DS fahren bei -10°C
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symphatique
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Re: DS fahren bei -10°C
Na dann wartet mal bis zu den sog.Umschlagstemperaturen (ab ca. + 4°C) und schaut dann auf/ unter eure bei trockenem Wetter/ trockenem Salz auf der Strasse gewesenen Mesdames.
Ihr werdet staunen, was dieser Staub dann Luftfeuchte bindet und wie jeder dort hängende Salzwassertropfen die Laune versaut...
Ihr werdet staunen, was dieser Staub dann Luftfeuchte bindet und wie jeder dort hängende Salzwassertropfen die Laune versaut...
"Das is´nich´kaputt! Das kann man reparieren!"
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Carsten_SM
- Beiträge: 1142
- Registriert: Sa 5. Sep 2009, 20:51
Re: DS fahren bei -10°C
... und denkt an Türfalze unten und Kotflügelecken vorn.
Die DS meiner Eltern wurden nie alt, im Harz war immer <8 Jahre angesagt, und das war schon tapfer.
Carsten
Die DS meiner Eltern wurden nie alt, im Harz war immer <8 Jahre angesagt, und das war schon tapfer.
Carsten
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Gerhard Trosien
- Beiträge: 1055
- Registriert: Mi 5. Dez 2007, 07:04
Re: DS fahren bei -10°C
Wenn ich ein ungeschweißtes Exemplar mit Originallack hätte, würde ich sicher nicht durch salzigen Schneematsch fahren. Aber so? Ich repariere seit 26 an dem Auto herum, die Rostbekämpfung darf man nicht vernachlässigen, dann geht's.
DS'se der 1970er Jahre wurden in Deutschland selten alt, ich weiß von einem Auto, das 6 Jahre nach Erstzulassung auf den Schrott wanderte. So gesehen sind die Rostschäden an meinem Auto seit einer umfangreicheren Instandsetzung vor 8 Jahren minimal. Ich kann damit leben. Und das Auto genießen. Was habe ich vom DS, wenn der Betrieb irgendwann verboten wird (steht in einem Programm einer politischen Partei, die trotz Totalversagens immer noch von mehr als 10% der Wähler gewählt wird), und ich kann sagen: ja, ich hatte einen, 25 Jahre lang, und bin an trockenen, sonnigen Sonntagnachmittagen insgesamt 5.000 km gefahren, allerdings hat die Diva mich dauernd im Stich gelassen... Besser, das Auto 25 Jahre fast täglich genossen zu haben. Ein D-Modell will bewegt werden, sonst rächt es sich mit Störungen. Ein D-Modell läuft umso störungsfreier, je regelmäßiger es bewegt wird.
Winterreifen: ich kann Maxxis empfehlen. Es handelt sich um C-Reifen (Lieferwagen) in 185-15. Sie sind preiswert, rollen gut, sind im Schnee prima, auf trockener und nasser Straße gut, nur bei leicht feuchter Straße wollte das Heck in der Kurve schon mal weg. Sehr ungewohnt beim D-Modell. Seit neuestem gibt es 2 Modelle, das jüngere kenne ich noch nicht.
DS'se der 1970er Jahre wurden in Deutschland selten alt, ich weiß von einem Auto, das 6 Jahre nach Erstzulassung auf den Schrott wanderte. So gesehen sind die Rostschäden an meinem Auto seit einer umfangreicheren Instandsetzung vor 8 Jahren minimal. Ich kann damit leben. Und das Auto genießen. Was habe ich vom DS, wenn der Betrieb irgendwann verboten wird (steht in einem Programm einer politischen Partei, die trotz Totalversagens immer noch von mehr als 10% der Wähler gewählt wird), und ich kann sagen: ja, ich hatte einen, 25 Jahre lang, und bin an trockenen, sonnigen Sonntagnachmittagen insgesamt 5.000 km gefahren, allerdings hat die Diva mich dauernd im Stich gelassen... Besser, das Auto 25 Jahre fast täglich genossen zu haben. Ein D-Modell will bewegt werden, sonst rächt es sich mit Störungen. Ein D-Modell läuft umso störungsfreier, je regelmäßiger es bewegt wird.
