Die SituationEs gibt ein gutes Angebot in Deutschland, in der Regel
hat man daher keine Preisvorteile bei einem Einkauf in
Frankreich. Sehr gut restaurierte Fahrzeuge findet man
auch in Holland und in der Schweiz. Achtung: Hier fällt
ein ermäßigter Einfuhrumsatzsteuersatz von
7% an, falls bei einem Händler gekauft wurde. Die
Steuer kann erstattet werden. |
Die Preise (Stand 2026)Die Preise stagnieren zur Zeit eher, sogar fallende
Preise sind häufig zu verzeichnen. Jedoch kann
man sicher sagen: Ein gutes Auto kaufen (und sei's
mit Kredit) ist auf jeden Fall billiger als ein mittelmäßiges
zu restaurieren. Von schlechten Autos sollte man
die Finger lassen (außer als Teileträger),
denn der Markt gibt genug gute Wagen her. Echte Schnäppchen
findet man heutzutage keine mehr, die Preise sind
transparent und niemand hat etwas zu verschenken.
Wird ein Fahrzeug deutlich unter dem üblichen
Preis angeboten, sollte man große Vorsicht
walten lassen. Auch ein Betrug könnte dahinterstecken. |
TeileversorgungBei Kurzhubern (ab Modelljahr 1966) gibt es bei
den technischen Teilen gibt es keine Probleme, auch
bei den Karosserieteilen ist die Situation recht
gut durch die umfangreiche Nachfertigungen insbesondere
im Chassis- und Blech-Bereich. Bei den Langhubern
bis Modelljahr 1965 sind nicht mehr alle technischen
Bauteile verfügbar und müssen daher oftmals
aufgearbeitet werden. |
Die TechnikDie Hydraulik ist weitaus besser als ihr Ruf und zumindest
bei den einfachen Modellen durchaus mit überschaubarem
Aufwand instand zu setzen. Halbautomaten leiden öfters
durch nachlässige Pflege des Vorbesitzers. Reparaturen
können hier auch mal aufwendig und teuer werden.
Regelmäßig gewartet sind sie jedoch nahezu
problemlos. Problemstellen: Rost an Leitungen im Bereich
von Karosseriedurchführungen, Rücklaufschläuche
(altersbedingte Verhärtungen führen zu Rissen),
Gelenkleitungen an den hinteren Schwingarmen (nur bis
Modell '68). Auch Lenkungen neigen zu altersbedingter
Undichtigkeit, können aber überholt werden. |
Allgemeine SchwachstellenIn erster Linie macht der Rost zu schaffen. Türunterkanten
(Kästen), Regenrinne rechts und links vom Kofferraumdeckel,
Kofferdeckel bei allen Modellen mit der dicken Schaumgummi-Dichtung,
Stoßstangenaufnahme hinten, Schweller (besonders
Pallas, da unter einer Verkleidung verborgen), Kotflügel
vorne im Kasten zwischen Radbogen und Hinterkante sowie
unter den Blinkern (ab Sept. 67), Enden der Türsäulen
unten, Dachrahmen, besonders Mitte vorn. Aufwändig
und teuer zu reparieren sind Durchrostungen im Bereich
des hinteren Schwingarmlagers, zu finden nur nach Demontage
des Abdeckbleches des Querstabis im Kofferraum. Auch
hier ist die Beratung durch Spezialisten unbedingt
vorteilhaft. |
Spezifische Schwachstellen / BreakRostanfällig sind Heckklappen, Heckklappenscharniere, Innenkotflügel unter den hinteren Seitenfenstern und das Rahmenheck. In den Schwingarmen, den hinteren Bremstrommeln (breiter) und den hinteren Federkugeln unterscheiden sich die Breaks von den Limousinen. Das Chassis ist außen auf dem Schweller durch ein über die gesamte Länge zusätzlich aufgebrachtes Blech verstärkt und weißt zwei Wagenheberaufnahmen auf jeder Seite auf. |
Die LanghuberDie Motoren basieren noch auf den Motoren der Traktion
Avant. D-Modelle mit diesen Motoren wurden gebaut
von 1955 bis September 1965. Es sind sparsame, etwas
behäbige Motoren mit guter Haltbarkeit und breitem
Drehzahlband bei begrenzter Spritzigkeit. |
Die KurzhuberAls Kurzhuber bezeichnet man alle DS ab Oktober 1965 (Modelljahr 66), alle ID ab Oktober 1966 (Modelljahr 67) mit dem Motor mit fünffach gelagerter Kurbelwelle. ID 19B, ID 20, D Special, D Super bieten pures D-Modell-Gefühl
bei etwas einfacherer Ausstattung, dafür aber
deutlich günstigerer in Anschaffung, Unterhalt
und Restaurierung. Obendrein sind sie weniger rostanfällig
durch das Fehlen vieler zusätzlicher Zierteile
wie Leisten und Verblendungen. |
DS 21, DS 23 mechanique, DSuper 5 (104 PS)DS 21 und DS 23 mechanique sowie DSuper5 haben meist eine bessere Motorisierung. Besonders mit dem späteren 5-Gang- statt 4-Gang- Getriebe sind diese Modelle sehr beliebt. Die Anschaffung ist erschwinglich, Restaurierung relativ günstig, da einfacher ausgestattet. Der Unterhalt ist unwesentlich teurer (Ausnahme: DS 23, mehr Verbrauch bei nicht entsprechend mehr Leistung, etwas rauerer Motor, neigt als IE etwas zu thermischen Problemen), zuverlässig. |
