Hallo,
also meine ID zickt nach 6 sorgenfreien Jahren etwas. Nachdem ich nun den rechten Bremssattel vorne gewechselt habe, dabei feststellen musste, dass der Kühler leckt und nach Einbau des neuen Kühlers auch noch die Wasserpumpe streikte musste ich heute nach dieser Odyssee feststellen, dass nun noch ein hinterer Bremszylinder undicht ist. Toll! TÜV ist auch schon seit August fällig...
Ich hab mir das nun mal im Rep.-Buch angesehen. Benötigt man das ganze aufgeführte Spezialwerkzeug oder geht's auch ohne? Ein Werkzeug zur Zentrierung der Bremsbeläge habe ich.
das Spezialwerkzeug brauchst Du nur, wenn Du die Bremsbacken erneuerst. Beim Auswechseln des Zylinders verstellst Du nichts, den kannst Du nach Lösen seiner Befestigungsschrauben einfach so rausnehmen. Neue O-Ringe und gut ist, hinterher entlüften, wobei der Wagen auf seinen Rädern stehen soll, wg. Entnahme des Bremsdrucks aus der Federung.
Viele Grüsse
Robert
'59 DS 19/'66 ID 19/'68 DS 21 Pallas/'71 SM /'71 SM in Arbeit/'84 Renault R4F6 in Arbeit/'96 Saab 900 CV/'98 BMW 1100 GS
Bei mir war auch der Bremszylinder undicht.
Ausgebaut, zerlegt und gereinigt. (Mit LHS). Innen war er nicht verrostet, also blieb es beim Reinigen. (Also kein 600er Schleifpapier und keine Metallpoliturpaste).
Mit neuen Dichtungen wieder zusammengesetzt.
Das einzig Schwierige beim Wiedereinbau ist die große Schraubenfeder unter dem Zylinder, die die Bremsbacken zusammenzieht. Die haben wir vor der Montage des Radbremszylinders ausgehängt, dann sind die Bremsbacken locker.
Um sie einzuhängen ist viel Kraft nötig und es erleichtert die Sache, wenn man zu zweit ist:
Wir haben sie zunächst in die vordere Bremsbacke eingehängt. Dann haben wir um die hintere Öse der Feder ein paar Windungen Draht geschlungen, die am anderen Ende um einen quer gehaltenen Schraubdreher liefen. Mit diesem quer gehaltenen Schraubendreher als Griff kann man die Feder genügend auseinanderziehen, so dass der zweite Mann sie mit einem stabilen Schraubendreher in das Loch in der hinteren Bremsbacke reindrücken kann.
(Nochmal Dank an Jint!)
[attachment 7775 bremszylinder.jpg]
Klemens
Dateianhänge
[i]"Wer in meinen Beiträgen Schreibfehler findet, darf sie gerne behalten"[/i]
[quote=maldini]
.. gute idee!
[/quote]Ich bin geschmeichelt!
Noch eine Anmerkung zu der Methode: Wenn man Pech hat, dann ist der Zugdraht nach dem Einrasten der Feder so zwischen Feder und Bremsbackenträger eingeklemmt, dass man ihn nicht mehr rauskriegt.
Darum muß der zweite Mann erst das umgebogene zurücklaufende Ende nur soweit in den Träger reindrücken, dass das Federende auf dem Träger aufsteht. Dann den Zugdraht vorsichtig entfernen. Danach die Feder vollends in die endgültige Position reindrücken, dass sie richtig einschnappt.
Klemens
[i]"Wer in meinen Beiträgen Schreibfehler findet, darf sie gerne behalten"[/i]
Hallo,
Klemens, ich bin ein großer Fan deiner Detailzeichnungen. Jetzt habe ich schon zwei, der Beginn einer neuen Sammelleidenschaft!
Danke für die Tipps. Robert, verstehe ich jetzt richtig. Den Wagen gar nicht aufbocken.
Ob ich die Beläge wechseln muss weiß ich noch nicht. Da muss ich erst mal ran, aber momentan bleibt mir ja scheins keine Überraschung erspart. Ich berichte.