Kettenschlüssel klemmt nicht?
Re: Kettenschlüssel klemmt nicht?
Hallo,
zum Hebelarm des Kettenschlüssels: Selbstverständlich ist das Drehmoment bei gleicher Kraft dann am größten, wenn der Kraftarm durch den Mittelpunkt (in diesem Fall des Deckels) geht. Die wirksame Hebelarmlänge errechnet sich dann nämlich ganz simpel durch Addition des Radius des Deckels und der Länge des Schlüssels. Man muss die Trigonometrie gar nicht bemühen, die oben unter bzw. neben den Abbildungen gezeigten Formeln führen stets zu einem kleineren Ergebnis.
Man sollte also besser eine möglichst feinzähnige Knarre benutzen, die man so ansetzt, dass bei gespannter Kette ihre Verlängerung über den Kopf hinaus durch den Mittelpunkt des Deckels (o.ä.) geht.
zum Hebelarm des Kettenschlüssels: Selbstverständlich ist das Drehmoment bei gleicher Kraft dann am größten, wenn der Kraftarm durch den Mittelpunkt (in diesem Fall des Deckels) geht. Die wirksame Hebelarmlänge errechnet sich dann nämlich ganz simpel durch Addition des Radius des Deckels und der Länge des Schlüssels. Man muss die Trigonometrie gar nicht bemühen, die oben unter bzw. neben den Abbildungen gezeigten Formeln führen stets zu einem kleineren Ergebnis.
Man sollte also besser eine möglichst feinzähnige Knarre benutzen, die man so ansetzt, dass bei gespannter Kette ihre Verlängerung über den Kopf hinaus durch den Mittelpunkt des Deckels (o.ä.) geht.
Beste Grüße, Uwe
Re: Kettenschlüssel klemmt nicht?
Hallo, Uwe,
du siehst das also auch vereinfacht als ein einzigen festen Hebel, wo die Elastizität der Kette außen vor ist, die ja in der Praxis schon eine Rolle spielt. Gut, muss man machen, weil sonst zu schwierig. Mache ich auch.
Aber an zwei Punkten folge ich dir nicht, und ich habe ein Blatt Papier bekritzelt, um meinen Standpunkt klar zu machen, hier:
http://home.arcor.de/djjulian/uli/hebel.jpg
„Selbstverständlich ist das Drehmoment bei gleicher Kraft dann am größten, wenn der Kraftarm durch den Mittelpunkt (in diesem Fall des Deckels) geht.“
Das sehe ich anders, denn in den Fällen a) und b) ist der Hebelarm und damit das Drehmoment gleich, obwohl ich deinen Text so sehe, dass du meinst, bei a) sei das Moment höher.
„Die wirksame Hebelarmlänge errechnet sich dann nämlich ganz simpel durch Addition des Radius des Deckels und der Länge des Schlüssels“.
Wieso die Addition der Radien? Die tritt doch nur in Fall c) auf, der nicht in den Fotos und Formeln von Jint gemeint ist.
Den letzten Satz mit der feinzähnigen Knarre habe ich nicht verstanden, da wäre ein Bildchen hilfreich, zumindest für mich.
Uli
du siehst das also auch vereinfacht als ein einzigen festen Hebel, wo die Elastizität der Kette außen vor ist, die ja in der Praxis schon eine Rolle spielt. Gut, muss man machen, weil sonst zu schwierig. Mache ich auch.
Aber an zwei Punkten folge ich dir nicht, und ich habe ein Blatt Papier bekritzelt, um meinen Standpunkt klar zu machen, hier:
http://home.arcor.de/djjulian/uli/hebel.jpg
„Selbstverständlich ist das Drehmoment bei gleicher Kraft dann am größten, wenn der Kraftarm durch den Mittelpunkt (in diesem Fall des Deckels) geht.“
Das sehe ich anders, denn in den Fällen a) und b) ist der Hebelarm und damit das Drehmoment gleich, obwohl ich deinen Text so sehe, dass du meinst, bei a) sei das Moment höher.
„Die wirksame Hebelarmlänge errechnet sich dann nämlich ganz simpel durch Addition des Radius des Deckels und der Länge des Schlüssels“.
