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Re: Öl-Ablass-Schraube bombenfest

Verfasst: Fr 28. Dez 2012, 20:47
von ...hannes
maldini schrieb:
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> Ps: "früher" - als ich noch selber Ölwechsel
> machte - hat man die unterlegsscheibe immer nur
> umgedreht..

Umdrehen bringt keinen wirklichen Vorteil, weil durch die Pressung das Kupfermaterial bereits hart geworden ist. Besser: Kupferdichtring ausglühen und danach mit kaltem Wasser abschrecken. Diese Prozedur lässt sich übrigens nahezu endlos wiederholen...
lg

Re: Öl-Ablass-Schraube bombenfest

Verfasst: Fr 28. Dez 2012, 21:00
von DS20_break
maldini schrieb:
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> Ps: "früher" - als ich noch selber Ölwechsel
> machte - hat man die unterlegsscheibe immer nur
> umgedreht..

wir haben früher jedes mal einen neuen Dichtring genommen. Die kupferummantelten mit der Asbesteinlage. Weiß nicht wie die heißen.

Als Nuss eine metrinch nehmen, die gehen auf die Flanken.



Re: Öl-Ablass-Schraube bombenfest

Verfasst: Fr 28. Dez 2012, 23:00
von DS20_break
Dichtring DIN 7603 Form C meine ich.

Re: Öl-Ablass-Schraube bombenfest

Verfasst: Fr 28. Dez 2012, 23:01
von Langhuber
Hallo Alle!

Danke für Eure Anteilnahme. Ich komme mir ja selber schon ganz doof vor: Ölwechsel war früher bei der Ente gar keine Sache. Und jetzt diese Blamage!
@(Gerhard und Maldini): Ich bin tatsächlich unten gelegen und habe mir überlegt, was nun richtig rum ist. Da ich aber auch an anderen Maschinerien rumschraube, hoffe ich, dass ich es schon richtig probiert habe.

> Ps: "früher" - als ich noch selber Ölwechsel
> machte - hat man die unterlegsscheibe immer nur
> umgedreht..
Beim Preis meiner ersten (400.- Mark) und meiner zweiten Ente (200.- Mark) wäre der Preis für eine neue Dichtung schon in den niedrigen prozentualen Bereich der Gesamtkosten gefallen, zusätzlich zu dem halben Liter Öl, den man bei jedem Tanken reinkippen musste. Das war schon beinahe wie bei Zweitakters mit Frischölschmierung.

@...hannes: Das mit dem "Stakkato" hat mich auf eine andere Idee gebracht: Ich werde es mit meinem Akku-Schrauber probieren. Der hat eine einstellbare "Rutschkupplung". Die rutscht nicht einfach durch, sondern führt ein heftiges Gerappel und Geratter durch, wenn sie auslöst. Das könnte vielleicht Ähnliches bewirken, wie der Druckluft-Schlagschrauber. Danke für die Warnung wg. Sauerei.
Nach der 6-Kant-Nuß werde ich morgen im Zusammenhang mit 'nem Adapter für Nuß-zu-Akku-Schrauber sehen. Ich hoffe nur, dass das Ganze nicht zu lang wird, weil ich keine Grube habe. Wenn es das Wetter zulässt, werde ich es morgen nochmal probieren und berichten.

Immerhin beruhigend, dass hier niemand Storys von abgerissenen Ölschrauben zum Besten gegeben hat.


Ich wünsche allen einen schönen Abend
Klemens

Re: Öl-Ablass-Schraube bombenfest

Verfasst: Sa 29. Dez 2012, 00:03
von Medi
@ Immerhin beruhigend, dass hier niemand Storys von abgerissenen Ölschrauben zum Besten gegeben hat.

Hab ich noch nie gehört.
Ganz anders die Situation beim Stopfen im (Kurzhuber-)Wapu-Gehäuse. Hier kenne ich nur wenige die beim Lösungsversuch (wohlgemerkt ohne Vorbehandlung mittels Flamme, etc.!!) für die Nachrüstung eines Temperatur-Sensors das Gehäuses NICHT zerstört haben ;-)

Re: Öl-Ablass-Schraube bombenfest

Verfasst: Sa 29. Dez 2012, 00:16
von Thomas Held
Langhuber schrieb:

> Immerhin beruhigend, dass hier niemand Storys von
> abgerissenen Ölschrauben zum Besten gegeben hat.