Winterreifen: ich kann Maxxis empfehlen. Es handelt sich um C-Reifen (Lieferwagen) in 185-15. Sie sind preiswert, rollen gut, sind im Schnee prima, auf trockener und nasser Straße gut, nur bei leicht feuchter Straße wollte das Heck in der Kurve schon mal weg. Sehr ungewohnt beim D-Modell. Seit neuestem gibt es 2 Modelle, das jüngere kenne ich noch nicht.
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Frank Plate Verified
- Beiträge: 862
- Registriert: Mo 24. Mär 2014, 16:39
Re: DS fahren bei -10°C
Arme Socke, wenn einem beim Fahren mit der DS im Winter die Grünen einfallen. Ist so ein bisschen wie der Pastor, der nachts um den Puff schleicht....
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Hans-Uwe Fischer
- Beiträge: 1834
- Registriert: Do 30. Jan 2003, 08:27
Re: DS fahren bei -10°C
Den Pastor kann man irgendwie verstehen... Die heimliche Umvolkung der Grünen wohl eher nicht.Boßhammer hat geschrieben: Arme Socke, wenn einem beim Fahren mit der DS im Winter die Grünen einfallen. Ist so ein bisschen wie der Pastor, der nachts um den Puff schleicht....
HUF
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buntspecht
- Beiträge: 129
- Registriert: Mi 7. Sep 2011, 23:32
Re: DS fahren bei -10°C
Hi.
Konnte es am Sonntag Nachmittag nicht lassen...
Nachdem mein Großer Citroën seit Ende Oktober (bei uns im Taubertal war seit dem immer wieder scheiß Wetter und ich fahre nicht bei Regen, hatte auch keine Zeit) in der Tiefgarage rumsteht, dachte ich mir morgens - Mensch jetzt fährst mal ne Runde! Muss jetzt sein!
Es war Arschkalt, -7°, Strassen trocken. Durch den peitschenden Wind wurde der Salzstaub weggeweht und was Salz betrifft bin ich eh allergisch. Hatte aber kein schlechtes Gewissen da ich mein Alltagskarren eine Woche vorher gewaschen habe und kein nennenswerter Salzstaub sich an diesem niedergelegt hat.
Aber Pustekuchen: Batterie war tot. Nicht mal Innenlicht ging. Zum Glück hatte ich das Ladegerät da ( C-tek 5000, nur zu empfehlen)... 5 Stunden angeschlossen und der Anlasser konnte wieder.
Dieses mal gab es keine lange Orgelei - 3 Sekunden und der Motor lief! Wie gesagt - arschkalt war's. Zum Glück hing der Thermostat anfangs ab Fahrtbeginn etwas bis der Zeiger nach ca. 2km kurz vorm roten Bereich war. Dann hat auch dieser geöffnet und der Zeiger fiel bei voll laufender Heizung ohne Gebläse bis zum untersten weißen Bereich (DS21 mod.69). Auch während der Fahrt veränderte sich kaum was thermisch im Innenraum. Zumindest fror man nicht wie ein Hund.
Was mir aber gefiel: die hydraulischen Komponenten arbeiteten gefühlt besser - Schalten (HA) und lenken ging schöner. Kann es daran liegen dass meine Lenkung (im Sommer katastrophal schwergängig) bei Kälte dichter ist?
Ach so: nein, sind keine erkennbaren Salzspuren danach gewesen, auch die Geschmacksprobe bestätigte dies
Jetzt fragt ihr euch wie das funktioniert...
Konnte es am Sonntag Nachmittag nicht lassen...
Nachdem mein Großer Citroën seit Ende Oktober (bei uns im Taubertal war seit dem immer wieder scheiß Wetter und ich fahre nicht bei Regen, hatte auch keine Zeit) in der Tiefgarage rumsteht, dachte ich mir morgens - Mensch jetzt fährst mal ne Runde! Muss jetzt sein!
Es war Arschkalt, -7°, Strassen trocken. Durch den peitschenden Wind wurde der Salzstaub weggeweht und was Salz betrifft bin ich eh allergisch. Hatte aber kein schlechtes Gewissen da ich mein Alltagskarren eine Woche vorher gewaschen habe und kein nennenswerter Salzstaub sich an diesem niedergelegt hat.