Die HalbautomatikDie DS 19, DS 20, DS 21, DS 23 mit dem über Wählhebel vor dem Lenkrad halbautomatisch zu schaltenden Getriebe sind etwas für den Technikbegeisterten. Für viele die eigentlich wahren DS. Zwar sind sie pflegeintensiver, gut gewartet aber genauso zuverlässig. Sie sind deutlich teurer bei der Restaurierung (umfangreiche Hydraulik), sind vor allem dann teuer im Unterhalt, wenn man nicht vieles selber machen kann. Nicht spezialisierte Werkstätten haben in der Regel Probleme im Umgang mit den Halbautomaten. Man soll sich erst eines Spezialisten in der Nähe versichern, hier hilft wieder der Beitritt in den Club. |
Die EinspritzerDie Einspritzer (DS 21 IE und DS 23 IE) eignen sich nur für technisch Versierte und für IE-Fans, besonders in der Version mit Halbautomat. Sie bieten die Spitzenmotorisierung. Wenn sie in Ordnung sind, bieten sie faszinierende Fahrleistung bei geringem Verbrauch. Schon einfache Wartungsarbeiten wie das Wechseln der Zündkerzen kosten viel Zeit. Der Motorraum eines Einspritzers wird nicht zu Unrecht gerne als Schlangengrube bezeichnet. Dramatisch wird es, wenn das Fahrzeug auch noch über eine Klimaanlage verfügt. |
Borg Warner DS 21 und DS 23Das dreistufige, vollautomatische Borg Warner-Getriebe erfordert in der Regel eine gründliche Überholung, Spezialisten dafür sind rar. Dafür ist der Fahrkomfort unvergleichlich, wird aber mit erhöhtem Benzinverbrauch erkauft, der direkte Gang ist kürzer übersetzt als beim Schaltgetriebe. Die Ersatzteilversorgung ist problematisch. |
PallasAlle zum Modelljahr 65 eingeführten und begehrten Pallas-Modelle, die von der Technik her den jeweiligen DS 19, DS 20, DS 21 oder 23 entsprechen, bieten eine luxuriöse Ausstattung, oftmals Leder (das gab es nur in schwarz oder braun) und viele Zierleisten und Verblendungen. Nahezu aller Zierrat ist zwar (wie bei allen D-Modellen) aus Edelstahl, aber darunter blüht oftmals der Rost. Das ist bei den Pallas-Modellen gerne heimtückisch. Oft steht einem dann trotz gutem ersten Eindruck eine sehr kostspielige Restaurierung ins Haus. Pallas-spezifische Teile (Zierteile, Interieur) sind schwerer zu bekommen. Der Kauf plus einer wider Erwarten fällig werdenden Restaurierung kann schnell mehr als den Marktwert des Fahrzeugs kosten. Für den Laien oftmals schwer zu erkennen sind auf Pallas-Ausstattung umgerüstete Standard-Ausführungen, die man meiden sollte. Merke: Eine DS-Pallas hat niemals ein Bremspedal, sondern immer den Bremspilz! Eine Ausnahme bilden einige sehr wenige im Citroën-Werk Mangualde in Portugal montierte D Super, die dort mit einem der französischen Pallas-Ausstattung vergleichbaren Interieur sowie den äußerlichen Pallas-Zierteilen versehen wurden. Echte portugiesische D-Modelle sind an einem blauen Typenschild mit der Aufschrift "Citroën Lusitania SARL" zu erkennen. |
Break, Familiale undAmbulanceDie Kombi-Versionen sind technisch identisch mit den mechanischen DS (19, 20, 21, 23), allerdings haben sie eine Ausstattung und ein Armaturenbrett wie die ID-Modelle. Die Break haben im Boden der hinteren Ladefläche zwei Einzelsitze versenkt. Die Familiale haben die schmalere hintere Sitzbank weiter hinten und im Fußraum zwischen Vordersitzen und Sitzbank drei Klappsitze. Entsprechend unterscheiden sich Chassis und Tankposition zwischen Break und Familiale. Bei beiden trägt das Dach mit, schenken Sie also dem Dachrahmen besondere Beachtung. Commerciale haben keine Klappsitze im Kofferraum, sondern einen festen Laderaumboden. Ambulance-Modelle haben eine 60/40-teilbare Lehne der Rücksitzbank. |
Administration und PrestigeDie D-Modelle nahezu aller Baureihen konnten ab 1958 auch mit Trennscheibe bestellt werden, die quasi die Rückenlehne der vorderen Sitzbank(!) bildete. Es gab sie in einer einfacher ausgestatten Version „Administration“ und in der luxuriösen Version „Prestige“, die ab 1965 auf dem Modell Pallas basierte. Unzählige Sonderwünsche wurden in den bei Chapron ausgerüsteten Fahrzeugen umgesetzt, so dass kaum eine Prestige einer anderen gleicht. In der äußeren Karosserie und in der Technik gleichen sie den jeweiligen D-Modellen, lediglich die oftmals georderte Klimaanlage und die serienmäßige Zusatzheizung für das Fahrgastabteil bedingten ein paar Änderungen. |
Cabrio/CoupéWegen der in Handarbeit aufgebauten
Karosserie und der zusätzlichen Hohlräume
sind diese weitaus rostanfälliger, die Technik
ist identisch der der Limousinen. Das Chassis weißt
deutliche Unterschiede zu dem der Limousinen auf
und basiert auf dem verstärkten Rahmen der Break.
Cabrios konnten in (bis auf die Weiß-Töne)
zwölf eigenen Metallic-Lackfarben bestellt werden,
die identisch mit den Lacken der Rolls-Royce der
entsprechenden Baujahre sind. Das in elf Farbvarianten
lieferbare Leder-Interieur entsprach in der Form
der Polsterung nicht dem der Limousinen. Die Ausstattung
ist etwas hochwertiger als die der Limousinen und
basiert ab Modelljahr 65 auf der Pallas-Ausführung. |
Datenblätter zu allen D-Modell finden Sie hier.