Alles mögliche gewechselt. Trotzdem kurze Schaltintervalle Hydraulikpumpe !

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Christian T
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Registriert: Fr 7. Jan 2005, 13:14

Re: Alles mögliche gewechselt. Trotzdem kurze Schaltintervalle Hydraulikpumpe !

Beitrag von Christian T »

Jau,

genau das wollte ich auch gerade korrigierend hinzugefügt haben (wie der Rheinländer sagt).

:-)
aquablader
Beiträge: 1590
Registriert: So 7. Aug 2011, 11:55

Re: Alles mögliche gewechselt. Trotzdem kurze Schaltintervalle Hydraulikpumpe !

Beitrag von aquablader »

Meine Gedanken zu ausgelutschtenFederzylindern:

Wenn die eingestellte Höhe erreicht ist, schließen die Höhenkorrektoren die Zufuhr. Richtig?
Wären die Federzylinder verschlissen, würde der Wagen schnell absinken, bis der HK wieder anspricht und die Zylinder auffüllt, bis die Höhe wieder erreicht ist. Gleichzeitig wäre ein ordentliches Gesprudel in den kleinen Rücklaufleitungen zu beobachten, wenn sich die hinteren Cafetieres nicht sogar dick aufpumpen. Denn nur dahin kann evtl. Öl, das durch eine defekte Abdichtung nachgepumpt werden müsste. Dann würde sich das Schaltintervall des Reglers auch erhöhen, zudem führe das Auto an der entsprechenden Achse Fahrstuhl...
Die Autos sinken aber nicht schnell ab, sie verharren wunderbar in hrer Höhe und die Pumpe rattert trotzdem alle 10 Sekunden.
Legt das Auto in Tiefststellung, dann sollte doch das Intervall gaaanz lang werden, wenn ich Eurer Argumentation folge. Dort sollten die Zylinder nämlich neuwertig sein. Das Intervall bleibt gleich, die HKs sind geschlossen, kein Durchfluß zu den Zylindern.

Die größten Ölfresser sind Bremsventil und Lenkungskopf. Möglich wären noch die Höhenkorrektoren selber, wenn am Kolben zwischen Einlass und Auslass Flüssigkeit durch kann.

Hauptdruckspeicher penibel gemessen? Ein- und Ausschaltdrücke Regler? Wie groß ist die Hysterese?
Wenn nur 10 bar zwischen Aus- und Einschaltdruck liegen, wird ja auch immer nachgefördert, dafür nur ganz kurz. Ist die Hysterese ausreichend, kann erstmal ein großes Volumen aus dem Hauptdruckspeicher entnommen werden, bis die Pumpe wieder fördern muß, dieses tut sie dann auch etwas länger. Wenn dann der Gasdruck der Speicherkugel stmmt, hat die Pumpe schon mal viel weniger Streß...

LG

Ingo
DS20_break Verified
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Registriert: Mo 30. Aug 2010, 23:10

Re: Alles mögliche gewechselt. Trotzdem kurze Schaltintervalle Hydraulikpumpe !

Beitrag von DS20_break Verified »

[quote="Die Veteranenscheune"]
Oh...Hardy kann an Baujahr und Fabrikat des Autos den Inhalt vom LHM Behälter bestimmen !!!!

Würde mir gerne Deine Glaskugel leihen ![/quote]

meine Kristallkugel verleihe ich nicht - aber bei Pentosin denke ich immer an die rote Feuerlöschsuppe die so schöne Löcher in den Lack brennt.
"Mach Dir keine Gedanken, wenn sie nicht auf Realität beruhen!"
erdgebundene Grüße,
Hardy
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rsa404
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Re: Alles mögliche gewechselt. Trotzdem kurze Schaltintervalle Hydraulikpumpe !

Beitrag von rsa404 »

[quote=aquablader]
Längere Schaltintervalle, bessere Lenkunterstützung und die HA lässt sich schöner schalten/kuppeln.

LG

Ingo[/quote]

Das kann ich so nicht bestätigen. Zumindest nicht bei einem Intervall von 10 bis 12 Sekunden.

Gruß,
Ralf
DS 19, 29. Jan. 1958 - http://rsa-rgs.blogspot.de / AMI 8 Break Okt. 1976 / Renault Megane Grandtour TCe 140 EDC, 06.25, Titanium-Grau /BMW 2er Active Tourer 218i, 03.2025, Alpinweiß, adaptives Fahrwerk / Mini Cooper Cabrio, 03.2022 Chili Red, 7-Gang DKG
Thiem Verified
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Re: Alles mögliche gewechselt. Trotzdem kurze Schaltintervalle Hydraulikpumpe !

