Text: Ulrich Knaack.
Leicht geänderter und korrigierter Auszug mit Genehmigung des Autors aus dem Buch „Citroën DS. Fahren Sie heute den Wagen von morgen“.
Sondermodelle Umbauten auf D-Modellbasis konnten zwar nicht wie bei Vorkriegswagen oder nach 1945 noch beim VW Käfer oder Citroën 2CV auf verschraubte Plattformrahmen gesetzt werden. Doch das Karosserie-Konzept des D-Modells lud ebenfalls auf Grund seiner Struktur zum Umbau ein. Denn das Fahrzeug basiert auf einem trag- und fahrfähigem Stahlgerippe, dessen verschweißte Bodenplatte als besonders tragendes, profiliertes Element ausgeführt ist. Verstärkungen an den weitgehend glatten und einfach gekanteten, überdimensionierten Längsholmen ließen sich stets leicht ausführen.“
Neben den raren Prestige-Limousinen und den, ebenso bei Chapron gebauten, nur knapp über 1.350 Mal hergestellten, Serien-Cabrios existierten weitere Sonderversionen auf DS- und ID-Basis. Firma Chapron baute als Karosseriebetrieb mit langer Vergangenheit neben eigenen Cabrio-Versionen auch elegante Coupés und veränderte viertürige Limousinen. Die Chapron-Sondermodelle blieben Exoten, so dass zwischen 1958 und 1974 (nach heutigem Kenntnisstand) nur ganze 289 Exemplare der sündhaft teuren Edel-Varianten aus Levallois entstanden. Gerne werden heute Serien-Cabrios oder Chapron-Modelle nachgebaut, wobei der grundlegende Neuaufbau der durch fehlende Konservierung zu Rost besonders neigenden Chapron-Modelle sowieso schon oft einem Nachbau glich. Auch andere zeitgenössische Umbauer in Frankreich, Deutschland, Schweiz etc. „öffneten“ die DS, doch niemand erlangte Bedeutung wie Chapron oder kam an deren Stückzahl heran. |
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Überhaupt sind zahlreiche Filmautos auf Basis der DS, vor allem der Break-Modelle bekannt. Denn die Fahrwerks-Hydraulik von Citroën prädestinierte diese Fahrzeuge als geeignete Kamerawagen. Ein in Berlin umgebautes Exemplar, das sogar auf Eisenbahnschienen fahren konnte, bewahrte der DS Club Deutschland vor der Verschrottung. Ein anderes, besonders skurriles, leider auch extrem rostiges Exemplar einer Schwimm-DS, welche jahrelang vor der deutschen Ost- und Nordseeküste brave Bürger durch ihren Anblick verschreckte, konnte der Club leider nicht mehr rechtzeitig retten. |
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Die wahrscheinlich teuerste aller DS-Versionen fertigte Henri Chapron im Auftrag von Citroën für den französischen Präsidenten im Jahr 1968. Der Entwurf des mit 6,55 m Länge, 2,13 m Breite, 3,78 m Radstand und 2,2 t Gewicht wirklich groß auftretenden Boliden stammte von Citroëns Chefdesigner Robert Opron. Doch das repräsentative Fahrzeug mit dem Kennzeichen 1-PR 75 blieb nur wenige Jahre im Fuhrpark des Elysée-Palastes, wurde bald durch die ähnlich verlängerte, aber noch luxuriösere SM-Variante ersetzt, welche dank Cabriolet-Dach aber, anders als die geschlossene Präsidenten-DS, für ein offenes Défilée geeignet war und viele Jahre im Staatsdienst blieb. |
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