danke für den Tip. Den Namen Putscher habe ich mir ehrlich beim Studium (übrigens auch Maschinenbau) erworben, da ich trotz der "Diktatur des Proletariats" immer meine Meinung gesagt habe und die war oft nicht Systemkonform
Jetzt noch ein paar Gedanken zur Ansprache von Sebastian:
Klar wäre ein abdrehen, aufschweißen, wieder abdrehen, härten und auf Maß schleifen eine Möglichkeit und wahrscheinlich nicht die schlechteste. Allerdings gibt es auch da doch einige Huerden zu nehmen:
1. wer kennt den Grundwerkstoff und kann genau sagen, mit was er schweißen muss (ein sehr guter Schweißer?)
2. was wenn beim Schweißen Lunker entstehen?
3. was macht der zusätzliche massive Wärmeeintrag beim Schweißen mit der Schwinge (Spannungen, Verzug, Gefüge)
4. Wie soll gehärtet werden? Für zwei Schwingarme extra eine Spule zum Induktionshärten bauen?
Für einen industriellen Einsatz kein Problem, aber als Reparaturlösung für zwei Lagerstellen???
Die Bedenken, mit der Durchmesserschwächung und der Kerbwirkung die Du angeführt hast, habe ich auch auf dem Schirm gehabt. Aber nach einigem hin und her Überlegen habe ich sie verworfen und zwar aus folgenden Gründen:
1. Citroën hat von hause aus schon eine sehr markante Kerbe zwischen Lagerfläche und der Dichtfläche eingebaut. Die scheint aber bist jetzt keinerlei Auswirkungen gehabt zu haben (oder ist da etwas anders bekannt?). Bei den überholten Armen vom Vlado sind - soweit ich messen konnte - ca 3,5mm abgedreht worden. Im Vergleich zum restlichen Durchmesser zu vernachlässigen, denke ich.
2. Die Konstruktion ist mehr als 50 Jahre alt. Damals gab es noch keine FEM_Berechnungen. Also habe die ein einfaches Modell gerechnet (grafisch oder mit Rechenschieber) und danach Versuche gemacht. Da mit der DS Rallys gefahren wurden, scheint die Achskonstruktion nicht die schlechteste zu sein und verfügt über etliches an Reserven.(die Bolzen in einem Dreieckslenker eines modernen Fahrzeuges sind ca. M12 und halten auch)
3. Wenn es Probleme mit der Vorderachse gab (Bordsteinkontakt o.Ä:), dann habe ich bis jetzt nur gehört, das sich die Arme verformen aber nicht das sie brechen.
Es gib also für beide Methoden pro und Kontra. Intessant währe jetz mal zu erfahren wie die Schwingarme mit der Aufschweißmethode nach einiger Laufzeit aussehen. Soweit ich weiß hat Vlados Bekannter nach etlichen km mal so eine überholte Einheit aufgemacht und keinerlei Probleme festgestellt (stand glaub ich hier auch schon mal irgend wo)
Und unter uns gesagt: Lebensmüde sind wir sowieso, wenn wir uns mir einem Auto ohne Sicherheitszelle, Airbag ,ABS, ESP, Reifendruckkontrolle, Sideassistent, Abstandswarner und allen möglichen anderen Schippes und Schnappes auf die Autobahn trauen, wo zum Teil Kleinstwagen mit über 200PS durch die Gegend flitzen - oder sind die lebensmüde??
Gruß Putscher