Hallo Klemens,

dann hole ich mal etwas weiter aus. ;-)
Bei jedem Oelwechsel kommt mir die Ablassschraube extrem fest vor, obwohl ich diese mit dem vorgegebenen Drehmoment anziehe. Das mag an der Position liegend mitten unter dem Auto liegen, bei der man mit ausgestreckten Armen hantieren muss. Von daher denke ich wirklich, du solltest die vorhandene Knarre einfach verlaengern...
Mir ist einmal das Gewinde in der Oelwanne beim Einschrauben der Ablassschraube abgerissen (da war das Auto auf der Buehne und ich hatte keinen Drehmomentschluessel...). Seit dem ist da ein Helicoil drin. Urspruenglich wollte ich die Oelwanne bei naechster Gelegenheit tauschen, aber wozu? So ist es jetzt stabiler als vorher - in meinem Zylinderkopf bestehen die Kerzengewinde mittlerweile auch komplett aus Helicoil-Einsaetzen).
Also selbst wenn du das Gewinde der Wanne beim Loesen zerstoeren solltest, ist noch nicht alles verloren.
Wenn die Oelwanne dabei ganz zerbricht und der Motor raus kommt, kann man so einiges an Arbeiten erledigen, die man schon immer vor sich her geschoben hat. ;-)
Ich glaube, selbst die billigsten China-Nuesse haben mittlerweile die 'Metrinch-Verzahnung'...
Gruss,

Tom

Re: Öl-Ablass-Schraube bombenfest

Verfasst: Sa 29. Dez 2012, 00:27
von Thomas Held
Medi schrieb:
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> @ Immerhin beruhigend, dass hier niemand Storys
> von abgerissenen Ölschrauben zum Besten gegeben
> hat.
>
> Hab ich noch nie gehört.
> Ganz anders die Situation beim Stopfen im
> (Kurzhuber-)Wapu-Gehäuse. Hier kenne ich nur
> wenige die beim Lösungsversuch (wohlgemerkt ohne
> Vorbehandlung mittels Flamme, etc.!!) für die
> Nachrüstung eines Temperatur-Sensors das Gehäuses
> NICHT zerstört haben ;-)

Hallo Dietmar,

hier ist einer!
Aus heutige Sicht bricht mir bei dem Gedanken an die Aktion noch natraeglich der (Angst-)Schweiss aus. In meiner Ahnungslosigkeit habe ich nicht einen Gedanken an eine Zerstoerung verschwendet. Ich habe mit Verlaengerung und ohne Vorbehandlung die verrostete Schraube aus meinem damals noch stark verkalkten Suedfranzosen Grad fuer Grad mit verlaengerter Knarre herausgedreht. Es gab damals lediglich bloede Kommentare, wie lange ich denn fuer eine einzige Schraube brauche. Ich glaube, ich habe die sogar noch irgendwo liegen - das Gewinde ist rostbedingt deutlich 'kleiner' als normal...
Gruss,

Tom



Re: Öl-Ablass-Schraube bombenfest

Verfasst: So 30. Dez 2012, 00:36
von Langhuber
Alles eine Frage der Psychologie!

> Aus heutige Sicht bricht mir bei dem Gedanken an die Aktion noch natraeglich der
> (Angst-)Schweiss aus.

Ohne die letzten drei Beiträge zu meinem Thema gelesen zu haben, habe ich heute bei schönstem Wetter Madame aus der Garage geholt und habe bei der Fahrt über die Kräherwaldstraße prompt eine andere DS am Straßenrand entdeckt: S-C 3... (Datenschutz ;-)
Das war das erste gute Vorzeichen.

Das zweite gab es bei A.T.U.: Ich wollte mir noch einen richtigen 6-Kantnusskasten für meine Ölablassschraube kaufen. Als ich nach Kupferdichtringen für die Schraube fragte, wurde ich in die Werkstatt nebenan geschickt. Auf dem Hof hatte sich eine Traube von Mechanikern um Madame gebildet. Der Älteste erklärte den glasig dreinschauenden Jungen, was da auf dem Hof stand. Der war total hin und weg, endlich mal was anderes als tiefer gelegte Golfe u. ä. zu sehen. Wir kamen ins Gespräch und er überlegte sich dabei intensivst, wie er uns beide zu sich in die Werkstatt rein locken könnte. Das war richtig rührend. Leider bin ich nicht auf die Idee gekommen, zu fragen, ob die da Räder mit Zentralbefestigungsschraube auswuchten können...
Den ebenfalls angebotenen Ölwechsel, wollte ich ja selber machen. Vor lauter Begeisterung hat er mir wenigstens den Dichtring geschenkt.

Nachdem der Nachmittag so nett begonnen hatte, habe ich, unterstützt von den Ratschlägen hier im Forum, meine Sechskant-Nuß angesetzt und hetzhaft zugelangt: knack, ging die Schraube auf. :-)
Beim Einfüllen des neuen Öls hatte ich genug Muße, endlich die antike Inschrift auf dem Öleinfüllstutzen zu lesen. Einer der Vorbesitzer hatte einen Dymo-Prägestreifen darum geklebt, der inzwischen durch Öl und Hitze komplett aufgequollen ist:
ANTAR MOLYGRAPHITE


Viele Grüsse
Klemens