Vergaserfrage für Spezialisten

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symphatique
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Re: Vergaserfrage für Spezialisten

Beitrag von symphatique »

Ich finde O-Ringe in diesem Baubereich zu gefährlich.

Durch chemische Einflüsse aus dem Sprit quellende Ringe können die Wellen klemmen, im doofsten Fall auf Vollgas.

Durch chemische Einflüsse aus dem Sprit schrumpfende Ringe erfüllen ihre Dichtaufgabe nicht.

Die High-end-Lösung wären Nadellager und Wellendichtringe/ Simmerringe.

Einen drunter wären Sinterbuchsenlagerung oder Teflonbuchsen.

Ein gewisser Lufteintrag an diesen Wellen ist im Leerlaufsystem "eingepreist".
Ebenso die dazu kalibrierten Bohrungen im Ansaugkrümmer, einmal die Schraubbuchse, auf die die Kurbelgehäuseentlüftung gesteckt wird wie auch die Überschuss/Kondensatablaufbohrung am Boden des Krümmers.
Schiefgezogene Vergaserflansche jedoch nicht ...
"Das is´nich´kaputt! Das kann man reparieren!"
Hans-Uwe Fischer
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Re: Vergaserfrage für Spezialisten

Beitrag von Hans-Uwe Fischer »

.
Ich selber habe verschlissene Lager durch selbstgedrehte Rotgusslager ersetzt. Das hält dann wieder 300.000km. Die O-Ring-Lösung scheint mir aber auch interessant. Dafür sind O-Ringe aus Perfluorkautschuk sicherlich gut geeignet.

huf
Cardano
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Re: Vergaserfrage für Spezialisten

Beitrag von Cardano »

ich finde O-Ringe in diesem Baubereich zu gefährlich.

Was soll da gefährlich sein?
Als nicht unbedarfter "bastler" nimmt man eben die o-ringe
aus dem passenden material und nicht jene vom baummarkt.

Was die nut für den o-ring betrifft; diese kann man in die welle
drehen.
MenrathU Verified
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Re: Vergaserfrage für Spezialisten

Beitrag von MenrathU Verified »

Ja genau, das wäre dann eine Ansenkung mit dem Kegel oder Stufe mit dem Zapfenbohrer.
Beste Grüße, Uwe
Ralf Niedrée
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Re: Vergaserfrage für Spezialisten

Beitrag von Ralf Niedrée »

Ich bin da ganz bei sympatique. Die O-Ring-Geschichte habe ich an einem 28/36 DDE von einem DX2 ausprobiert, allerdings nicht mit einer Ansenkung am Buchsenende, sondern mit einen kleinen Einstich in der DK-Welle und kleinen FKM-O-Ringen (zumindest als solche gekauft), die mit 15% Vorspannung montiert wurden. Solange die Geschichte neu war, ging es einigermaßen, aber nach ein paar Wochen blieb die 2.Stufe immer ein bißchen offen stehen, so daß der LL bei 1800 bis 2000/min hängenblieb (echt lustig beim Halbautomat). Als Notlösung habe ich dann eine zusatzliche Rückholfeder montiert - war aber nur ein Provisorium, bis der 28/36 DLE2 fertig war. Bei der anschließenden Demontage konnte ich feststellen, daß das wohl keine FKM- sondern eher NBR-Ringe waren, die sind zu einer schwarzen klebrigen Masse mutiert.
Der jetzt montierte Vergaser ist mit Sinterbronzebuchsen neu gelagert und über die Wellen zieht er auch keine Nebenluft. Vernünftige Abgaswerte im LL waren jedoch nur mit minimal größeren Leerlaufdüsen, wie weiter oben erwähnt, möglich.

