Re: Funktion der Lenkung
Verfasst: Fr 27. Nov 2015, 00:14
Vor Urzeiten hatte ich mich mal neben der Restauration meiner damaligen DS19 von Mai 56 mit der Hydraulikanlage der DS befasst in dem Sinn, dass ich rein anhand der Geometrie der Achsen und Achslasten die Hydraulikdrücke in den Federkugeln errechnet hatte, die nötig sind, um den Wagen „in Stellung“ zu halten. Und das ergab sich alles von selbst und deckte sich dann auch mit den vorgefundenen Drücken. Und erklärte die mittige Membranlage bei den vorgefundenen Maßen der Federkugeln und Federzylinder.
Die relativ ausführliche Betrachtung mit Messungen und Rechnungen wurde mal in einer „Hydraulischen Presse“ des DS-Clubs ( ich glaube es war Heft 4/98) unter der Überschrift „Soviel Druck muss sein!“ veröffentlicht.
Direkt anschließend hatte ich dann eine ähnliche Betrachtung mit analogen Methoden für die Lenkung durchgeführt. Aber nie final in druckfertige Form gebracht.
Einen Titel hatte der Kram schon. „Wieviel „bringt“ die DS-Servolenkung?“
Jetzt habe die damaligen Rechnungen wieder gefunden. Gesucht, weil Pit das Problem der „2 Finger“ ansprach und nach Werten fragte von Zylinder und Kolben.
Es ging mir damals darum, die maximal mögliche Servunterstützung zu errechnen bei einer DS mit optimistischsten Annahmen wie 180bar Abschaltdruck und Null Reibung strömungsmäßig und mechanisch in den Übertragungsgelenken.
Mein Ergebnis der Rechnungen begleitet von Messungen an der Geometrie des Wagens war:
„Die Hydraulikunterstützung der Lenkung ist bestmöglich so, als würde man die Gewichtskraft von 24kg Masse tangential an die Außenseite des Lenkrads wirken lassen.“
Die hydraulische Lenkung kann also maximal 240Newton Armkraft ersetzen.
Realistisch ist also eine Kraft am Lenkrad sparen vom Gewicht von 2 Eimern Wasser.
Einige Details dazu:
Zum Messen hatte ich eine „rote“ Lenkung benutzt.
Mein angehängtes Foto zeigt die „Antriebsstelle“ der Lenkung mit den Maßen Stange 19mm und Zylinder 25,4mm Durchmesser alias 1 Zoll.
Das ergab eine wirksame Fläche von 2,23cm^2 und eine Hydraulikkraft von 4KiloNewton.
Und einen Flüssigkeitsbedarf von knapp 40cm^3 bei Kurbeln von Anschlag zu Anschlag.
Und für den Lenkraddurchmesser an der Außenseite benutzte ich 40cm, wie das bei den frühen DS-Lenkrädern war.
Hört sich nach viel an. Ist auch viel auf dem glatten verölten Betonboden in einer Autowerkstatt. Aber draußen kann es Reibungssituationen geben, wo es einem eher zuwenig vorkommt. Also ist das mit den „2 Fingern“ ziemlich relativ...
Foto: Die zentrale „Antriebsstelle“ der Lenkhydraulik:
http://home.arcor.de/djjulian/uli/lenk.jpg
Uli
Die relativ ausführliche Betrachtung mit Messungen und Rechnungen wurde mal in einer „Hydraulischen Presse“ des DS-Clubs ( ich glaube es war Heft 4/98) unter der Überschrift „Soviel Druck muss sein!“ veröffentlicht.
Direkt anschließend hatte ich dann eine ähnliche Betrachtung mit analogen Methoden für die Lenkung durchgeführt. Aber nie final in druckfertige Form gebracht.
Einen Titel hatte der Kram schon. „Wieviel „bringt“ die DS-Servolenkung?“
Jetzt habe die damaligen Rechnungen wieder gefunden. Gesucht, weil Pit das Problem der „2 Finger“ ansprach und nach Werten fragte von Zylinder und Kolben.
Es ging mir damals darum, die maximal mögliche Servunterstützung zu errechnen bei einer DS mit optimistischsten Annahmen wie 180bar Abschaltdruck und Null Reibung strömungsmäßig und mechanisch in den Übertragungsgelenken.
Mein Ergebnis der Rechnungen begleitet von Messungen an der Geometrie des Wagens war:
„Die Hydraulikunterstützung der Lenkung ist bestmöglich so, als würde man die Gewichtskraft von 24kg Masse tangential an die Außenseite des Lenkrads wirken lassen.“
Die hydraulische Lenkung kann also maximal 240Newton Armkraft ersetzen.
Realistisch ist also eine Kraft am Lenkrad sparen vom Gewicht von 2 Eimern Wasser.
Einige Details dazu:
Zum Messen hatte ich eine „rote“ Lenkung benutzt.
Mein angehängtes Foto zeigt die „Antriebsstelle“ der Lenkung mit den Maßen Stange 19mm und Zylinder 25,4mm Durchmesser alias 1 Zoll.
Das ergab eine wirksame Fläche von 2,23cm^2 und eine Hydraulikkraft von 4KiloNewton.
Und einen Flüssigkeitsbedarf von knapp 40cm^3 bei Kurbeln von Anschlag zu Anschlag.
Und für den Lenkraddurchmesser an der Außenseite benutzte ich 40cm, wie das bei den frühen DS-Lenkrädern war.
Hört sich nach viel an. Ist auch viel auf dem glatten verölten Betonboden in einer Autowerkstatt. Aber draußen kann es Reibungssituationen geben, wo es einem eher zuwenig vorkommt. Also ist das mit den „2 Fingern“ ziemlich relativ...
Foto: Die zentrale „Antriebsstelle“ der Lenkhydraulik:
http://home.arcor.de/djjulian/uli/lenk.jpg
Uli