Aber Pustekuchen: Batterie war tot. Nicht mal Innenlicht ging. Zum Glück hatte ich das Ladegerät da ( C-tek 5000, nur zu empfehlen)... 5 Stunden angeschlossen und der Anlasser konnte wieder.
Dieses mal gab es keine lange Orgelei - 3 Sekunden und der Motor lief! Wie gesagt - arschkalt war's. Zum Glück hing der Thermostat anfangs ab Fahrtbeginn etwas bis der Zeiger nach ca. 2km kurz vorm roten Bereich war. Dann hat auch dieser geöffnet und der Zeiger fiel bei voll laufender Heizung ohne Gebläse bis zum untersten weißen Bereich (DS21 mod.69). Auch während der Fahrt veränderte sich kaum was thermisch im Innenraum. Zumindest fror man nicht wie ein Hund.
Was mir aber gefiel: die hydraulischen Komponenten arbeiteten gefühlt besser - Schalten (HA) und lenken ging schöner. Kann es daran liegen dass meine Lenkung (im Sommer katastrophal schwergängig) bei Kälte dichter ist?
Ach so: nein, sind keine erkennbaren Salzspuren danach gewesen, auch die Geschmacksprobe bestätigte dies
Jetzt fragt ihr euch wie das funktioniert...
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M. Ferchaud
- Beiträge: 2152
- Registriert: Mi 13. Jan 2010, 21:45
Re: DS fahren bei -10°C
Ich stimme Volker zu: Das Salz ist ein echtes Risiko und muss nicht unbedingt sichtbar sein. Mein C6 ist komplett gepökelt, obwohl ich gefühlt kaum auf gesalzenen Straßen unterwegs war. Ein Freund hat das jahrelang mit seinem Käfer gemacht, und der Gilb kam nach dem Winter aus allen Falzen. Meine Winter-CX und -GS sahen in dieser Hinsicht ähnlich aus.
Die -5°-Heizung meiner 65er ID 19 lieferte bei kalten Fahrten stets nur laue Lüftchen, die man allenfalls ab 0° wahrnehmen konnte. Dafür bollern die beiden innenliegenden Öfen in der '58er DS mit stufenlosem Gebläse richtig angenehm.
Winterreifen braucht ein D-Modell eigentlich nicht, das Traktions- und Spurhaltevermögen - auch beim Bremsen - ist gegenüber zeitgemäßen Kandidaten nach wie vor exorbitant. Gute Sommerreifen vorausgesetzt.
Grüße
Henning
Die -5°-Heizung meiner 65er ID 19 lieferte bei kalten Fahrten stets nur laue Lüftchen, die man allenfalls ab 0° wahrnehmen konnte. Dafür bollern die beiden innenliegenden Öfen in der '58er DS mit stufenlosem Gebläse richtig angenehm.
Winterreifen braucht ein D-Modell eigentlich nicht, das Traktions- und Spurhaltevermögen - auch beim Bremsen - ist gegenüber zeitgemäßen Kandidaten nach wie vor exorbitant. Gute Sommerreifen vorausgesetzt.
Grüße
Henning
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Gerhard Trosien
- Beiträge: 1055
- Registriert: Mi 5. Dez 2007, 07:04
Re: DS fahren bei -10°C
Zustimmung. Die besten Winterreifen fürs D-Modell sind die originalen Michelins. Leider wurde ein ausnahmsweise einmal sinnvoller Paragraf der StVO ("angemessene Bereifung") nach heftigsten Protesten von Leuten, die den Sinn dieser VO nicht verstanden haben, in eine Winterreifenpflicht (bei entsprechenden Straßenverhältnissen) umgewandelt. Und die Michelins, die zu Sonderpreisen über Oldtimer-Reifenhändler vertrieben werden, haben leider kein "Schnellflocke"-Symbol. So fährt man also mit "Winterreifen", die diesen Namen nicht verdienen, schlechter, als früher mit der Originalbereifung, weil neben 60€ Bußgeld 1 Punkt in Flensburg droht...M. Ferchaud hat geschrieben: ...
Winterreifen braucht ein D-Modell eigentlich nicht, das Traktions- und Spurhaltevermögen - auch beim Bremsen - ist gegenüber zeitgemäßen Kandidaten nach wie vor exorbitant. Gute Sommerreifen vorausgesetzt.
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