Beste Grüße
Ralf
Hans-Uwe Fischer
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Re: Vergaserfrage für Spezialisten

Beitrag von Hans-Uwe Fischer »

Ich persönlich halte eine Vorspannung von 15% für deutlich zu hoch. Das dürfte schon im Neuzustand für erhebliche und zerstörende Reibung sorgen. Den O-Ring ohne radiales Spiel und ohne Druck in die Ausbuchsung einlegen. Durch das Einstecken/Durchstecken der DK-Welle sollte sich der O-Ring nur leicht radial nach außen drücken. Also ca. 3 gefühlte Prozent Vorspannung. Bei der Verschraubung sollte keine axiale Last auf den O-Ring drücken. Im Gegenteil; etwas Spiel/Raum für die geringe axiale Ausdehnung lassen, bewirkt durch die 3%-Vorspannung. Beim Abdichten des O-Ringen sollte sich der Fadenquerschnitt nur leicht verformen, also von rund zu oval, aber nicht das Material verdichten.

huf

PS: Es würde vermutlich auch ohne Vorspannung bestens funktionier. Eine geringe Menge an Falschluft wird, wie bereits beschrieben wurde, berücksichtigt sein.
PPS: Es klingt zwar schulmeisterlich, sollte aber nur meine subjektive Meinung und Erfahrung darstellen.
Hans-Uwe Fischer
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Re: Vergaserfrage für Spezialisten

Beitrag von Hans-Uwe Fischer »

>>> beim Abdichten des O-Ringes<<<<<
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Claude-Michel
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Re: Vergaserfrage für Spezialisten

Beitrag von Claude-Michel »

Da mein DMA2:
_ leicht "verzogen" ist: die Venturi sind nicht mehr perfekt rund und die Drosselklappen schließen somit nicht 100%ig
_ trotz neue Lagerbuchsen an der Betätigungswelle ein wenig Falschluft reinläßt
habe ich die Leerlaufdüse der 1. Stufe auf 60 erhöht. Somit ist der Leerlauf nicht mehr zu mager und das Loch, ganz am Anfang der Öffnung der 1. Drosselklappe nicht mehr vorhanden.
Gruß
Claude-Michel
DSuper5, 2x Xantia break 1,8i 16V, 2x Xantia break 2,0i 16V, C4 1,6i 16V coupé
Ralf Niedrée
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Re: Vergaserfrage für Spezialisten

Beitrag von Ralf Niedrée »

@HUF: Deswegen klemmt der Mist... Aber die Dichtringe, die mir als FKM verkauft worden sind, stellten sich tatsächlich als NBR heraus...
@Claude-Michel: die etwas größeren LL-Düsen sind auch für vernünftige Abgaswerte gut, auch wenn die Drosselklappenbohrung noch rund ist. Im Moment habe ich einen 28/36 DLE2 in Arbeit, geplant und gebuchst ist er schon, aber beide Drosselklappenbohrungen etwa 0,6mm unrund. Es war hochinteressant zu sehen, wie ein Freund den Vergaser mit Tricks und Kniffen auf die Drehbank gespannt hat und die Bohrungen ausgespindelt hat, bis sie wieder rund waren. Dummerweise habe ich vor lauter Faszination vergessen, Bilder zu machen.
Nun muß ich Übermaßdrosselklappen anfertigen, mal schauen, wieviel Versuche ich brauche...
Grüße
Ralf
Hans-Uwe Fischer
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Re: Vergaserfrage für Spezialisten

Beitrag von Hans-Uwe Fischer »

Ralf Niedrée hat geschrieben: Mo 19. Okt 2026, 14:56 @HUF: Deswegen klemmt der Mist... Aber die Dichtringe, die mir als FKM verkauft worden sind, stellten sich tatsächlich als NBR heraus...
@Claude-Michel: die etwas größeren LL-Düsen sind auch für vernünftige Abgaswerte gut, auch wenn die Drosselklappenbohrung noch rund ist. Im Moment habe ich einen 28/36 DLE2 in Arbeit, geplant und gebuchst ist er schon, aber beide Drosselklappenbohrungen etwa 0,6mm unrund. Es war hochinteressant zu sehen, wie ein Freund den Vergaser mit Tricks und Kniffen auf die Drehbank gespannt hat und die Bohrungen ausgespindelt hat, bis sie wieder rund waren. Dummerweise habe ich vor lauter Faszination vergessen, Bilder zu machen.
Nun muß ich Übermaßdrosselklappen anfertigen, mal schauen, wieviel Versuche ich brauche...
Grüße
Ralf
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Ich selber musste auch lernen, dass eine Gussnase (Trennlinie der Gussform) nicht auf der Dichtfläche verlaufen darf. In der Regel wird das Entfernen ( Entgraten) durch Nachschleifen erreicht ( ISO 3601-3 ).

huf
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