Beitrag von Thiem Verified »

Hallo libe DS Feunde,

sorry daß ich mich hier so spät zu dem Thema melde, aber ich hab GNAU DAS GLEICHE sch### Problem, und das schon 1-2 Jahre. Ich bin so frustriert, daß ich meine DS (23 pallas Vergaser, 5Gang, also sehr überschaubar im Motorraum) mittlerweile fast gar nicht mehr fahre.

Früher hab ich ja alles selber gemacht, aber das ist jetzt mangels Garage nicht mehr möglich, was meine Optionen sehr einschränkt. Wenigstens habe ich eine Werkstatt, deren Chef mir (gegen Obulus) zur Hand geht und Hebebühne und all das zur Verfügung stellt.

Zur Historie: Eigentlich war alles ok, bis auf die Tatsache, daß eine Komplettrestauration notwendig war. Ok, so weit so gut. Aber irgendwann nach den Restaurationsarbeiten stelle ich fest, daß
1) der Wagen sich vorne sehr schnell senkt, und
2) der Druckregler alle 10sek *klackert*
Punkt 1 war schnell gefunden und geregelt, kaputte Federzylinder vorne.
Punk 2 treibt mich zur Verzweiflung (und Weissglut), weil ich jetzt schon so viel € versenkt habe, und die "Spezialisten", die ich konsultiert habe (dazu müsste ich mal ein Buch schreiben: "Das kann ich auch, nur besser und für umme" oder "Verarschen kann ich mich auch alleine") ausser "blind Aggregate tauschen" auch nix machen.

Zur Situation:
1) Lenkung: eine überholte eingebaut
2) Druckregler neu eingebaut
3) 4 Federkugeln waren ohnehin noch sehr gut (Federung sehr weich, niedrige Schwingfrequenz wenn man manuell die Konflügel runterdrückt, Wagen hebt sich innerhalb kurzer Zeit nach Anlassen)
4) Bremsdruckspeicher neu
5) Hauptdruckspeicher neu

Sorgen macht mir, daß man mir (im Nachhinein) gesagt hat, daß viele der Neuteile/überholte Teile eine eher bescheidene Qualität haben, ich also nicht weiss, ob die überholte Lenkung etc. wirklich was taugt.

Das Auto geht super (schnell) hoch beim Anlassen, federt super. Lenkung geht soweit auch (kein erhöhter Kraftaufwand), allerdings scheint mit das *zischen* etwas laut und viel. Kanns aber nicht beweisen. Rückfluß von LHM im Behälter ist nicht zu beobachten.

Schaltzeiten des Druckreglers: ist eigentlich immer gleich, so um die 7-10 sek. Allerdings auch mal 30 oder mehr. Habe allerdings nocht nicht eindeutig diagnostizieren können, unter welchen Bedingungen, das scheint erratisch zu sein (hoch-runter, warm-kalt, Lenkung neutral-eingeschlagen).
Allerdings glaube ich eine Sache festgestellt zu haben: wenn Lenkung in Mittelstellung, dann 10sek. Wenn ich die Lenkung ca. 1/4-1/2 Lenkradumdrehung betätige (leichte Kurvenfahrt) dann werden die Intervalle länger, LHM-Rückfluß ist aber nie zu beobachen.

Ich hoffe wirklich, daß ihr mir irgendwie weiterhelfen könnt, weil ich keinen Spaß mehr an der DS habe und schon daran gedacht habe sie abzustoßen (obwol ich sie schon seit 25 Jahren mein Eigen nenne und es mich zur Weißglut gebracht hat, daß die "Spezialisten" mich wohl nur als Michlkuh ansehen).

Mein bester Tip nach lesen dieses thread wäre: Bremsventil oder Lenkung. Abklemmen der Lenkung mit Metallplätchen, das könnte ich noch selber mal machen.

.......ohh P.S.: guten Rutsch wünsche ich allerseits!
M. Ferchaud
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Registriert: Mi 13. Jan 2010, 21:45

Re: Alles mögliche gewechselt. Trotzdem kurze Schaltintervalle Hydraulikpumpe !

Beitrag von M. Ferchaud »

Hallo Thiem,

nach Deiner Beschreibung könnte es tatsächlich an der Lenkung liegen. Der Versuch mit dem Abklemmen macht also Sinn. Für eine differenziertere Diagnose müsstest Du allerdings mit objektiven Messungen beginnen, d.h. Drücke und Druckzeiten kontrollieren. Hierzu sind Manometer mit angepassten Anschlüssen bzw. entsprechende Prüfeinrichtungen notwendig. Hast Du die Möglichkeit, die Drücker Deiner Speicherkugeln zu messen? Neuteile können durchaus defekt sein.

Viele Grüße
M.
DS20_break Verified
Beiträge: 3522
Registriert: Mo 30. Aug 2010, 23:10

Re: Alles mögliche gewechselt. Trotzdem kurze Schaltintervalle Hydraulikpumpe !

