OT Bestimmen

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Carsten_SM
Beiträge: 1142
Registriert: Sa 5. Sep 2009, 20:51

Re: OT Bestimmen

Beitrag von Carsten_SM »

Die ganze Winkelfehler/ Nulldurchlaufproblematik verschwindet, wenn man etwas fest ins Kerzenloch reinsteckt, das den Zylinder am Nulldurchgang hindert, vor OT.

Dann einmal linksrum, einmal rechtsrum drehen, die Strecke zwischen den Punkten halbieren, da ist OT.

Carsten
sebastianklaus
Beiträge: 1288
Registriert: Sa 28. Okt 2006, 09:41

Re: OT Bestimmen

Beitrag von sebastianklaus »

Hallo,
ich habe bei meinen beiden DS verifiziert, ob der Fühlstift wirklich ganz genau bei OT einrastet. Das war mit einem Fehler von knapp 0,5° der Fall.
Das Messen des OT mittels einer Tiefenlehre in der OT- Position ist total ungenau, weil der cos bei 0 einen Horizontaldurchgang hat und man bei großer Winkelveraenderung praktisch kein Delta im Kolbenhub misst. Das ist m.E. einfach eine vollkommen unbrauchbare Methode.
Minimal ist der Fehler theoretisch und praktisch etwa beim halben Kolbenhub.
Die von Dir, Carsten, propagierte Methode berücksichtigt diesen Effekt ja und ist ja sehr schön einfach, hat jedoch den Nachteil, beim links herum drehen die Lose und das Spiel der Steuerkette zu beinhalten. Das ist mir ebenfalls viel zu ungenau gewesen.
Ich habe die von Carsten propagierte Methode einfach so verändert, dass ich (Motor immer schön rechts rum drehen !!!) bei ca. 45° vor OT eine Markierung gesetzt habe und die Kolbenposition per Tiefenlehre gemessen habe.
Dann habe ich durch langsames Vortasten (Motor immer schön rechts rum drehen !!!) die gleiche Kolbenposition bei ca. 45° nach OT gesucht und dann wieder eine Markierung gesetzt. Das ist wirklich sehr genau, ich habe die Messung bei einem Wagen 6x wiederholt und bin auf eine vernachlässigbare Winkelabweichung gekommen.
Viele Grüße
Sebastian
Carsten_SM
Beiträge: 1142
Registriert: Sa 5. Sep 2009, 20:51

Re: OT Bestimmen

Beitrag von Carsten_SM »

Spiel in der Steuerkette ?

Nur, wenn die Riemenscheibe auf der NW als Bezug gewählt wird.

Die Schwungscheibe ist fest mit der KW verbunden. Beim SM blitzt man die Schwungscheibe ab.

Nix lose Steuerkette (auch wenn das ein altes SM-Spezialthema ist, der Kollege Dr. Kettenriss...)

Bedeutet halt, ich weiß nicht mehr wie das bei der DS ist, dass man auf 10 oder 20 cm Umfang Zugriff auf die Schwungscheibe braucht.

Beim SM hat man den, von unten.

Carsten
Hans-Uwe Fischer
Beiträge: 1834
Registriert: Do 30. Jan 2003, 08:27

Re: OT Bestimmen

Beitrag von Hans-Uwe Fischer »

symphatique hat geschrieben:
Am Ende geht´s doch nur darum, festzustellen, ob die Bohrung in der Schwungscheibe bei 12 Grad vor OT oder bei 0 Grad, also OT, zu finden ist.
Dafür reicht meiner schmalen Erfahrung nach ein entsprechend langer Schraubendreher, dessen Griff in das Zündkerzenrohr passt. Die old-school- Holzgriffdreher z.B. passen satt.
Man dreht dann die Kurbelwelle mit der Handkurbel/mit dem angehobenen Vorderrad und ritzt mit Taschenmesser an der höchsten Stelle zur Rohrkante den Griff ein.
Nochmal Welle drehen und Ritze kontrollieren.
Abermals drehen und Fühlsift zur Findung des Schwungscheibenloches ansetzen, wenn er rastet und die Ritze da ist, ist´s eine OT-Markierung; wenn die Ritze (nach Ziehen des Fühlstiftes) erst beim Weiterdrehen erscheint, ist´s ein 12 Grad v.OT-Loch.