Wieso die Addition der Radien? Die tritt doch nur in Fall c) auf, der nicht in den Fotos und Formeln von Jint gemeint ist.
Den letzten Satz mit der feinzähnigen Knarre habe ich nicht verstanden, da wäre ein Bildchen hilfreich, zumindest für mich.
Uli
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Jint Nijman Verified
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- Registriert: Fr 14. Feb 2003, 23:11
Re: Kettenschlüssel klemmt nicht?
[quote=MenrathU]
zum Hebelarm des Kettenschlüssels: Selbstverständlich ist das Drehmoment bei gleicher Kraft dann am größten, wenn der Kraftarm durch den Mittelpunkt (in diesem Fall des Deckels) geht. Die wirksame Hebelarmlänge errechnet sich dann nämlich ganz simpel durch Addition des Radius des Deckels und der Länge des Schlüssels. Man muss die Trigonometrie gar nicht bemühen, die oben unter bzw. neben den Abbildungen gezeigten Formeln führen stets zu einem kleineren Ergebnis.
[/quote]
Ich denke meine Skizze+Gleichungen zeigen deutlich dass das nicht stimmt.
Jint
zum Hebelarm des Kettenschlüssels: Selbstverständlich ist das Drehmoment bei gleicher Kraft dann am größten, wenn der Kraftarm durch den Mittelpunkt (in diesem Fall des Deckels) geht. Die wirksame Hebelarmlänge errechnet sich dann nämlich ganz simpel durch Addition des Radius des Deckels und der Länge des Schlüssels. Man muss die Trigonometrie gar nicht bemühen, die oben unter bzw. neben den Abbildungen gezeigten Formeln führen stets zu einem kleineren Ergebnis.
[/quote]
Ich denke meine Skizze+Gleichungen zeigen deutlich dass das nicht stimmt.
Jint
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www.citroen-ds-id.com
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Re: Kettenschlüssel klemmt nicht?
Also Jint, ich wollte kein Fass aufmachen, sondern einen Tipp aus der Praxis geben. Ich habe den Schlüssel schon viele male an Kugeln verwendet und deutlich gemerkt, dass der Drehpunkt bzw. die Hebelposition ausschlaggebend ist. Ich dachte du freust dich über den Tip, jedoch scheinst du dir die Antwort schon selbst zu geben.
Bin gespannt wann die Formeln den Deckel geöffnet haben
Bin gespannt wann die Formeln den Deckel geöffnet haben
Re: Kettenschlüssel klemmt nicht?
Hallo Jint,
wenn ich die Hebel-Diskussion richtig verstanden habe möchte ich Uwe recht geben. In deiner Zeichnung ist ja die Länge von a in den beiden Fällen verschieden! So, wie a eingezeichnet ist, gilt natürlich nach Definiton M=F*a, wenn F auf a senkrecht steht.
Viele Grüße,
pit
wenn ich die Hebel-Diskussion richtig verstanden habe möchte ich Uwe recht geben. In deiner Zeichnung ist ja die Länge von a in den beiden Fällen verschieden! So, wie a eingezeichnet ist, gilt natürlich nach Definiton M=F*a, wenn F auf a senkrecht steht.
Viele Grüße,
pit
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Jint Nijman Verified
- Beiträge: 2069
- Registriert: Fr 14. Feb 2003, 23:11
Re: Kettenschlüssel klemmt nicht?
[quote=Pit]
wenn ich die Hebel-Diskussion richtig verstanden habe möchte ich Uwe recht geben. In deiner Zeichnung ist ja die Länge von a in den beiden Fällen verschieden! So, wie a eingezeichnet ist, gilt natürlich nach Definiton M=F*a, wenn F auf a senkrecht steht.
[/quote]
Die Skizze ist natürlich so zu verstehen das a in beide Fällen gleich ist, sonst hätte ich einmal a[sub]1[/sub] und einmal a[sub]2[/sub] geschrieben.
gruss
Jint
wenn ich die Hebel-Diskussion richtig verstanden habe möchte ich Uwe recht geben. In deiner Zeichnung ist ja die Länge von a in den beiden Fällen verschieden! So, wie a eingezeichnet ist, gilt natürlich nach Definiton M=F*a, wenn F auf a senkrecht steht.
