Sich stetig übermäßig vergrößerndes Kupplungsspiel - was kann das sein?
Verfasst: Di 21. Jun 2022, 17:02
Hallo zusammen,
meine ID19B wurde 2005 auf DX2 Motor mit langem 5 Gang Getriebe umgebaut. Dabei wurde der aus dem Schlachtwagen stammende Pedalbock mit Totpunktfeder und eine komplette neue Kupplung mit Ausrücklager und passendem Zug und Umlenkhebel verbaut. Innerhalb der nächsten Jahre vergrößerte sich stetig das Kupplungsspiel, Gänge wurden schwer zu wechseln und einzulegen, sodaß die Einstellschraube am Getriebe zwischen Druckstange und Ausrückhebel ständig (alle ca 5tkm) nachgestellt (reingedreht) werden musste, also die Null- Lage des in der Glocke gelagerten Ausrückhebels immer näher zur Lenkung rückte. Daraufhin wurde nach ca. 50tkm, als die Schraube beinah am Ende des Einstellbereiches angekommen war, in einer hier bekannten DS Werkstatt die Antriebseinheit nochmal gezogen. Nochmal komplett neue Kupplung, Ausrücklager, passender Zug, angeblich richtiger Winkelhebel für das Getriebe. Blöderweise und ohne mich zu fragen wurde sinnloserweise, da von den Hebelverhältnissen völlig identisch, der Pedallagerbock wieder auf die Variante ohne Totpunktfeder zurückgebaut.
Leider hat die Werkstatt damit das das Problem nicht beseitigt, weil der eigentliche Grund wohl nicht erkannt wurde. Wieder reduziert sich seit Einbau das Kupplungsspiel stetig. Ich musste immer wieder an der Einstellschraube nachspannen. Mittlerweile, nach ca 80tkm, ist sie komplett auf Anschlag in den Hebel reingeschraubt und der Hebel touchiert beim Auskuppeln den Faltenbalg der Lenkung. Jetzt muß wohl die Einheit nochmal raus.
Abgesehn davon daß mich das schon sehr nervt, daß da für viel Geld nur an den Symptomen rumgedoktert wurde, ist mir der Grund für so eine stetige Vergrößerung des Spiels unklar. Bei Reibscheibenverschleiß verringert sich das Spiel. Ausrücklagerverschleiß würde zwar eine Vergrößerung ergeben, schließe ich aber gedanklich aus, da das Ausmaß, das ich erlebe, viel zu erheblich dafür ist, und das damals ausgebaute Ausrücklager nach Aussage der Werkstatt ok war. Minderwertiges Drucklager schließe ich auch aus, da nach Aussage der Werkstatt die beste Variante eingebaut wurde. Überlastung und daraus folgender übermäßiger Verschleiß des Drucklagers durch aufgrund von zu geringem Spiel ständiger Anlage/ Vorspannung ist auch auszuschließen. Habe immer auf genug Leerweg nach WHB geachtet. Macht auch keine Geräusche. Loch des Umlenkhebels auf dem Getriebe ist auch nicht ausgeweitet. Das ist es also auch nicht. Außerdem würde das nicht die zu Auskuppeln notwendige weite Vorspannung des Ausrückhebels nach vorn erklären. Das Problem muß im Motor / Getriebebereich liegen und nicht in der äußeren Betätigung.
Frage: Kennt jemand dieses Verhalten, was könnte das sein? Normal ist das ja wie ich auch aus Gesprächen mit einem anderem DX2 Vielfahrer weiß, nicht.
Ich möchte ungern eine nochmalige Demontage des Triebstrangs, diesmal wieder in einer anderen Werkstatt, beauftragen, ohne eine Hypothese für die wahren Gründe zu haben.
Bin für alle Ideen dankbar
Schöne Grüße
Martin
meine ID19B wurde 2005 auf DX2 Motor mit langem 5 Gang Getriebe umgebaut. Dabei wurde der aus dem Schlachtwagen stammende Pedalbock mit Totpunktfeder und eine komplette neue Kupplung mit Ausrücklager und passendem Zug und Umlenkhebel verbaut. Innerhalb der nächsten Jahre vergrößerte sich stetig das Kupplungsspiel, Gänge wurden schwer zu wechseln und einzulegen, sodaß die Einstellschraube am Getriebe zwischen Druckstange und Ausrückhebel ständig (alle ca 5tkm) nachgestellt (reingedreht) werden musste, also die Null- Lage des in der Glocke gelagerten Ausrückhebels immer näher zur Lenkung rückte. Daraufhin wurde nach ca. 50tkm, als die Schraube beinah am Ende des Einstellbereiches angekommen war, in einer hier bekannten DS Werkstatt die Antriebseinheit nochmal gezogen. Nochmal komplett neue Kupplung, Ausrücklager, passender Zug, angeblich richtiger Winkelhebel für das Getriebe. Blöderweise und ohne mich zu fragen wurde sinnloserweise, da von den Hebelverhältnissen völlig identisch, der Pedallagerbock wieder auf die Variante ohne Totpunktfeder zurückgebaut.
Leider hat die Werkstatt damit das das Problem nicht beseitigt, weil der eigentliche Grund wohl nicht erkannt wurde. Wieder reduziert sich seit Einbau das Kupplungsspiel stetig. Ich musste immer wieder an der Einstellschraube nachspannen. Mittlerweile, nach ca 80tkm, ist sie komplett auf Anschlag in den Hebel reingeschraubt und der Hebel touchiert beim Auskuppeln den Faltenbalg der Lenkung. Jetzt muß wohl die Einheit nochmal raus.
Abgesehn davon daß mich das schon sehr nervt, daß da für viel Geld nur an den Symptomen rumgedoktert wurde, ist mir der Grund für so eine stetige Vergrößerung des Spiels unklar. Bei Reibscheibenverschleiß verringert sich das Spiel. Ausrücklagerverschleiß würde zwar eine Vergrößerung ergeben, schließe ich aber gedanklich aus, da das Ausmaß, das ich erlebe, viel zu erheblich dafür ist, und das damals ausgebaute Ausrücklager nach Aussage der Werkstatt ok war. Minderwertiges Drucklager schließe ich auch aus, da nach Aussage der Werkstatt die beste Variante eingebaut wurde. Überlastung und daraus folgender übermäßiger Verschleiß des Drucklagers durch aufgrund von zu geringem Spiel ständiger Anlage/ Vorspannung ist auch auszuschließen. Habe immer auf genug Leerweg nach WHB geachtet. Macht auch keine Geräusche. Loch des Umlenkhebels auf dem Getriebe ist auch nicht ausgeweitet. Das ist es also auch nicht. Außerdem würde das nicht die zu Auskuppeln notwendige weite Vorspannung des Ausrückhebels nach vorn erklären. Das Problem muß im Motor / Getriebebereich liegen und nicht in der äußeren Betätigung.
Frage: Kennt jemand dieses Verhalten, was könnte das sein? Normal ist das ja wie ich auch aus Gesprächen mit einem anderem DX2 Vielfahrer weiß, nicht.
Ich möchte ungern eine nochmalige Demontage des Triebstrangs, diesmal wieder in einer anderen Werkstatt, beauftragen, ohne eine Hypothese für die wahren Gründe zu haben.
Bin für alle Ideen dankbar
Schöne Grüße
Martin