Beitrag von DS20_break Verified »

Ja, der Verdacht liegt nahe, siehe auch hier: read.php?1,2382,62433#msg-62433
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erdgebundene Grüße,
Hardy
Thiem Verified
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Re: Alles mögliche gewechselt. Trotzdem kurze Schaltintervalle Hydraulikpumpe !

Beitrag von Thiem Verified »

Danke für die prompten Antworten. An die (Feder)kugeln glube ich seit dem Test heute Morgen (gleich mehr dazu) nicht. Dafür um so mehr an die Lenkung (danke für den Link).

Das Auto war in Niedrigstellung, also Höhenkorrektoren ZU, Federung getrennt von der Hydraulik (so drucklos, daß man wie gewohnt die Kugeln mit der Hand herausdrehen könnte zum Wechseln).

Ergebnis: Taktzeit Druckregeler ist 9sek, genau so wie immer.

ABER

beim testen der Taktzyklen bekam ich immer etwas erratische Ergebnisse. Heute Morgen habe ich -glaube ich- den Verdächtigen festgenagelt.

Testsetup:
-Motor AN
-Auto Steht
-Federung in *normal*
-Lenkung in beliebiger Stellung

Wenn ich jetzt (wichtig ist, daß die DS steht!) an dem Lenkrad drehe, und zwar so weit, daß man Kraft aufbringen muß um die Haftreibung der Reifen zu überwinden, und wenn ich das Lenkrad so eingeschlagen *unter Spannung halte* dann bekomme ich - je nach Lenkradstellung!- Taktzeiten von 30sek bis 1:45!!!!!!.

Fazit: wenn das mal nicht die BRANDNEUE überholte Lenkung ist von....egal...ausm Rheinland, ihr wisst schon.

Das macht vor allem deshalb Sinn, WEIL:
Bei den Restaurierungsarbeiten, habe ich die Lenkung erneuern lassen, weil meine Alte am rechten Stopfen geleckt hat, und etwas auf den Längsträger siffte.
Und wieder einmal bewahrheitet sich eine alte Ingenieurswahrheit: Never change a running system (auch wenns leckt. SO teuer ist LHM auch wieder nicht).

Die Lenkung ist noch kein Jahr verbaut, und hat sicher noch keine 2.000km gesehen. Ob der das vielleicht auf Kulanz macht? Lohnt sich da nachfragen? Knapp 800€ für noch ne Lenkung....da muß ne alte Frau lange für stricken.

Was ich allerdings nicht verstehe ist, daß ich am Rücklauf der Lenkung zum HD-Behälter keine Flüssigkeit zurücklaufen sehe. Wie kann die Lenkung lecken, ohne daß was zum Rücklauf geht? Eine interne Leckage (*ausgeschlagene Feinmechanik*) würde doch zu erhöhtem Rückfluß in den Behälter führen, wo soll den das Zeuch sonst hin?
Sorry, wenn das ne dumme Frage ist, aber ich bin Elektronikgenie, nix wissen Mechanix und Maschinenbau.

Danke nochmal ihr seid super! Werde mich jetzt öfter hier sehen lassen. Habe auch jahrelang an der Kiste herumgebaselt ....bis vor wenigen jahren (*ich bin zu alt für diese Sch####*).
DS20_break Verified
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Registriert: Mo 30. Aug 2010, 23:10

Re: Alles mögliche gewechselt. Trotzdem kurze Schaltintervalle Hydraulikpumpe !

Beitrag von DS20_break Verified »

Hallo Thiem,
ich bin auch nicht als der Hydraulikspezi verschrien, aber lies mal hier: read.php?1,44694,44766#msg-44766
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Hardy
hy1600
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Re: Alles mögliche gewechselt. Trotzdem kurze Schaltintervalle Hydraulikpumpe !

Beitrag von hy1600 »

HALLO,
HATTE ES AN EINER ANDEREN STELLE (?) SCHON MAL GESCHRIEBEN:

Meine neu abgedichtete Lenkung brauchte am Steuerkopf keine 200 km, um Schaltintervalle von 5 Sek. zu produzieren. Da neu, hatte ich den Regler und den Hauptspeicher im Verdacht. Beide OK. Eine Rücksprache mit U.Petermann ergab, das die Teflon-Dichtringe eigentlich nur dichten, wenn tiefgekühlt und damit hart auf der Drehbank abgestochen werden dürfen. Nach aussen war die Lenkung dicht, war ein sogenannter Kurzschluss von Zuleitung zum Abfluss im Steuerkopf.
Welche Dichtungen hat deine Lenkung? und soviel auch zu: NEU bzw. ÜBERHOLT.
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