[/quote]
Die Skizze ist natürlich so zu verstehen das a in beide Fällen gleich ist, sonst hätte ich einmal a[sub]1[/sub] und einmal a[sub]2[/sub] geschrieben.
gruss
Jint
Jint
www.citroen-ds-id.com
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Re: Kettenschlüssel klemmt nicht?
[quote=Pit]
wenn ich die Hebel-Diskussion richtig verstanden habe möchte ich Uwe recht geben. In deiner Zeichnung ist ja die Länge von a in den beiden Fällen verschieden! So, wie a eingezeichnet ist, gilt natürlich nach Definiton M=F*a, wenn F auf a senkrecht steht.[/quote]
Ganz genau, Pit!
Dreht man nämlich die Verlängerung in seiner zweiten Skizze gedanklich um etwas mehr als 60° im Uhrzeigersinn, verläuft der Hebelarm genau durch den Mittelpunkt des Deckels. Der Abstand des Krafteinleitungspunktes zum Mittelpunkt ist dann auf jeden Fall größer als c in seiner Zeichnung. Zudem ergibt die eingezeichnete Kraft F` keinerlei Sinn - wer zieht beim Anziehen oder Lösen denn schon die Verlängerung vom Objekt weg und vergeudet damit einen Teil seiner Armeskraft?
Auch in der ersten Skizze wird a größer, wenn die dicke Linie durch den Deckelmittelpunkt läuft.
wenn ich die Hebel-Diskussion richtig verstanden habe möchte ich Uwe recht geben. In deiner Zeichnung ist ja die Länge von a in den beiden Fällen verschieden! So, wie a eingezeichnet ist, gilt natürlich nach Definiton M=F*a, wenn F auf a senkrecht steht.[/quote]
Ganz genau, Pit!
Dreht man nämlich die Verlängerung in seiner zweiten Skizze gedanklich um etwas mehr als 60° im Uhrzeigersinn, verläuft der Hebelarm genau durch den Mittelpunkt des Deckels. Der Abstand des Krafteinleitungspunktes zum Mittelpunkt ist dann auf jeden Fall größer als c in seiner Zeichnung. Zudem ergibt die eingezeichnete Kraft F` keinerlei Sinn - wer zieht beim Anziehen oder Lösen denn schon die Verlängerung vom Objekt weg und vergeudet damit einen Teil seiner Armeskraft?
Auch in der ersten Skizze wird a größer, wenn die dicke Linie durch den Deckelmittelpunkt läuft.
Beste Grüße, Uwe
Re: Kettenschlüssel klemmt nicht?
Hallo Jint,
wie ist denn a definiert?
Ich vemute als Abstand vom Angriffspunkt der Kraft bis zum Fußpunkt des Lotes auf den Hebel durch die Drehachse. Wenn du nun jeweils am Hebelende angreifst hängt eben a von der Lage des Hebels ab wie man in deinen Skizzen deutlich sieht.
Grüße,
pit
wie ist denn a definiert?
Ich vemute als Abstand vom Angriffspunkt der Kraft bis zum Fußpunkt des Lotes auf den Hebel durch die Drehachse. Wenn du nun jeweils am Hebelende angreifst hängt eben a von der Lage des Hebels ab wie man in deinen Skizzen deutlich sieht.
Grüße,
pit
Re: Kettenschlüssel klemmt nicht?
Hier hatten wir schon mal was Ähnliches. Das Drehmoment wird maximal für cos(alpha)=1 also alpha=0°.
read.php?1,40385,40441#msg-40441
Grüße,
pit
read.php?1,40385,40441#msg-40441
Grüße,
pit
Re: Kettenschlüssel klemmt nicht?
...ich gebe DEM recht, nicht dem anderen....
...a ist verschieden, nein gleich...
...dreht man nämlich gedanklich, dann....
Und die Moral von der Geschicht: Hauptsache drüber geredet, Hebelgesetz gewürgt oder auch nicht, egal...
Ist der Deckel denn nu endlich ab? Uli
...a ist verschieden, nein gleich...
...dreht man nämlich gedanklich, dann....
Und die Moral von der Geschicht: Hauptsache drüber geredet, Hebelgesetz gewürgt oder auch nicht, egal...
Ist der Deckel denn nu endlich ab? Uli