MfG
Volker
Falsch. Es kann durchaus der Fall auftreten, dass keine OT-Bohrung vorhanden ist. Wobei eine OT-Bohrung ja nicht im OT sein muss. Wie bereits erwähnt, war eine Bohrung an meinem DS23 IE Borg Warner nicht vorhanden, oder nicht erreichbar.

HUF
Hans-Uwe Fischer
Beiträge: 1834
Registriert: Do 30. Jan 2003, 08:27

Re: OT Bestimmen

Beitrag von Hans-Uwe Fischer »

sebastianklaus hat geschrieben: Hallo,
ich habe bei meinen beiden DS verifiziert, ob der Fühlstift wirklich ganz genau bei OT einrastet. Das war mit einem Fehler von knapp 0,5° der Fall.

Das Messen des OT mittels einer Tiefenlehre in der OT- Position ist total ungenau, weil der cos bei 0 einen Horizontaldurchgang hat und man bei großer Winkelveraenderung praktisch kein Delta im Kolbenhub misst. Das ist m.E. einfach eine vollkommen unbrauchbare Methode.

Minimal ist der Fehler theoretisch und praktisch etwa beim halben Kolbenhub.
Die von Dir, Carsten, propagierte Methode berücksichtigt diesen Effekt ja und ist ja sehr schön einfach, hat jedoch den Nachteil, beim links herum drehen die Lose und das Spiel der Steuerkette zu beinhalten. Das ist mir ebenfalls viel zu ungenau gewesen.
Ich habe die von Carsten propagierte Methode einfach so verändert, dass ich (Motor immer schön rechts rum drehen !!!) bei ca. 45° vor OT eine Markierung gesetzt habe und die Kolbenposition per Tiefenlehre gemessen habe.
Dann habe ich durch langsames Vortasten (Motor immer schön rechts rum drehen !!!) die gleiche Kolbenposition bei ca. 45° nach OT gesucht und dann wieder eine Markierung gesetzt. Das ist wirklich sehr genau, ich habe die Messung bei einem Wagen 6x wiederholt und bin auf eine vernachlässigbare Winkelabweichung gekommen.
Viele Grüße
Sebastian
Falsch. Wie ich bereits oben erwähnte, ist es mit einem Messsystem mit hoher Auflösung gut machbar. So wie z.B. obiges Messgerät (siehe Foto) mit einer Auflösung von 0,0001 mm. (Mit solch einem Messsystem haben wir auch den Taumelfehler einer Gewindespindel gemessen)

HUF
Gerhard Trosien
Beiträge: 1055
Registriert: Mi 5. Dez 2007, 07:04

Re: OT Bestimmen

Beitrag von Gerhard Trosien »

So, wie sebastianklaus es beschreibt, ist es optimal, wenn man kein Messgerät alá HUF hat. Auf keinen Fall ist es "falsch"!!
Hans-Uwe Fischer
Beiträge: 1834
Registriert: Do 30. Jan 2003, 08:27

Re: OT Bestimmen

Beitrag von Hans-Uwe Fischer »

[quote="Gerhard Trosien"]
So, wie sebastianklaus es beschreibt, ist es optimal, wenn man kein Messgerät alá HUF hat. Auf keinen Fall ist es "falsch"!![/quote]

Falsch. Die von mir fett gekennzeichneten Aussagen, im vorherigen Beitrag von sebastianklaus, sind falsch.

HUF
sebastianklaus
Beiträge: 1288
Registriert: Sa 28. Okt 2006, 09:41

Re: OT Bestimmen

Beitrag von sebastianklaus »

Hallo Carsten:
Du hast natürlich Recht, wenn Du die Markierungen auf der Schwungscheibe machst. Wenn Du die Riemenschiebe nimmst (davon war ich ausgegangen, weil das bei der DS naheliegend ist, da man bei montiertem Getriebe an die Schwungscheibe nicht dran kommt), ist es natürlich schon so, wie ich sage.

Die Idee, den OT genau zu messen, indem man bei 0° den Delta- Kolbenhub misst, ist mathematisch einfach unsinnig, das wird auch nicht besser, wenn man ein Messgerät nimmt, das vermeintlich eine Auflösung von 0,1 mue hat. Das macht einfach keiner, der schon mal eine Messtechnikvorlesung gehört hat.
Aber wenn Ihr meint, dann macht das mal weiter so.

Viele Grüße
Bastian
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