendeln Kabeln.
Bei mir sind es nur die Schwarzen?
Wer hat das auch noch so?
/b]
MsG
Hans
Hallo Hans, kann ich voll und ganz bestätigen:
Das fängt beim 68er Jahrgang an und zieht sich so bis Mitte/Ende 1970. Bei Autos davor oder danach habe ich dieses Phänomen nicht angetroffen.
Bislang festgestellt bei
2 DS21 Pallas 68, 2 DSpecial 1970, DS20 Pallas 1969
Es sind immer nur die schwarzen Kabel betroffen, angefangen vom dicken 6er über die 1,5er Querschnitte. Die Isolation ist brüchig und die Kabellitzen stark oxidiert(Grünspan).
Bei neueren Autos werden die Kabel einfach nur hart, aber nicht brüchig. Bei älteren Kabelbäumen lösen sich dafür die Gummiisolatoren der Stecker auf, was ein erhöhtes Kurzschlussrisiko provoziert. Besonders auffällig, bei 64er und 65er Jahrgängen. Bei 66ern habe dafür schon 2x völlig marode Kabelbäume zwischen Lima und Regler vorgefunden. Getrennt vom Hauptstrang, stammten diese offensichtlich von einem anderen Zulieferer.
Gruß
Oliverf